Dein Portal zum Bandscheibenvorfall : Behandlung, Erfahrungen, Operation

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Willkommen bei „Bandscheibenvorfall-Infos.de“ , meinem kleinen Portal / Blog zum Thema Bandscheibenvorfall. Ich habe selbst seit 2005 einen Bandscheibenvorfall, welcher 2013 operiert wurde. Auf diesen Seiten möchte ich meine Erfahrungen weitergeben, hinsichtlich Behandlungsmöglichkeiten, den Umgang mit Schmerzen, Übungen und natürlich mit dem leidigen Thema einer Bandscheiben-OP. Bitte beachtet die Nutzungshinweise ! Achtung: Ich verwende auf dieser Seite hin und wieder Humor!

Das erste Mal mit dem Thema konfrontiert?

Hier die wichtigsten Links auf einem Blick:

IMG_4814Wer schreibt hier eigentlich? 
Normalerweise dürfte es weniger interessant sein, wer hinter einer Webseite steckt. Bei einem Gesundheits-Thema sehe ich das etwas anders.

Die Kurzfassung: Jahrgang 84, Bandscheiben-Vorfall seit 2005, bisher erfolgreiche Bandscheiben-OP anno 2011.  Mehr Infos zu meiner Geschichte

Buchempfehlung

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Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Gutes Video für Einstieger in das neue Hobby.

Bandscheiben-Leiden - Was tun?: Mit den besten Übungen für den Alltag
  • Dr. med. Paul Th. Oldenkott, Dr. med. Wolf Dr. Scheiderer, Dr. med. Andreas Weidner
  • Goldmann Verlag
  • Taschenbuch: 288 Seiten

Zum Einstieg: Informationen über den Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben dienen bei Belastungen als elastische Puffer, da sie Stöße und Erschütterungen abfangen. Sie bestehen aus einem Faserring, der den weichen Bandscheibenkern umschließt. Bei einem intakten Faserring liegt eine Bandscheibenvorwölbung vor, die Vorstufe des Bandscheibenvorfalls, bei welchem der Gallertkern den Faserring komplett durchdringt

Ursachen und Entstehung eines Bandscheibenvorfalls

Bandscheibe zwischen WirbelnDie Gründe hierfür sind meist verschleißbedingte Veränderungen der Bandscheiben sowie der angrenzenden Wirbelkörper oder eine zu schwache Rückenmuskulatur. Der Alltag von vielen Menschen ist ebenso nicht sehr rücken- und bandscheibenfreundlich, beispielsweise durch Büroarbeit, mangelnde Bewegung, Über- oder Fehlbelastungen der Wirbelsäule und Übergewicht. Dadurch kann ein Bandscheibenvorfall gefördert werden, wobei sich die Bandscheiben verformen, ihre Lage ändern und auf die Nerven und zum Teil ebenso auf das Rückenmark selber drücken. Hierbei kommt es gewöhnlich zu Schmerzen im Rücken, in der Schulter und im Hals, teilweise zudem in den Beinen, Füßen, Armen und Händen.

Welche Arten des Bandscheibenvorfalles gibt es?

Ein Bandscheibenvorfalls kann grundsätzlich in allen Bereichen der Wirbelsäule auftreten. In über 90 Prozent der Fälle betrifft er jedoch die Lendenwirbelsäule. Weniger häufig ist ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule und sehr selten in der Brustwirbelsäule.

Symptome eines Bandscheibenvorfalls

Die Symptome hängen von der Lage sowie dem Ausmaß des Bandscheibenvorfalls ab. Eine weitere Rolle spielt hierbei, welche benachbarten Nervenstrukturen betroffen sind, beispielsweise die Spinalnerven, das Rückenmark etc. Manchmal verursacht die Erkrankung auch keine Symptome.

Häufige Symptome beim Bandscheibenvorfall:

  • Akute, stechende Schmerzen im entsprechenden Wirbelsäulenabschnitt
  • Ausstrahlungen in weitere Körperregionen möglich

Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule

Bei einem Bandscheibenvorfall beispielsweise in der Lendenwirbelsäule sind Schmerzen in diesem Bereich, jedoch ebenso in den Beinen, Knien oder Füßen möglich. Häufig kommt es in der betroffenen Region zudem zu Empfindungsstörungen wie ein Kribbeln, eine Taubheit und ein geschwächter Muskel. Durch Husten oder Niesen werden die Symptome verstärkt.

Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule

Hier betreffen die Beschwerden die Schultern, Arme, Hände und Finger.

Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule

Ein Druckschmerz auf den Rippen spricht für diesen Bandscheibenvorfall. Meist entstehen Blockierungen der kleinen Wirbelgelenke. Die gürtelförmigen Schmerzen strahlen an den Rippen entlang aus, wobei oft eine Druckschmerzempfindlichkeit besteht.

Bandscheibenvorfall zwischen zwei Lendenwirbeln:

Diese Art führt zu Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen im Rücken, wobei Ausstrahlungen bis in den Fuß möglich sind.

