Bandscheiben OP – Erfahrungsbericht

Am 08.04.2013 habe ich mich einer OP an der Bandscheibe unterzogen. Da ich weiß, dass viele Menschen tagtäglich vor der schwierigen Entscheidung stehen, sich für oder gegenen eine Bandscheiben OP zu entscheiden, möchte ich hier ausführlichst meine Erfahrungen mit der OP aufschreiben.

Dieser Erfahrungsbericht wird regelmäßig aktualisiert, so dass er Langzeiterfahrungen mit der OP ( > 1 Jahr) beinhaltet. Der Bericht soll anderen Betroffenen bei der Entscheidungsfindung helfen, kann diese aber natürlich niemanden abnehmen. Dies hier sind meine (!) Erfahrungen, jeder Körper reagiert anders.

Inhalte in diesem Erfahrungsbericht zur Bandscheiben OP

  • Ich & die Bandscheibe – Kurzabriss meiner Krankheitgeschichte
  • OP Ja oder Nein? Wie entscheide mich bloß…
  • Meine Indikatoren für die OP
  • Die gewählte Eingriffsmethode
  • Der Tag der OP
  • 1. Tag danach der OP
  • 2-4. Tag nach der OP
  • 2 Wochen nach der OP
  • 3 Monate nach der OP
  • Wie verhalte ich mich nach einer Bandscheiben-OP?
  • Fazit für alle, die vor einer Bandscheiben OP stehen

Ich & die Bandscheibe – Kurzabriss meiner Krankheitgeschichte

Wär die detaillierte Version meiner „Story“ lesen möchte, kann das hier tun.
Anbei mal die harten Fakten, die dann natürlich auch im Prozess der Entscheidungsfindung mitwirkten.

Der Vorfall:

  • Symptome eines Bandscheibenvorfalles seit 2008
  • erstmalige Diagnose „Bandscheibenvorfall“ per MRT 2012
  • LWS L5 / S1, sequestrieter Bandscheibenvorfall, 3-4mm, mit Druck auf den Nerv
  • leichte Nervenschädigung wurde per EMG festgestellt

Die Symptome:

  • Ziehender / stechender Schmerz im linken Bein
  • Schmerzintensität variiert, oft schmerzfreie Tage, andere Tage so schmerzintensiv, das selbst Schmerzmittel nicht halfen
  • Eingeschränkte Bewegungsfreihheit (Bücken ohne Schmerzen war niemals möglich)
  • Fußheberschwäche, teilweise unsicheres Gefühl im Bein

Die bisherigen Therpapie-Formen

OP Ja oder Nein – wie entscheide ich mich?

Grundsätzlich steht jeder mit einem Bandscheibenvorfall, der nicht unter Symptomen mit eindeutiger OP-Indikation (Lähmungen, Blasen- Darmausfälle) leidet, vor einer schwierigen Entscheidung: Abwarten, ob sich der Vorfall noch von selbst heilt bzw. mit den Schmerzen leben um kein OP-Risiko einzugehen oder eben operieren lassen, mit der Hoffnung, dass man danach beschwerdefrei ist, aber im Hinterkopf habend, dass die postoperativen Symptome auch schlimmer sein können.

Und grundsätzlich haben ja Bandscheiben-OPs nicht wirklich den besten Ruf…

Zum jetzigen Zeitpunkt hätte bei mir aus „Nerven-Sicht“ auch nicht operiert werden müssen, zu beachten ist aber natürlich, dass dies der Status-Quo ist. Wenn der Nerv noch weitere Jahre gedrückt wird, kann es natürlich auch irgendwann zu dauerhaften Nervenschäden kommen. Dies muss man sich bei der Entscheidung immer bewusst sein. Nur weil man jetzt noch kein Lähmungen hat, heißt es ja nicht, dass es nicht in ein paar Jahren mal der Fall sein kann. Und dann? Not OP? Für mich war es nach Jahren mit dem Gewissen leben, dass irgendwann mit dem Nerv mal was nicht stimmen könnte, vor allem eine physische Sache. Wer will denn dauerhaft mit dem Wissen leben, dass da gemütlich die Bandscheibe auf einen wichtigen Nervt drückt und den dauerhaft schädigen kann? Ich konnte das nicht mehr. Zu beachten ist auch, dass es sich bei mir um einen richtigen Vorfall handelte, und nicht bloß um eine Verwölbung.

Das erste Argument für ei, ne Bandscheiben OP war also eher psychischer Natur bei mir. Mit den Jahren macht einen das wirklich fertig – nicht nur wegen der Schmerzen, sondern das andauernde Leben mit dem Vorfall. Ich hatte es satt, morgens aufzustehen und als erstes daran zu denken „Na, was treibt die Bandscheibe heute so? Wirds ein guter Tag oder ein schmerzhafter Tag?“ – das macht macht man paar Monate mit, vielleicht auch 1-2 Jahre, weil man in der Zeit noch Hoffnung hat, dass der Körper das schon irgendwie regelt, aber nach knapp 4 Jahren hat man’s einfach satt, so ich zumindestens.

Meine Indikatoren für eine OP

  • schwerer Bandscheibenvorfall
  • Dauer das Bandscheibenvorfall ( > 4 Jahre)
  • Angst vor dauerhaften Nervenschäden
  • psychische Last, Verlust von Lebensqualität

Die gewählte OP Methode

Wer sich detailliert über die verschiedenen Operations-Methoden informieren möchte,
dem empfehle ich dieses Buch.

Bei mir wurde ein offener Eingriff vorgenommen, da laut Arztaussage bei meinem Vorfall auch keine andere Methode möglich sei. Ich muss im Endeffekt auch sagen, dass mir die Methode egal war, da ich bei dem operierenden Arzt einfach ein gutes Gefühl hatte. Das war mir wichtiger, als jetzt als Laie zu hinterfragen, welche Operationmethode denn nun die beste sei.

