PRT Spritzen – meine Erfahrungen

Nachdem ich mehrere Orthopäden hinter mir gelassen habe, habe ich endlich den klugen Hinweis bekommen, doch mal einen Neurologen aufzusuchen. Gesagt, getan. Nach der ersten Sitzung wurden mir zugleich die Behandlung mittels PRT Spritzen ans Herz gelegt.

Wie diese Behandlung abläuft, ob sie mir geholfen haben und was der Spaß kostet, werde ich hier beschreiben.

PRT Spritzen unter dem CT – wie läuft das ab?

PRT steht für periradkuläre Therapie. Soweit so gut. Ich versuche jetzt den Ablauf der Behandlung laienhaft wiederzugeben – da besteht natürlich keine Garantie auf medizinische Richtigkeit, aber zumindestens sollte der Ablauf klar werden.
Also, grundsätzlichen werden Spritzen mit einem Medikamenten-Mix unter einem CT gegeben. Die Medikamente sorgen dafür sorgen, dass der Bandscheiben Wasser entzogen wird und die Entzündung zurück geht.
Zuerst wird man durch den CT gefahren – daraufhin wird gemessen, wo die Spritzen an der Bandscheibe gesetzt werden. Bei mir werden immer 2 Spritzen gesetzt. Dann bekommt man zwei Markierungen auf den Rücken, der Doktor kommt, setzt die Spritzen und es geht zurück durch den CT. Hier wird nochmals der Sitz der Spritzen geprüft. Wenn die Spritzen optimal sitzen, werden die Medikamente verabreicht. Das war es eigentlich schon.

Was kostet die PRT Behandlung?

Problem bei der PRT Behandlung: Meistens muss man die Kosten selbst tragen. Bei mir in Berlin hat mein behandelnder Neurologe keine Kassenzulassungen für die PRT Behandlung – in Berlin haben diese wohl nur 2 Ärzte. Man kann sich also vorstellen, dass die Wartezeiten bei diesen extrem Lang sind und – naja – man möchte auch nicht von irgendeinem Arzt, zu dem man keinen Bezug hat, Spritzen zwischen die Wirbel gesteckt bekommen. Also habe ich mich für die Selbstbezahlung entschieden.
Die kosten pro PRT Sitzung variieren: Zwischen 150 und 300 € kann man aber rechnen. Man muss einerseits den Arzt und das Material zahlen, anderseits aber auch anteilig die Mietkosten für das CT im Krankenhaus. Wenn man bedenkt, dass in der Regel 6 Sitzungen für eine erfolgreiche Behandlung nötig sind, kommt da schon einiges zusammen.

Spritzen beim Bandscheibenvorfall unter dem CT – Schmerzen?

Die Nadeln bleiben einige Minuten stecken, wie bereits beschrieben wurde. Angenehm ist das sicher nicht. Aber wer einen Bandscheibenvorfall hat, der ist ja an Schmerzen eh gewöhnt. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich es mir schlimmer vorgestellt habe. Vor der ersten Sitzung war ich extrem nervös, mit der Zeit wird man aber routinierter (in der Regel fallen 4-6 Sitzungen an). Angenehm ist es auch beim 2. oder 3. Mal noch nicht, aber es ist ok. Einfach Augen zu machen und an was anderes denken. Der Rücken wird ja vorher mit Kältespray behandelt, so dass man vom Einstich eigentlich wenig merkt. Erst wenn die Medikamente eingeflösst werden, merkt man schlagartig eine etwas unangenehme Betäubung im Bein. Aber das ist auch ok. Der Eintriff dauerte bei mir max. 20 Minuten, danach ist alles vorbei.

Achtung: Das Bein kann danach ziemlich gelähmt sein. Autofahren sollte man besser nicht. Grundsätzlich ist der Medikamenten-Mix nicht zu unterschätzen. Es ist also zu empfehlen, sich den Rest des Tages ruhig zu halten. Nach einigen Sitzungen war mein Bein ziemlich gelähmt danach, so dass auch Laufen schwierig war. Es ist also zu empfehlen, zur PRT Behandlung eine Begleitung mitzunehmen. Wenn man alleine unterwegs ist und gar nichts mehr geht, lieber ein Taxi nehmen… so lustig ist das nicht, wenn man alleine ist und einem das Bein wegknickt.