Bandscheibenvorfall – Die Diagnose

Die Neurologische – und die Röntgen-Untersuchung

Für die Diagnose ist eine neurologische Untersuchung erforderlich, die darüber Aufschluss gibt, welche schmerzauslösenden Nerven betroffen sind und eine gezielte Behandlung ermöglicht. Der Arzt prüft, ob eine Beschädigung der Nerven vorliegt und empfiehlt eine entsprechende Therapie. Zudem werden die Reflexe, Beweglichkeit, Sensibilität und zum Teil die Nervenleitgeschwindigkeit überprüft. Anhand der Regionen, wohin die Schmerzen ausstrahlen, können Rückschlüsse gezogen werden, welche Nervenwurzeln betroffen sind. Durch die Überprüfung des Pulses an den Beinen kann eine Durchblutungsstörung in dem Bereich ausgeschlossen werden, denn diese verursacht dem Bandscheibenvorfall ähnliche Beschwerden. Bei einem Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall muss zur Diagnose geröntgt werden, wobei der Betroffene verschiedene Positionen einnimmt, um Bilder der Wirbelsäule in verschiedenen Haltungen zu ermöglichen.

Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder Myelographie

MRT Untersuchung bei BandscheibenvorfallBildgebende Verfahren, beispielsweise die Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder Myelographie stellen das Rückenmark sowie die Nervenwurzeln dar. Durch eine zusätzliche Gabe eines Kontrastmittels in die Vene kann der Arzt einen Bandscheibenvorfall eher von einem entzündlich veränderten Gewebe oder einem Tumor abgrenzen. Durch die Myelographie kann der Arzt Rückenmark und Nervenwurzeln indirekt im Röntgenbild erfassen. Diese Untersuchung wird allerdings seltener eingesetzt.

Die Therapie bei einem Bandscheibenvorfall

Meist erfolgt eine konservative Therapie, die bis zu acht Wochen dauert. Dazu zählen die Ruhe, eine Schmerztherapie sowie eine Umstellung der Lebensweise. Die Wirbelsäule sollte im akuten Stadium ruhig gestellt werden, um sie zu entlasten. In der weiteren Behandlung werden gewöhnlich die Schmerzen gelindert, wobei Schmerzmittel sowie Präparate zur Muskelentspannung helfen können. Damit kann auch der Schmerzkreislauf unterbrochen werden, der daraus resultieren kann, dass sich benachbarte Muskeln aufgrund des Schmerzes verkrampfen und der Schmerz zusätzlich verstärkt wird. Physiotherapeutische Maßnahmen sind bei einem Bandscheibenvorfall eine ergänzende Behandlung, die vorwiegend dem Ziel dient, die Rückenmuskulatur zu kräftigen.

Die Operation – eine seltene Behandlung

In seltenen Fällen besteht die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls aus einer Operation. Die Chance, dass ein Bandscheibenvorfall von selber heilt, besteht immer. Mehr als 80 Prozent der Bandscheibenvorfälle können ohne einen chirurgischen Eingriff behandelt werden. Eine Operation wird gewöhnlich erst bei geschädigten Nerven erforderlich. In diesem Fall wird der vorgefallene Teil des Bandscheibenmaterials entfernt. Eine Operation erfordern beispielsweise Bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelsäule, wenn die Blasen- und Darmentleerung steuernden Nerven geschädigt sind. Beim Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule wird die Operation nötig, wenn der Nervenkanal gequetscht wird. Bei einem Bandscheibenvorfall, der zu Lähmungserscheinungen führt oder wenn die Schmerzen über mehrere Wochen nicht nachlassen oder immer wieder auftreten, ist eine Operation empfehlenswert.

Dem Bandscheibenvorfall bzw. Rückenproblemen vorbeugen

Einem Bandscheibenvorfall kann nicht direkt vorgebeugt werden, doch mit einigen Maßnahmen kann der Rücken gestärkt und somit das Risiko für den Bandscheibenvorfall verringert werden. Ein rückengerechter Alltag ist hierbei hilfreich. Die Wirbelsäule kann durch ein spezielles Rücken- und Bauchmuskeltraining entlastet werden. Zudem ist es wichtig, auf das Körpergewicht zu achten, da Übergewicht Rücken und Bandscheiben zusätzlich belastet.

Schwere Gegenstände sollten nur aus einer hockenden Position und mit einem durchgestreckten Rücken gehoben werden, anstatt sich nach vorn zu bücken. Bei Tätigkeiten im Haushalt oder Beruf sollte auf eine entspannte und aufrechte Arbeitsposition geachtet werden. Bei einer Tätigkeit, die überwiegend sitzend erfolgt, ist es ratsam, zwischendurch aufzustehen und herumzulaufen.

Zudem ist eine ergonomische Gestaltung des Sitzplatzes mit einer höhenverstellbaren Sitzfläche und -lehne ebenso sehr wichtig, denn dadurch wird die Wirbelsäule geschont.