Die Angst vor der OP

Aus Foreneinträgen in entsprechenden Foren weiß ich, dass wirklich viele sehr großen Respekt vor dieser Op haben.  Eine Op am Rücken ist halt eine Op am Rücken. Es wird unmittelbar an wichtigen Nerven operiert. Keine schöne Vorstellung.

Jeder, der vor dieser Entscheidung steht, hat Ängste. Das ist völlig normal. Man muss halt das Risiko im Verhältnis zu seiner jetzigen Situation vor der OP sehen.

Zugegeben, für mich war die Entscheidung, die ich hier zu treffen hatte, mit einer der schwierigsten in meinem Leben. Der Arzt sagt ja nicht „man muss hier unbedingt operieren“, sondern „man sollte“… und betont zugleich „Die Entscheidung wird Ihnen keiner abnehmen“. Tja. Da steht man nun. Abwarten, mit den Symptomen weiterleben? Bis irgendwann der Nerv komplett kaputt ist? Das Risiko einer OP eingehen, die eventuell auch einen schlechteren Zustand als den jetzigen Hervorrufen kann?

Ich habe mir, um mit der Angst besser umzugehen, folgende Fragen gestellt:

  • Was wäre meine Alternative zur OP? Alle anderen Maßnahmen haben nicht geholfen
  • Will ich den Rest meines Lebens mit diesen Schmerzen leben?
  • Kann ich mit dem Gedanken weiterleben, dass da permanent die Bandscheibe auf den Nerv drückt und dieser irgendwann vielleicht dauerhaft geschädigt wird?
  • Welche Chancen bietet mir eine OP? Ich habe die Möglichkeit auf  eine höhere Lebensqualität

Offensichtlich habe ich mich dann für die OP entschieden, auch wenn das locker 3-4 Monate gedauert hat, ich zwischenzeitig noch 2 Mal bei dem Arzt mit meinen Fragen war und mir natürlich auch eine Zweitmeinung eingeholt hatte. Ruckblickend muss ich sagen, dass die „Zeit der Entscheidung“ die schlimmste war..

Der Tag der OP

Nervös war ich, oh ja. Um ehrlich zu sein, war ich noch nie zu nervös in meinem Leben. Immerhin hat man sich für diese OP selbst entschieden und somit hat man alle Konsequenzen seiner Entscheidung auch selbst zu tragen.

Ins Krankenhaus musste ich um 8h, die OP war ursprünglich für 9h geplant. Dann der erste Schock: Der OP-Plan wurde geändert und ich sollte erst gegen 17h dran sein. Da man nervlich eh schon recht weit unten war, war es natürlich weniger schön, noch 8 Stunden im Krankenhaus zu warten, auf die OP. Nach Hause durfte ich nicht mehr..

Letztendlich ging es etwas früher los, circa 16h. Beruhigungsmittel rein, Narkose, zurück in der Welt war ich dann wieder gegen 19.30.

Mein Erste Handlung nach der OP: Ich habe getestet ob ich meine Beine, Zehen usw. noch bewegen kann. Und ja, es ging! Erste Erleichterung.

Am Abend der OP hatte ich noch extremen Hunger, so dass ich noch  – am Tropf hängend – was gegessen hatte. Ich war erstaunlich fit, hätte gedacht, dass die OP mich mehr umhaut. Die ersten spürbaren Schmerzen kamen dann nachts gegen 2h, als die Schmerzmittel nachließen.. aber ich muss sagen, dass es echt aushaltbar war. Klar, der Rücken tat weh, jede kleine Bewegung im Bett tat weh, aber die Schmerzen, die mir der Druck der Bandscheibe auf den Nerv verursacht hat, fand ich weitaus schlimmer. Nervenschmerzen und Schmerzen durch eine OP (Wundschmerzen usw.) sind halt zwei verschiedene Welten.

Kurzum: Ich musste mir nachts nicht mal neue Schmerzmittel „nachordern“, habe sogar noch SMS nachts geschrieben, weil ich nicht schlafen konnte.

Ich war also die Stunden nach der OP wirklich sehr  positiv überrascht, ich hätte mir das alles sehr viel schlimmer vorgestellt.

Der erste Tag nach der OP

Nach einer recht schlaflosen Nacht, was aber nicht an der OP, sondern an der nächtlichen Geräuschkulisse in dem 4-Bett-Zimmer lag, kam morgens der Onkel Doktor ans Bett. Die OP lief gut. Demnächst soll ich dann auch mal aufstehen, in Begleich einer Krankenschwester.

Das erste Aufstehen. Oh ha. Alleine das Bewegen im Bett war schon recht schmerzhaft, irgendwie musste ich ja von der Rückenlage zur Seite ans Bett kommen 😉 Ich hab’s dann geschafft, das Aufstehen an sich war natürlich auch recht schmerzhaft… und Stehen konnte ich noch nicht lange, da is mir dann der Kreislauf nach ein paar Schritten zusammengeklappt. Also hab ich mich noch mal hingelegt und bin vor Erschöpfung auch noch mal eingeschlafen.
Paar Stunden später kam dann eine Physiotherapeutin ans Bett, die hat dann nicht locker gelassen und ist mit mir ein paar Schritte gelaufen. Einfach war es nicht, aber es ging.
Schmerzhaft war es auch, klar.

Den weiteren Tag habe ich eigentlich fast nur gelegen, auf Grund der Schmerzmittel war ich im Liegen auch recht schmerzfrei. 1 bis 2 Mal bin ich noch aufgestanden um ein paar Schritte zu gehen, wollte mir am ersten Tag der nach OP aber auch nicht zu viel zumuten.

2. – 4. Tag nach der OP

Die ersten Tage nach der Op gingen immer ein Stückchen besser. Zwar war die Bewegung natürlich noch extrem eingeschränkt, aber das Laufen ging immer etwas besser. Natürlich habe ich mich da nur langsam gesteigert – erst ein paar Schritte durchs Zimmer, und irgendwann habe ich mich dann auch mal auf den Flur gewagt 😉

Grundsätzlich muss ich sagen, dass es mir körperlich nach der OP verhältnismäßig gut ging. Ich hatte vor Jahren schon mal eine andere Operation, bei der ich nach der OP tagelang eigentlich nur geschlafen habe und fertig war, nach der Bandscheiben OP war ich eigentlich recht fitt.