Die Langzeitwirkung

Wie immer gilt bei den Behandlungsmethoden: Jeder Mensch reagiert anders! Bei dem einen können die PRT Spritzen helfen, bei dem anderen nicht.
Bei mir haben die Spritzen unter dem CT ganz gut angeschlagen. Man darf natürlich keine Wunder erwarten, aber nach und nach wurde es zumindestens etwas besser. Dadurch, dass es eher schleichend besser wird, habe ich die positive Wirkung auch eher kaum wahrgenommen. Wenn Schmerzen da sind, spürt man sie. Sind keine Schmerzen da, vermisst man auch nichts… und denkt nicht daran, mal welche gehabt zu haben.
Doch nach einigen Wochen ist mir aufgefallen, dass ich mich recht mühelos bücken und die Schuhe zumachen konnte – nahezu schmerzfrei. Ich war es schon so gewohnt, Schmerzen beim Bücken zu haben, dass mir die Verbesserung gar nicht aufgefallen ist.

Aber: Man darf wirklich nicht erwarten, dass nach der ersten Behandlung alles gut ist. Die PRT Behandlung ist ein weiterer Versuch, das leidige Thema des Bandscheibenvorfalls in den Griff zu bekommen und bei einigen Patienten wohlmöglich die geeignete Therapie um einer Operation aus dem Weg zu gehen.

Tipp: Um den gereizten Nerv bei der Regeneration zu helfen, wirkt das rezeptfreie Medikament Keltikan Forte teilweise kleine Wunder. Einfach mal ausprobieren!

Update: Bei mir haben die PRT Spritzen langfristig nicht geholfen, aber eine temporärer Verbesserung war vorhanden. Jeder Bandscheibenvorfall ist anders, bei dem einen hilft es langfristig, bei dem anderen nicht. Ich habe mich letztendlich für die Bandscheiben OP entschieden.

Was hat mir neben den PRT-Spritzen noch geholfen?

  • das rezeptfreie Medikament Keltican Forte stärkt die geschädigten Nerven. Einfach mal ausprobieren! Hier geht’s zu meinem Keltican Forte Erfahrungsbericht
  • darf bei keinem Bandscheiben-Leidenden fehlen: Der Bandscheibenwürfel ermöglicht das Liegen in der Stufenlage, wodurch die Bandscheiben entlastet werden
  • den Rücken stärken! Ideal ist dafür der Schwingstab – mit diesem lässt es sich ganz bequem von zu Hause trainieren, und schön platzsparend ist das Ding auch
  • Übungen zu Hause durchführen. Wie heißt es so schön: “Turnen bis zur Urne” – empfehlenswerte Bücher mit Übungen gibt es hier: Bandscheibenvorfall Bücher.

Autor: Fabian - Fragen? Anregungen? Hinterlasst mir einen Kommentar!

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26 Antworten auf PRT Spritzen – meine Erfahrungen

  1. Simone sagt:

    Hallo ,
    ich bekomme jetzt auch PRT Spritzen ,HWS C6/C7 .Wieso must Du bezahlen ?

    MfG Simone

    • Fabian sagt:

      In Berlin haben nur wenige Ärzte die Kassenzulassung für diese Behandung. Habe aber schon oft gehört, dass das aus eigener Tasche bezahlt werden muss..

  2. Chrissie sagt:

    Bei mir waren die PRT-Spritzen leider wenig erfolgreich. Ich bekam unkontrollierbare nervale Krämpfe entlang des kompletten rechten Beines. Trotz meiner Bedenken wurde weiter gespritzt. Ich habe 6 Sitzungen Physiotherapie benötigt bis das Bein wieder gerade stand, von den Schmerzen durch die Krämpfe mal ganz abgesehen. Der Arzt, der Spritzen gesetzt hat, gilt als sehr guter Arzt für PRT-Spritzen, es war auch schwer die Termine zu bekommen, da sie ja regelmäßig stattfinden sollen. Ich hab drauf vertraut und bin ziemlich enttäuscht gewesen. Ein weiteres “Highlight” war dann noch folgendes: Ca. 3 Wochen nach dem das Medikamentenzeug ausgeschlichen ist, bekam ich eine ziemlich schlimme Psoriasis an Händen und Füßen.
    Bin froh, dass ich mittlerweile mit meiner Physiotherapeutin und einem Krankenhausarzt zwei fähige Leute an der Seite habe. Seit ich mich gezielter und mehr bewege, sind die Rückenschmerzen enorm zurück gegangen.
    MfG
    Chrissie