Die ersten Tage mal zusammengefasst:

  • Schmerzen waren erträglich, im Liegen fast schmerzfrei
  • jegliche Bewegungen waren schmerzhaft
  • Laufen ging Tag für Tag etwas besser, war aber natürlich noch meilenweit von „normalem“ Laufen entfernt
  • Körperich ging es mir gut, war fit, kaum erschöpft, was auch zum Nachteil hatte, dass ich bei vollem Bewusstsein die Langeweile im Krankenhaus ertragen musste

Der erste Tag zu Hause (4. Tag nach der OP)

Am 4. Tag nach der OP ging es nach Hauseendlich! Einige Hürden gab es aber: Das Treppensteigen und natürlich die Fahrt nach Hause mit dem Auto (logischerweise wurde ich abgeholt, aber das Sitzen ist natürlich nicht so ideal).

Treppensteigen: Den Tag vor der Entlassung habe ich das Treppensteigen noch mal im Krankenhaus geübt, da ich ja irgendwie in meine Wohnung kommen müssen. Es war zwar etwas mühsam, aber es ging.

Auto fahren: Vom Krankenhaus nach Hause waren es circa 30 Minuten. Das Sitzen im Auto war doch recht unangenehm. Wer eine längere Strecke zurücklegen muss, sollte wohl definitiv Pausen machen. Auch sollte das Auto etwas geräumiger sein, alleine das Einsteigen ist ja nicht ganz so einfach.

War natürlich ein schönes Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Aber man sollte beachten, dass man nicht alleine zu Hause ist, da man doch sehr eingeschränkt ist und häufiger Hilfe braucht.

Womit hatte ich die Tage nach der Op im Alltag Probleme?

  • Socken anziehen, Hose anziehen usw.
  • Jegliche Sachen, die auf dem Boden liegen, sind quasi unerreichbar, da Bücken nicht geht
  • im Haushalt kann man quasi nichts machen (Geschirrspüler einräumen? Wie denn?)
  • Körperpflege (ist halt alles etwas umständlicher)

Naja, usw. Man ist die ersten Tage wirklich eher ein „Zombie“ mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Bewegungen, die sonst ohne großartig nachzudenken durchgeführt wurden,  funktionieren auf einmal nicht. Aber: Wenn man mal in den Schmerz zurück gedenkt, dem einen der bedrängte Nerv davor verursacht hat, is das locker zu schaffen. Alles halb so wild. Leute, die am Knie operiert wurden, sind ja auch Wochen oder Monate sehr eingeschränkt.

Inwiefern die OP den Nervenschmerz genommen hat, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen, da  noch andere Schmerzen da sind und ich noch Schmerzmittel nehme. Ein leichtes Ziehen ins Bein verspüre ich hin und wieder noch, was aber nicht ungewöhnlich ist, es kann eine ganze Weile dauern, bis sich das legt. Aber richtig intensive Schmerzen im Bein, wie ich sie vor der OP häufiger hatte, konnte ich bisher noch nicht feststellen, was natürlich sehr schön ist 🙂 Gespannt bin ich dann, wenn die Wunden verheilt sind, ob ich mich irgendwann mal wieder schmerzfrei Bücken kann.. man wird’s sehen! To be Continued!

 Die weiteren Phasen noch der OP, Reha usw. werde ich dann hier mit der Zeit ergänzen!

Die 2. Woche nach der OP

Diese Ergänzung hier schreibe ich 13 Tage nach der Op. Und ich muss sagen, ich bin mit dem bisherigen Verlauf wirklich sehr zufrieden. Die Tage nach der OP bin ich noch gelaufen wie ein Zombie, heute laufe ich schon wieder recht rund. Natürlich noch nicht 100%ig, aber ich denke mal in einer Woche sollte sich der Normalzustand eingestellt haben.

In der zweiten Wochen konnte ich tagtäglich Verbesserungen wahrnehmen – jeden Tag ging alles etwas runder und schmerzfreier. Angefangen beim Aufstehen im Bett. Was vor einer Woche noch ne recht schmerzhafte Angelegenheit war, geht heute schon wieder nahezu schmerzfrei. Auch den Alltag meistere ich sehr viel besser, Anziehen, Duschen und so weiter geht mittlerweile wieder ganz gut.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich wirklich straight an die empfohlene Ruhephase nach der OP halte. Ich habe auch in der 2. Wochen nach der OP versucht die Bandscheibe so wenig wie möglich zu belasten – soll heißen, dass ich zu 80 % liege. Das Sitzen habe ich nahezu komplett vermieden, nur in Ausnahmefällen (Fahrt zum Arzt o. ä.). Ok, mittlerweile gönne ich mir den Luxus wieder im Sitzen zu Essen, das habe ich bisher aber nicht gemacht, da ich auch gespürt habe, dass mir Sitzen nicht wirklich gut bekommt.

In der zweiten Woche bin ich komplett ohne Schmerzmittel ausgekommen. Der Wundschmerz war anfangs natürlich noch da, dieser hatte sich auch etwas verstärkt. Allerding: Nach dem Fädenziehen (vor 3 Tagen) ist er nahezu komplett verschwunden.

Und nun das wichtigste, was wohl auch die meisten interessieren wird: Wie sieht es mit den Nervenschmerzen aus? Bis Mitte der 2. Woche hatte ich noch deutliche Schmerzen im Bein, nicht permanent, aber immer wieder Mal. Mein Arzt meinte auch, dass dies völlig normal sei. Seit 3 Tagen sind die Nervenschmerzen nun komplett weg, was für mich schon ein kleines Wunder ist und ich hoffe natürlich, dass dieser Zustand lange anhält, möglich doch für immer 🙂 Aber man sollte realistisch bleiben: 2 Wochen nach der OP kann man noch keine verlässlichen Aussagen über den OP-Erfolg treffen, dafür ist es noch zu früh.

Erwähnenswert ist auch, dass ich, obwohl die OP noch nicht wirklich lange her ist, mein linkes Bein schon besser belasten kann also die Jahre vor der OP. Jahrelang habe ich mein linkes Bein geschont, beim Stehen immer automatisch das rechte Bein belastet. Und jetzt? Ich stehe ganz normal auf beiden Beiden.

Ich bin also nachwievor sehr positiv gestimmt. Kann mich über den bisherigen Verlauf wirklich nicht beklagen, hätte gedacht, dass sich das alles sehr viel mehr in die Länge zieht.
Aber natürlich muss man noch Geduld haben und weiterhin auf seinen Körper achten – für die nächsten Wochen und Monate.

Das schlimmste an der Zeit nach der Bandscheiben OP waren für mich übrigens nicht Schmerzen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit etc. etc. , sondern die Langeweile! Körperlich war ich ja fit, habe mich ja nicht krank oder schlapp gefühlt, und trotzdem musste ich liegen, liegen, liegen. Da wird man dann in der 2. Woche schon leicht wahnsinnig. Aber nun ja, so ist das halt… Wenn man daran denkt, was man die letzten Jahre so durchgemacht hat, hat man auch genug Motivation um die nötige Disziplin aufrechtzuerhalten, damit sich ein möglichst großer Behandlungerfolg einstellt.

Die Strecken, die ich laufen kann, sind übrigens auch immer länger geworden. Habe da auch wieder gemerkt, dass man auf seinen Körper hören muss. Irgendwann gehts dann nicht mehr. Man merkt auch deutlich, dass die Muskeln die Belastung nicht mehr gewöhnt sind.

3. Woche nach der OP

In der dritten Woche nach der OP began meine Narbe etwa feucht zu werden. Da man ja immer nicht weiß, ob das eine Entzündung ist und im Rückenbereich so eine Entzündung natürlich nicht so vorteilhaft ist, bin ich auch gleich zum Arzt, nachdem die OP-Narbe schon einige Tage feucht war. Glücklicherweise ist alles ok, kam wohl vom Fäden ziehen..

Jetzt so ziemlich genau 3 Wochen nach der OP ist die Narbe auch komplett zu.

Die Schmerzen sind mittlerweile nahezu komplett weg. Kein Wundschmerz mehr, keine Nervenschmerzen. Wunderbar. Ich laufe auch wieder fast normal. Aber nach wie vor muss man bedenken, dass ich mich die Wochen wirklich sehr geschont habe und dies natürlich nicht den normalen Lebensumständen entspricht (ich sei denn, ich gewinne irgendwo eine Sofort-Rente, dann kann ich das mit dem ganztägigen „im Bett-Liegen“ weiterhin durchziehen ;-)) Mein jetziger Zustand ist aber bereits besser als vor der OP – und ich hoffe natürlich stark, dass dieser Zustande lange anhält.

Ende der dritten Woche begann mein erster Reha-Tag. Ich habe mich für eine ambulante Reha entschieden. Einen Bericht zu dieser Reha und wie sich mein Zustand dort entwickelt hat, lagere ich dann in einen eigenen Bericht aus.

3 Monate nach der OP

So, die OP ist jetzt ziemlich genau 3 Monate her. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.Die 3-wöchige Reha ist ebenso überstanden und seit einem Monat bin ich wieder im Berufsleben – endlich!

Die Reha an sich war sicherlich gut, es wurde einem noch mal wiederholte Male ins Gewissen geredet, wie man mit einem operierten Rücken leben muss. Soll heißen: Sport, Bewegung & rückengerechtes Verhalten. Wenn man wieder in seine alten Verhaltensmuster zurückfällt, findet man sich in ein paar Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der nächsten Reha wieder.

Rein vom Gefühl her war die Reha für mich aber etwas früh angesetzt, die Belastung dort ist schon sehr hoch. Da liegt es dann an einem selbst, Übungen und Kurse auch auszulassen. Kurz nach der Reha hatten auch die Schmerzen wieder bei mir angefangen, das klassische Ziehen ins Bein. Da waren die Sorgen wieder groß. Laut Reha-Arzt ist dies relativ normal, eine Therapeuthin meinte zu mir, ich sollte mich jetzt definitiv weiterhin bewegen und Sport machen. Ich hielt es aber eher für richtig, dass ich mich noch mal eine Woche nach der Reha schone, bevor ich wieder arbeiten gehe. Dies habe ich auch getan – noch mal eine Woche viel gelegen, wenig gesessen, aber natürlich gelaufen usw. Und siehe da – es wurde auch wieder besser.

Heute, 3 Monate nach der OP, bin ich komplett schmerzfrei. So richtig glauben kann ich es noch nicht, es ist quasi ein völlig neues Leben. Mein Verhalten war über die Jahre schon so auf Schmerzvermeidung konditioniert, dass ich jetzt erst merke, wie sehr mich das alles eingeschränkt und belastet hat. Ich versuche noch heute Bewegungen unterbewusst zu vermeiden, weil ich mit diesen jahrelang Schmerzen assoziiert habe – das muss ich jetzt aber gar nicht mehr! 🙂
Also ich zum abschließenden Gespräch bei meinem Operateur letzte Woche war, meinte ich zu ihm „Ich hätte es letztes Jahr nie für möglich gehalten, dass ich jemals diesen Zustand in meinem Leben wieder haben werde, wie ich ihn jetzt habe“. Das sagt wohl alles aus. Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten, jemals wieder schmerzfrei zu sein, da Schmerzen eben schon zum Leben & Alltag gehörten.

Aber: Ich bin nach 3 Monaten natürlich noch nicht 100%ig fit. Bücken geht noch nicht so reibungslos, die Bewegungungne sind noch nicht so rund, wie sie sein sollten. Hin und wieder macht sich das Bein auch noch mal bemerkbar, nicht unbedingt durch Schmerzen, aber man merkt halt, dass das alles noch nicht richtig verheilt ist.