  3. Sandrini sagt:

    Hallo!

    Also in der Regel ist es so, dass NEUROChIRURGEN die PRT-Behandlung über jede Krankenkasse abrechnen, diese also für den Patienten kostenlos ist!

    Da aber auch andere Ärzte diese Behandlung durchführen, z. B. Orthopäden, muss der Patient dies aus eigener Tasche bezahlen, dass nur Neurochirurgen die Zulassung seitens der Krankenkassen haben.

    LEIDER wird man als ahnungsloser Patient hierüber seitens der Ärzte nicht aufgeklärt, sodass viele Patienten unwissend teure Rechnungen bezahlen ohne zu wissen, dass es beim Arzt eine Haustür weiter umsonst für ihn gewesen wäre…

    In Hamburg habe ich 2 zwei Neurochirurgen angerufen und beide konnten mir einen Termin innerhalb von 7 Tagen anbieten. Dass es in Berlin nur ZWEI Neurochirurgen geben soll, kann ich mir nur schwerlich vorstellen?

    Ich hatte heute mittag meine erste Behandlung, abwarten und Tee trinken ;-)

    • Fabian sagt:

      Mir wurde es so vom Arzt mitgeteilt… hatte aber auch micht weiter “nachgeforscht” , da ich zu meinem behandelnden Neurochirugen Vertrauen habe und somit bereit war, die Kosten zu übernehmen.
      Aber ja, eigentlich ist es ein Unding, solche Behandlungen selbst zu zahlen. Hoffe, die Spritzen wirken sich positiv bei dir aus! Viel Glück!

    • Denise sagt:

      Also falls dieses noch jemand später liest, ich bekomme nun im Febr. 2014 PRT-Spritzen, seit Frühjahr 2013 werden die Kosten von den Kassen NICHT MEHR übernommen.

      • User sagt:

        Das stimmt so auch nicht. Ich bekomme kommenden Montag meine erste Injektion. Bin bei der TK und die erstatten die Kosten im Anschluss. Wichtig ist dabei, dass ein Schmerztherapeut involviert ist. Also einen zum Radiologen/Neurologen überwiesen hat oder eine Überweisung im Anschluss statt gefunden hat. Bei mir kostet die PRT 100 € pro Sitzung (3 Termine)

  4. Christiane Mies sagt:

    Hallo Zusammen,
    ich habe gerade meine erste PRT-Spritze bekommen von insgesamt dreien.Ich habe eine Verengung in der HWS 4 und 5, Seit 4 Monaten kann ich mein Hals nicht mehr nach rechts bewegen. Gespräche zu meiner Rechten gingen gar nicht mehr. Mein Orthopäde riet mir zur neuen Bandscheibe oder Hyaleronspritzen, das alles erschien mir sehr suspekt. Ich ging zum Neurochirogen und der sprach weder von OP oder Hyaleron!! Er riet mir zu PRT und ich nahm dankend an. Direkt am nächsten Tag ging es los und heute nach 4 Tagen empfand ich die erste Linderung.Die nächste gibts nächste Woche. LG

  5. Thomas Müller sagt:

    Hallo zusammen habe im Hws berreich ein bandscheibenvorfall soll operiert werden ohne wenn und aber weis nicht was ich tun soll wer kann mir ein tipp geben???

  6. Bernd sagt:

    Ich habe 3 Bandscheibenvorfälle,zudem Frührentner aber nicht auf diese Sachen.Mein Orthopäde sagte es könnten mir noch die PRT-Spritzen helfen .Ich hatte und momentan habe ich wieder massive Schmerzen rechte Bein,Bereich Schienbein und Pobacke.Wer einmal diese Schmerzen gehabt hat ,der weiß von was ich rede.Man weiß vor Schmerzen nicht in welcher Ecke man zuerst laufen soll.Dies Wünsche ich noch nicht mal meinen ärgsten Feind.Soweit so gut ,nun bekam in einer Klinik hier in NRW meine erste Spritze,diese habe ich kaum gemerkt ,doch danach bis zur zweiten sind die Schmerzen noch schlimmer geworden.Ich müsste noch erwähnen das ich am Tag 240mg oxigesic nehme und noch ein paar andere starke Medikamente für die Schmerzen.Noch nicht einmal helfen diese ,für diese barbarischen Schmerzen.Nun gut die zweite Spritze war etwas schmerzhafter,der Arzt meinte das meine Muskeln L4/L5 doch sehr dick wären.Die zweite hat Gott sei Dank angeschlagen und ich wurde erlöst von diesen Tierischen Schmerzen,aber erst nach wenigen Tagen hat sich dies eingestellt.Ich hätte Gott und die Welt umarmen können ,das ich diese massiven Schmerzen los bin.Dann kam die dritte Spritze ,auf der ich mich eigentlich gefreut habe,da es ja bergauf ging.Die Schmerzen waren genau 4.1/2 Wochen komplett weg und ich wollte anfangen die anderen Medies langsam runter zu fahren.Doch dann eines Samstags Nachmittags fing es wieder langsam an zu ziehen im Schienbein an und ich dachte Gott womit habe ich dies verdient.Zwischen der 3-4 Sprtize lies mein Arzt mir 6 Wochen Zeit Ruhe.Doch ich hielt es nicht mehr aus und rief dort an in der Praxis ob Sie mich nicht vorziehen könnten was Sie auch Taten .Also der massive Schmerz war wieder da in anderer Form und Auswirkung.Ich konnte nicht mehr auf dem rechten Bein auftreten und die Nächte waren grausam.Man konnte nur noch auf der linken Seite schlafen wenn man dies noch schlafen nennen konnte.Mein Termin für die 4 Spritze kam sehr fix am nächsten Tag schon.Und als ich es schon geahnt hätte ,verschlimmerte diese alles wieder so wie die 1 Spritze.Der Schmerz im Schienbein hat sich etwas reduziert ,aber dafür sind die krampfartigen Schmerzen in der rechten Pohälfe so stark ,das ich bald verrückt werde.

    ich möchte mich hier für meine Rechtschreibung entschuldigen,denn ich bin da kein Ass darin,aber ich hoffe es gibt ähnliche Leidensgenossen noch die hier zu dieser Seite etwas betragen können.

    Viele Grüße Benny.

  7. Anneliese Kübber sagt:

    Bekam nach 10x Akupunktur eine PRT-Spritze. Der Schmerz hielt 5 Tage an,
    ich wurde fast wahnsinnig. Lehnte aus diesem Grunde eine weitere Spritze
    ab. Allerdings haben meine Schmerzen ab Gesäß abwährts zur Zeit nachge-
    lassen.

  8. Nutzer sagt:

    Nach einem zunächst nur als “Hexenschuß” wahrgenommenen stechenden Schmerz habe ich nach meinem Hausarzt an einem Samstag den Arzt in einem Krankenhaus konsultiert der nach Ansicht von Röndgenbildern einen Bandscheibenvorfall kathegorisch ausschließen konnte. Darauf hin habe einige Zeit warten müssen bis daß ich einen Termin beim Orthopäden hatte, dann wieder bis daß ich zum MRT mußte. Hierbei erst wurde dann ein Bandscheiben-Vorfall zweifelsfrei festgestellt. Und das immerhin ganze 8 Wochen nach auftreten des stechenden Schmerzes, der mich über 8 Wochen hinweg stark am normalen Laufen hinderte so daß ich das nur mit einer Krücke konnte. Gleich nach dem MRT wurde mir als Alternative zu einer Bandscheiben-OP eine Schmerz-Therapie mit einer PRT-Spritze vorgeschlagen, da ich mich nicht gerne am Rückenmarkt operieren lassen will nachdem Bekannte von mir danach im Rollstuhl saßen.