Ich schone mich auch nach wie vor. Versuche extrem langes Sitzen zu vermeiden. Und trage nach wie vor keine schweren Lasten. Eine Einkaufstüte traue ich mir mittlerweile zu, aber den Wasservorrat o. ä. muss weiterhin die Freundin in die Wohnung schleppen 😉  Nach zu intensiven Belastungen macht sich die Bandscheibe auch recht schnell bemerkbar.

Sport habe ich natürlich auch in meinen Alltag integriert. Das ist absolute Pflicht. Weiterhin habe ich mir noch Reha-Sport verschreiben lassen.

Ich bin mit dem bisherigen Erfolg der OP absolut zufrieden, und ich bereue die Entscheidung keinesfalls. Egal, was die Zukunft bringt, alleine die bisherige schmerzfreie Zeit war es für mich schon wert, sich der OP zu unterziehen. Die Steigerung der Lebensqualität ist schlicht nicht in Worte zu fassen, wenn man jahrelang unter diesen eckligen Nervenschmerzen gelitten hat.

Wie verhalte ich mich nach einer Bandscheiben OP?

Grundsätzlich gilt natürlich: Die Wirbelsäule muss geschont werden. Wie sehr man sich jedoch schonen muss, darüber gibt es – wie so oft im medizinischen Bereich – verschiedene Ansichten. Ich habe meine Erfahrungen, häufige Fragen usw. zu diesem Thema mal in einen eigenen Artikel „ausgelagert“ – Verhalten nach einer Bandscheiben OP.

Fazit zum Thema Bandscheiben OP

An dieser Stelle möchte ich stichpunktartig noch mal ein paar Hinweise geben, die die Entscheidungsfindung eventuell etwas erleichtert und auch die Angst vor der OP etwas nehmen. Nur will ich auch noch mal an dieser Stelle betonen: Ich bin weder Arzt noch Experte, alles, was ich hier schreibe basiert lediglich auf meinen Erfahrungen!

  • Informiere dich zum Thema Bandscheibenvorfall, es gibt gute Bücher, die die Thematik verständlich erklären. Ich habe leider erst viel zu spät damit angefangen, mich etwas mehr in die Materie einzulesen (ein bisschen „hin und her googlen“ ist nicht die geeignet Methode um sich Wissen über seine Krankheit an zueignen). Wäre mir vorher bewusst geworden, dass ich einen recht heftigen Vorfall habe, hätte ich die OP vielleicht nicht so lange aufgeschoben
  • Hör auf dich durch das Lesen von Forenbeiträgen, Erfahrungsberichten usw. verrückt zu machen. Ja, es gibt zahlreiche OPs an der Bandscheibe, die schief gelaufen sind. Wie bei allen OPs! Ich will nicht damit sagen, dass das Risiko zu unterschätzen ist, aber wenn man Angst vor etwas hat, wird man im Internet genug Berichte finden, die einem diese Angst bestätigen. Grundsätzlich wird man immer mehr Berichte über schlecht gelaufene Ops finden als über gute OP-Verläufe. Jemand, der schlechte Erfahrungen gemacht hat, hat ein ganz anderes Mitteilungbedürfnis, muss sich weiterhin mit der Erkrankung beschäftigen usw. Die, die die OP gut überstanden haben, sind froh keine Schmerzen mehr zu haben, wollen wieder ein normales Leben führen und werden wohl eher seltener denken „Mensch, jetzt muss ich aber auch nochmal einen Erfahrungsbericht veröffentlichen, mir gehts ja so super, das sollen alle wissen“
  • Die Entscheidung für oder gegen eine OP wird einem niemand jemals abnehmen – wichtig ist es aber, irgendwann überhaupt mal eine Entscheidung zu treffen. Dieser „Schwebezustand“, ob man sich dafür oder dagegen entscheidet, ist unerträglich
  • Wähle einen Arzt, dem du aus dem Bauch heraus vertraust! Grundsätzlich: Höre (auch) auf dein Bauchgefühl! Wir sind hier alles keine Mediziner, ob eine OP sein muss oder nicht, wird man selbst nach Faktenlage nie so richtig beurteulen können. Deswegen halte ich es für wichtig, dem Arzt, der zur OP rät, zu vertrauen.
  • Zweitmeinung einholen! Gar kein Frage. Nicht nur auf das Urteil von einem Neurochirurgen vertrauen, so gut er auch sein mag. Immer auch noch eine Zweitmeinung einholen, dazu rät eigentlich jeder, sogar die Krankenkasse hatten mir dazu geraten.
  • Und das wichtigste zum Schluss: POSITIV DENKEN! Die Psyche hat einen beträchtlichen Einfluss auf Krankheitverläufe, das missachten viele.
  • Was ich ganz vergessen habe, vermutlich noch viel wichtiger: Bevor man eine OP überhaupt in Betracht zieht, sollte natürlich alles andere vorher ausprobiert werden! Bei einer OP wird schließlich dauerhaft ein Stück Bandscheibe rausgeschnitten, das ist dann weg. Somit ist auch die ganze Wirbelsäule etwas instabiler. Wenn es Möglichkeiten gibt, die Bandscheibe „zu retten“, sollte dies immer probiert werden.

Empfehlenswerte Bücher zum Thema Bandscheiben OP

In diesem Buch gibt es ein eigenes Kapital, welches u. a. auf die verschiedenen Op-Methoden eingeht, und natürlich auch auf die Indikationen für eine Bandscheiben-Op.

Bandscheiben-Leiden - Was tun?: Mit den besten Übungen für den Alltag
25 Bewertungen
Bandscheiben-Leiden - Was tun?: Mit den besten Übungen für den Alltag
  • Dr. med. Paul Th. Oldenkott, Dr. med. Wolf Dr. Scheiderer, Dr. med. Andreas Weidner
  • Goldmann Verlag
  • Taschenbuch: 288 Seiten

Hier gibt es die Langzeit-OP Berichte:

Hilfsmittel nach einer Bandscheiben-OP

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Dinge empfehlen, die man sich vor einer OP anschaffen kann, um die Regeneration etwas „anzuschieben“.

Der Bandscheibenwürfel

Da man längere Zeit liegen muss, ist es schon ganz angenehmen, wenn man im Bett anwinkeln kann. Muss natürlich jeder selbst gucken, ob die Stufenlagerung gut bekommt.

fulcio544 STUFENLAGEWÜRFEL 50x45x40 cm, orig. Skai-saphirblau
20 Bewertungen
fulcio544 STUFENLAGEWÜRFEL 50x45x40 cm, orig. Skai-saphirblau
  • ausgezeichnete Körperlagerungseigenschaften (z.B. Bandscheibenentlastung)
  • fulcio - die professionelle Therapieausführung - Made in Germany
  • konzipiert für den Einsatz in Praxis, Klinik und Privatbereich - PZN 2001133
  • pflegeleicht, hygienisch und hochwertig gearbeitet
  • der original Skaibezug in saphirblau wirkt beruhigend und entspannend

Keltican Forte zur Regeneration der Nerven

Dieses rezeptfreie Medikament soll die Regeneration der Nerven stärken, welche nach einem Bandscheibenvorfall oft angegriffen sind (mehr Infos hier: Keltican Forte )

KELTICAN FORTE 40St 1712263
10 Bewertungen

 


Artikelbewertung:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (7 votes, average: 4,00 out of 5)
Loading...
Hinterlasse gerne deine Erfahrungen & Kommentare. Bei umfangreichen Fragen, benutze bitte das Bandscheiben Forum.

73 Kommentare zu “Bandscheiben OP – Erfahrungsbericht

    • Hallo Fabian, habe Deinem Bericht viel entnommen. Ich bin schon älteren Jahrgangs, erst seit 5 Wochen habe ich unsägliche Schmerzen im LWS, die erste MRT brachte wenig. Nach einem Ägyptenurlaub ging nichts mehr, ins Flugzeug kam ich mi einem Hubwagen, zu Hause gleich ins Krankenhaus, gleich MRT, Ergebnis: große Verengung und Schwellung des Spinalkanals, viele Betäubungstabletten, heute Vorstellung beim Spezialisten, am 21.1.14 OP! Die 2 Wochen werde ich überstehen! Danke nochmals! Mit freundlichen Grüßen peter

  1. Hallo Fabian! Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine eigene… Habe seit Jahren Schmerzen im Rücken, beim Bücken, Laufen, Stehen, Sitzen. Seit Februar sind die Schmerzen akut gewesen, Ibu 800 half nicht mehr, sitzen ging gar nicht. Also Röntgen. Nun ja, könnte ein Vorfall sein. CT ergab das Gegenteil, wobei der Chiropraktiker nur kurz darauf schaute und meinte ich sei gesund und könne alles machen, auch Sport… Ok, ab zum Tanzen! Schwerer Fehler. Wieder zu meiner Ärztin, die meinte dann jetzt ist Schluss, ab ins Krankenhaus, 10 Tage Orthopädie mit konservativer Behandlung. Eine Woche mit Rheumatest, der negativ ausfiel, verging. Vorgestern dann MRT, das Ergebnis: Bandscheibenvorfall l3/l4. Der Arzt fragte mich, ob ich eine PRT möchte. Häh??? Ja, das muss er jetzt wissen… Ich fragte ihn, was das genau sei, er konnte mir nicht mal die Abkürzung erläutern. Eine Spritze mit Triam(cinolon = Cortison) in die Nervenwurzeln unter CT. Jetzt hocke ich hier im Krankenhaus, bin mit Analgin, Lyrica und noch was vollgepumpt, Physio ist recht wenig und vertrödele die Tage. Bekomme wohl für das PRT einen Termin, wann steht noch nicht fest…

    • Irgendwie ist der Rest abhanden gekommen…

      Frage mich im Moment, ob ich diese PRT machen lassen soll?!?!? Oder weiter Schmerzen und nur die Reha? Muss überlegen…
      Von OP war keine Rede, da keine Ausfallerscheinungen.
      Hocke hier im Krankenhaus sinnlos rum, werde mit Schmerzmitteln zugepumpt und warte auf den Termin fürs CT.
      Danke für Deinen ausführlichen Bericht, sehr gut verständlich u informativ!!!
      Bitte weiter berichten

      • Hallo Susan,
        naja, probier doch, ob dir die PRT helfen, bei einigen schlagen die ja wohl ganz gut an und bei mir hatten die Spritzen
        temporär für Schmerzfreiheit gesorgt.
        Ich bin auch gerade auf einer Reha. Ich muss sagen, dass sowas auch gar nicht falsch sein kann, wenn man nicht operiert wurde,
        da hier sehr intensiv Tag für Tag Übung usw. gemacht werden. Hätte mir gewünscht, eine Reha schon mal paar Jahre vor meiner OP probiert zu haben. Aber nu ist zu spät 😉

        Gute Besserung weiterhin!
        Gruß, Fabian

        P.S.
        Keltican Forte hilft teilweise auch ganz gut, das wäre noch ein Tipp.

  2. Hey,

    ich bin 25 und ebenfalls seit ca 8 Monaten im Club der Bandis. Ich verfolge deinen Blog schon seit Anfang an und habe auch fast alle Methoden hier ausprobiert. 🙂 Wirklich super, dass du dir die Mühe machst.

    Bei mir hat leider bisher auch nichts Konservatives geholfen und seit ca einem Monat ist es sogar um einiges schlechter geworden, weswegen ich mich so langsam auch mit dem Thema OP „Ja/Nein“ auseinandersetze.

    Wie ist es jetzt nach ca 2 Monaten? Wie verhält esich es mit dem Nervenschmerzen und dem Narbengewerben?

    Ich hoffe die OP hat dir geholfen.

    Alles Gute
    Lg Simon

    • Hi Simon,
      ich werde die Tage mal den Op-Bericht aktualisieren.
      Hoffe, dass dir das hilft. Bie weiteren Fragen kannst du mich dann auch gerne kontaktieren.
      Das Thema OP is ja wahrlich kein einfaches 😉 Aber wird schon alles!