  9. Schlurry sagt:

    Hallo

    sehr schön zu erfahren, dass die PRT Spritzen nicht besonders unangenehm sind. Das beruhigt mich dann doch ein wenig. Habe nämlich dabei nie ein gutes Gefühl und muss auch immer wegsehen.

    Bisher bin ich bei meinen Bandscheibenvorfällen immer ohne so was ausgekommen, aber man weiß ja nie.

    Dank gutem Doc und viel Glück bin ich bis jetzt immer noch an eine Operation vorbei gekommen. So eine sogenannte konservative Behandlung ist mir da auch irgendwie viel sympathischer.

    Ich hoffe mal, das es auch in Zukunft so bleibt.

    Wünsche alles Gute & viel Gesundheit

  10. Alex sagt:

    Hallo, ist das nicht Horror 5 Min lang eine Spritze tief im Hals stecken zu haben?
    Ich stelle mir vor noch zu atmen und die Nadel an der Luftröhre zu spüren???
    Wer hat Erfahrung im LWS Bereich?

  11. MISSY sagt:

    hallo alle zusammen,
    ich wünsche euch erstmal allen eine gute besserung und das alles bei euch gut läuft:)
    also mein problem ist einmal 5/6
    und 6/7 in der hws dazu noch eingeklemmte nervenwurzeln ind der wirbelsäule
    jetzt meine frage was passiert den wenn mann diePRT spritzen bekommt mit der banscheibe und wie wirkt sich die spritze aus im körper??? habe am freitag den ersten sitzungs termin und habe sehr grosse angst davor:(
    gruss missy

  12. Gerald sagt:

    Hallo, habe seit Aug. 2012 einen Bandscheibenvorfall L5/S1 in der LWS. Die Schmerzen (Nerven und Muskeln) ziehen ins rechte Bein bis zum Knöchel hinab und machen teilweise jegliche Bewegung unmöglich. Auch mir wurde die Behandlung mit PRT-Spritzen von meinem Orthopäden empfohlen und verschrieben.
    Die Behandlung ist für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kostenlos!!!!
    In Berlin gibt es jede Menge Ärtze/Praxen, die diese Behandlung durchführen können, dürfen und auch praktizieren (zb. Radiologen, Neurochirurgen, Anästhesisten).
    Sicherlich gibt es Arztpraxen die keine kassenärztliche Zulassung haben und daher mit den Kassen nicht abrechnen können. Bei denen muss man dann privat bezahlen!
    Wem das passierte, der wurde schlecht beraten und schlichtweg “ausgenommen”!
    Meine erste PRT habe ich in einem radiologischen Institut von einer Radiologin unter CT erhalten. Das Einführen der Kanüle bis in die Nähe der betroffenen Nervenwurzel erfolgte nach einer örtlichen Betäubung der Einstichstelle und war etwas unangenehm, ist aber auszuhalten. Das injezieren des Medikamenten-Mix (Cortison und Betäubungsmittel) an die Nervenwurzel war dann aber dermaßen schmerzhaft (als ob einem das gesamte betroffene Bein und der Rücken explodiert), das ich mir geschworen hatte keine weiter PRT mehr durchführen zu lassen. Hinzu kam noch, das meine Beschwerden nach dieser Behandlung sich verschlimmerten. Im nachhinein ist zu vermuten, das die Ärztin die Nadel zu nah an den Nerven geführt hatte, was zu den höllischen schmerzen während der Injektion führte.
    Inzwischen habe ich eine 4-wöchige Reha hinter mir, die auch nicht viel gebracht hat, sodass ich mich in der Rehaeinrichtung zu einer weiteren PRT-Behandlung überreden ließ. Gestern habe ich in der Rehaeinrichtung die PRT von einer Anästhesistin, unter Durchleuchtung, erhalten.
    Die Einstichstelle wurde diesmal vorher nicht betäubt, was mir anfangs angst machte – aber was soll ich sagen: Ich habe kaum gespürt wie die Nadel gesetzt wurde. Auch das injezieren des Medikaments habe ich kaum gespürt. Keine Schmerzen während der Behandlung!
    Die Behandlung war zuerst erfolgreich. Ich konnte nach über drei Monaten erstmals wieder beschwerdefrei laufen und stehen. Leider hielt die Wirkung nur bis zum Abend (ca. 9-10 Std.). Heute kann ich sagen, die Beschwerden sind schleichend wiedergekommen, auch wenn nicht mehr “ganz” so schlimm.
    Fazit:
    1.) Die PRT-Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Pflichtversicherte müssen diese Behandlung “nicht” selber bezahlen!
    Wer sich als “mündiger” Patient verhält und nicht dem erstbesten Arzt vertraut (MeinTipp: Hotline der Krankenkasse nutzen und sich dort informieren bzw. Adressen geben lassen!), der wird auch nicht von schwarzen Schafen der Arztzunft als Melkkuh benuzt!!!
    2.) Die PRT-Behandlung kann bei jedem Patienten anders verlaufen (schmerzhaft/schmerzfrei) und auch unterschiedliche Erfolge erzielen. Wichtig erscheint mir auch, von wem man sich die Spritze setzen läßt. Hier muss man auch etwas Glück haben!