      Gruß, Fabian

  3. Hey Fabian.
    Danke für deinen Interessanten Bericht. Ich hatte am 5.12 meine Band scheiben Op.
    Am ersten Tag hatte ich starke Schmerzen,Stechen und starkes Ziehen im Bein.
    Man rief den Krankenwagen und ich kam ins Kh. Lag dort 3 Stunden war beim Arzt und kam dann wieder heim.
    2 Tage nachdem ich nicht geschlafen hatte und starke Schmerzen,fuhr mich Mama ins Kh . Wir mussten 1 Stunde ca. warten,dann kamen wir dran. Diagnose Bandscheibenvorfall ich hatte da schon Lähmungserscheinungen im rechten Bein.
    Ich musste gleich auf Station hab ne Flexüle gelegt bekommen . Ich bekam Schmerzmittel aber nix half. Erst CT,dann MRT,Dann MRT mit Kontrastmittel . Sie dachten ich hab nen Tumor an der Wirbelsäule da es nenn schatten gab. Dann endlich Tag der Op .Ich bekam die ersten Tabletten um 7 Uhr. Um 13 Uhr kam ich endlich dran. Nun bin ich zu Hause und im Januar gehts in die Reha. Mein Bein ist noch halb taub. Lg Dani In Der Nacht kann ich nur schlecht schlafen.

  4. Hallo Fabian,

    ich muss sagen du hast hier einen sehr Interessant Blog!
    Ich habe genau den selben Fall wie du.. auch das linke Bein usw..
    Meine schmerzen habe ich mittlerweile über ein Jahr und mir geht psychisch echt beschissen.. Zuerst unzählige male Physio die nicht verändert haben..
    Am Dienstag habe ich meine erste PRT unter CT bekommen.. Und absolut keine veränderung.. Ich bekomme noch 3 weitere vielleicht bringen die was..
    Reha wurde auch beantragt aber bis jetzt keine Besserung in Sicht..
    Und ich muss dazu sagen ich bin 17 Jahre alt..
    Dein Blog macht mir echt mut..

    Liebe Grüße
    Konstanze

    • Hi Konstanze,
      du bist erst 17? Oh ha! Das tut mir leid…
      Wie hast du dir denn den Bandscheibenvorfall zugezogen? In dem Alter ist das ja schon sehr ungewöhnlich. Hattest du einen Unfall, Sport o. ä?
      Wichtigste Erkenntnis meiner Erfahrungen, auch wenn es schwer ist: Laß von den Beschwerden nicht dein Leben dominieren, immer nach vorne gucken, positiv denken! Das klingt immer so einfach daher gesagt,
      aber glaub mir, es hilft..

      Gruß, Fabian

  5. Hallo Fabian,
    stoße grad durch Zufall auf diese Seite… Habe im vergangenen März die 4. OP gehabt. Die OP´s selber waren alle top, nur die Erfolge sind nicht immer so gut gekommen wie gehofft. Habe nach der letzten OP eine Fußheberschwäche zurückbehalten, die wohl in Zukunft mein Dauerbegleiter sein wird. Und das ist echt nervig, denn ich habe 3 kleine Kinder, mit denen ich schon mal ganz gern eine Runde Inliner laufen würde – oder was auch immer.
    Aber hier gibts ja wohl ausser der üblichen Physio keine andere Möglichkeit, weiterzukommen. Das hilft aber nicht. Also heißt es Kopf hoch – und Bein hinterher, sonst lieg ich auf der Schn…
    Und dann kommt meine Tochter – 14 Jahre – mit den gleichen Symptomen und anschließenden Diagnose nach Hause. Sie war weder gestürzt noch hatte sie sich stark gestoßen… Da war dann schon mal die Frage nach dem Warum gestellt.
    Wenn jemand also eine Idee hat, wie ich mich und meine Tochter aus diesem Depri reißen kann – ich bin für alles offen! Und Ideen für andere Therapien oder Hilfsmittel, die nicht aussehen wie aus dem letzten Jahrhundert werden auch gern angenommen!!!

    Liebe Grüße
    Heike

  6. Hallo Fabian!
    Bin durch Zufall auf deinen Bericht gestoßen und weiß gar nicht, ob er für dich noch allzu aktuell ist 😉
    Hatte vor 2 Monaten meine OP an der LWS und bin schon kopfmäßig fertig vom eintönigen Herumliegen…
    Wie war das bei dir? Bist du auch mal rausgekommen bzw Auto gefahren (als Beifahrer)?
    LG Evelyne

    • Hallo Evelyne,
      sorry für die späte Antwort, war im Urlaub 🙂 Naja, ist jetzt zwar schon über n Jahr bei mri her, aber eine operierte Bandscheibe wird leider ein lebenlang aktuell bleiben.
      Nach 2 Wocehn bin ich schon Auto gefahren (als Beifahrer logischerweise), aber nur wenn es wirklich nötig war. Ansonsten habe ich sehr früh nach der OP angefangen, immer kleinere Strecken spazieren zu gehen. Sollte man auch machen, da nach vom vielen Rumliegen die Muskeln ja auch extrem nachlassen.
      Aber jetzt ist’s bei dir ja auch schon knapp 1 Monat her und du turnst sicher schon fröhlich bei der Reha rum 😉
      Gruß, Fabian

  7. Hi! Finde deinen Bericht echt toll! Ich hab seit Februar einen großen Bandscheibenvorfall mit 26 .. Würde aber erst vor 5 Wochen festgestellt. Seit 3 Wochen bin ich krank geschrieben weil ich einfach nicht mehr lang sitzen u auch nicht stehen kann..( bin Kassiererin)
    Hab jetzt meine 2te ct spritze hinter mir..Obwohl ich leider das Gefühl hab das es nicht hilft! Hab noch 2 vor mir u hoffe ganz stark das es dann besser wird..Denn ich hab echt Angst vor ner op..
    Und möchte es auch nicht..nur hab ich auch ehrlich gesagt keine Lust mehr auf die Schmerzen das zieht mich doch echt ganz schön runter..