  13. habe zum ersten mal in 2001, dann in 2003 und 2006 je 6 spritzen bekommen. jetzt in 2009 habe ich die 3. spritze frisch hinter mir. aktuelle beurteilung der ärzte vor dieser jetzigen anwendung: \”protrusionen bei engem spinalkanal L3/4 und L4/5. linksbetonte protrusion L5/S1 mit tangierung der linksseitigen nervenwurzel\”. wie oft kann so eine prt-spritzkur ohne gesundheitliche folgeschäden gemacht werden?

  14. Sabine sagt:

    Hallo,
    hatte 2002 mein ersten Bandscheibenvorfall gehabt und dann kamen noch 2 dazu.
    Erst kamen Reha dann die ersten PRT Spritzen 2008 . Die erste OP kam März 2009
    L5/L4 dort hat man mir ein Coflex eingesetzt . Dies hielt gerade mal ca 4Wochen ohne Schmerzen an , dann hat man mit einer Schmerztherapie versucht dabei bin ich kollabiert und mussten aufhören. Dann kam die 2te OP Oktober 2009 da ht man mich versteift S1/L5 mit 2 Stangen und ich hatte wieder Spass am leben .
    Anfang letztes Jahr (2012) fing an meine Hüfte weh zutun ,ich dachte auch es sei meine Hüfte aber leider ist es wieder die LWS und die ganze gab man mir Tabletten und nichts passierte . Im Dezember meinet dann mein Orthopäde entweder ins Krankenhaus und eine Schmerztherapie oder die PRT Spritzen . Habe mich dann für die PRT entschieden . Bin echt froh ,dass ich mich dafür entschieden habe . Nach der 2ten war ich nicht ganz aber bedeuten weniger Schmerzen . Gestern war die 5ten und bin schon Schmerzfrei . Hammer ich kann wieder Teil haben am Leben .
    Eigentlich habe ich noch mehr Probleme , eine Prothese an der HWS 6/7 und an beiden Knie eine OP wo man mir schon sagte ,dass da neue Kniegelenke rein sollen .
    Aber solange es noch geht lasse ich es so ,manchmal sind Probleme da aber ich mache das schon. Habe auf all das meine Unfähigkeitsrente ,dar mein Beruf nicht mehr ausführen . Das heißt nicht lange stehen und sitzen . Mein Leben geht trotzdem weiter .
    LG

    Sabine

  15. Gesa Lockau sagt:

    Hi Fabian,
    Danke für deine Aufklärung über die PRT Spritzen, war ganz glücklich als ich deine Seite gefunden habe. Muss mal jetzt mal schauen, ob es hier in S auch so einen Arzt gibt. Momentan bin ich auf Cortison und warte erst einmal ab, ob der 3/4/5/6 besser wird. Jedenfalls bin ich gewappnet, sofern mir mein Orthopäde dies vorschlagen sollte. OP sage ich auch erst einmal “Nein, Danke.”

    Dir alles Gute und einen schmerzfreien Rücken.
    Gesa

  16. Angelika sagt:

    Hallo,
    mein Orthopäde hat ein Bandscheibenvorfall L5/S1 festgestellt.
    Er hat mir nun eine PRT Behandlung empfohlen.
    Meine Schmerzen sind nicht so fürchterlich und ich kann es auch ohne Medikamente
    noch aushalten.
    Meine Frage ist also, ob es vielleicht sinnvoller ist die Behandlung jetzt noch nicht machen zu lassen sondern lieber warten bis es schlimmer wird?
    Gruß Angelika

  17. Micha sagt:

    Hallo,

    ich wohne in Düsseldorf und habe seit vielen Jahren Rückenprobleme.
    Zuerst “nur” Bandscheibenvorwölbungen und jetzt durch einen Radiologen die gesicherte Diagnose von 3 Bandscheibenvorfällen.
    Ich habe dann im Oktober und Dezember 2012 leweils rechts und links LWS5/S1 eine PRT Spritze erhalten. S U P E R!!!!!
    Muss jetzt nach 6 Monaten wiederholt werden aber ich habe kann es nur empfehlen.
    Bei uns in Düsseldorf macht das u. a. die Radiologische Praxis am Hauptbahnhof über Kassenabrechnung.
    Mein Tip: gebt in Goole Radiologie ein, sucht Euch die Praxen in der Nähe, öffnet die Homepage und wenn diese Praxis Interventionelle Schmerztherapie anbietet ruft an!

    Viel Erfolg:-)

    Micha aus Düsseldorf

  18. Franz-Josef Reuke sagt:

    Hallo Fabian,
    Ich gehöre zu den Leuten die auch sehr skeptisch sind, gerade gegenüber unseren
    Halgöttern in Weiß. Nach dem Motto das einzige was wirklich hilft
    ist Creme gegen Fusspilz.
    Also zur Sache:
    Die PRT Spritze hat mir wirklich o Wunder sehr geholfen, nach 2 Spritzen
    ist das Taubheitsgefühl im Fuss und die Schmerzen im Bein kaum
    noch zu spüren.
    Ich kann die PRT Spritze klar empfehlen.

    Gruß
    F.J.Reuke

  19. Silke sagt:

    Bei mir wurde eine PRT bereits vor 10 Jahren das erste Mal gemacht,wobei mir ca. 6 Jahre Schmerzfreiheit zugesagt wurden.Die Kosten für alle 6 Spritzen wurden von der Kasse übernommen.Den ersten BS-Vorfall hatte ich vor 16 Jahren,der in Bad Berka operiert wurde,und ich konnte am nächsten Tag schmerzfrei aufstehen,wobei man in verschiedenen Berichten lesen kann,dass eine PRT bei operierten Patienten nicht gemacht wird.Kommt sicher auf den Radiologen an.Leider ist es seit diesem Jahr so,dass man eine Überweisung von einem Schmerztherapeuten braucht, dieser stütz sich auf das MRT und die Blutwerte,die unbedingt erforderlich sind.

  20. hilli sagt:

    Hallo zusammen ich bekomme auch am 18,11. diese spritzen beim mrt haben die àrzte festgestellt das ich spinalkanal sterio habe,muss zum ct mit kontrastmittel habe richtige angst davor , das es sehr wehtut.Muss dann ein tag im KH bleiben.

  21. Fabian sagt:

    Hallo Erhan,
    nein, noch alles beim alten :( Habe einen Bandscheibenvorfall an der LWS.
    Gruß, Fabian

  22. Erhan sagt:

    Hallo Fabian,
    machst mir ja gut Mut oder eher gesagt schrecken :-)

    Habe einen 2fachen Banscheibenvorfall L5 Prolaps, l4 macht sich noch nicht bemerkbar. War heute wieder beim Radiologen, so wie es aussieht ist es seit November schlechter geworden, werden es nächste Woche mit den PRT Spritzen probieren. Bin mal gespannt wie es sich bei mir auswirkt.

    Darf ich fragen ob du einen Prolaps oder Protusion hattest?

    Gruß
    Erhan

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