    Na ja.. Abwarten..
    Lg

  8. Hallo Fabian.

    Erstmal liest sich dein Block richtig toll. Ich wurde vor 5 Tagen an der Bandscheibe operiert..hatte schon eine linke fußheberschwäche..mein arzt meinte nach der op. .10 tage kh, dann 8 Wochen schonen zu hause und dann 3 wochen reha..warum hab ich 8 wochen schonen zu hause?

    Bandscheiben op LWS 4/5

    • Hallo Kathleen,
      danke für das Lob.
      Tja, warum du nun 8 Wochen dich schonen sollst, weiß wohl nur der Arzt. Bedenke immer, dass die Ärzte, auch wenn sie vom selben Fachgebiet sind, unterschiedliche Ansichten haben.
      Aber 8 Wochen klingt schon sehr viel, auch 10 Tage KH ist ja nicht gerade wenig.
      Viel Erfolg!

  9. Hallo..nun sind 4 Wochen vergangen. ..was heißt langes sitzen? Ist es normal das es ab und zu noch etwas sticht im Rücken?

    Wie bist du von dieser angst weggekommen? Trau mich nach 4 Wochen noch nicht viel zu..bei jedem stich im Rücken bekomm ich angst das es ein neuer sein könnte. Hattest du das auch?

    • Hallo Kathleen,
      ob etwas „normal“ ist oder nicht, kann ich dir natürlich verlässlich auch nicht beantworten, ich empfehle dir solche Fragen auch unbedingt mit deinem behandelnden Arzt zu klären, dieser kennt sicherlich mehr Krankheitsverläufe als ich 😉

      Zum Thema Angst / Vorsicht: Ich denke eine „gesunde“ Angst bzw. Respekt ist angebracht, aber das sollte natürlich nicht in Panik ausarten. Ich habe da halt auf meinen Körper gehört und mich danach gerichtet, was ich mir zutraue und nicht. Und nach 3 Wochn war ich ja bereits bei der Reha, sprich ich wurde auch zu Belastungen gezwungen. Machst du keine Reha? Alleine aus dem Grund, dass du dort andere frisch Operierte kennenlernst, würd ich das machen. Dort sind dann Menschen mit dem selben „Schicksal“ und man kann sich gut austauschen, über Ängste, Beschwerden etc.

  10. Lieber Fabian,

    Deine Geschichte hat mich echt bewegt. Danke, dass Du diese aufgeschrieben hast .
    Du hast mir echt Mut gemacht.
    Die Fragen ob Op ja oder nein waren auch für mich wichtig vorab zu beantworten.

    Im Juli wurde ein kräftiger C5/C6 Prolaps an der HWS festgestellt. Beschwerden hatte ich bis dato kaum eher immer nur leichte Nackenschmerzen etc.
    Seit 2,5 Wochen quasi über Nacht (Zugluft im Kino) durchlebe ich einen Alptraum.
    Stärkste Schmerzen im Rücken, Arm, Hand und super starke Schmerzmittel.
    PRT 2x hat nix gebracht. Gestern wurde wieder MRT gemacht und mir von einer wirklich renommierten Praxis in München unbedingt und dringend eine OP empfohlen.
    Ich hätte nun schon Lähmungserschienungen im linken Ar. Die neurologischen ERgebisse wissen auch darauf hin. Mir wurde gleich ein termin am Montag für 8.45 bei einem sehr guten (so sagt man) Neurochirugen gemacht mit Option auf schnelle OP noch vor xmas. Wir sind hier alle irgendwie im Schockzustand zuhause. Ich habe auch echt Schiß vor der Op. Ich hatte 2 Orthopäden im Boot und einer davon ist als OperationsVermeider bekannt. Auch der andere Neurochirug für die zweite Meinung und 2 Neurologen sagen alle es muss sein.

    Nun denn, i ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!
    Michaela

    • Hallo Michaela,

      freut mich, dass dir meine Erfahrungen etwas weiterhelfen konnten.
      Ich wünsche dir Viel Erfolg bei der OP. Immer positiv denken!

      Viele Grüße, Fabian

  11. Hallo Fabian,
    danke für Deine Antwort.
    Wie geht es Dir heute?
    Hast Du was eingesetzt bekommen? einen Cage? Hast Du eine Ahnung wann man sowas eingesetzt bekommt.?
    Man hört halt so viele Geschichten. Ich werde nun aufhören zuzuhören 🙂

    LG Michaela

  12. Hallo Fabian,

    wurde bei Dir nur der Vorfall entfernt?Oder bekamst Du eine Versteifung?
    ich habe soviel über Cage /Prothesen un die massiven Beschwerden postoperativ gelesen dass ich schon ganz wirr bin. Wann muss man denn sowas machen und wann nur den Vorfall entfernen wenn der auf den Nerv drückt,

    Danke nochmal
    Michaela

    • Hallo Michaela,

      bis auf kleinere Beschweren gehts mir heute eigentlich top. Aber klar, es gibt auch wieder mal Phasen, in denen die operierte Stelle leichtere Probleme macht, aber ist halb so wild.
      Bei mir wurde der Vorfall entfernt, von dem Thema „Versteifung“ , Prothesen etc. hab ich auch keine Ahnung.
      Gruß, Fabian

  13. Hallo zusammen,
    vor 5 Tagen wurde bei mir der Bandscheibenvorfall LWS S5 operiert. Die sogenannte „Operation am offenen Rücken“. Meine erste Operation und erste Vollnarkose im Leben. Ich hatte mega mega mega Angst. Stand jetzt (ich liege den letzten Abend im Krankenhaus) Ich persönlich bin heil froh das ich es habe machen lassen. Habe seit heute nur noch ein kleines zieppen an der Wunde. Die ist gerade mal 4 cm lang und super verklebt. Schmerzmittel nur noch Novalgin. Kein Tramal mehr seit gestern. Letzten Donnrstag: 7 Uhr in der Klinik. 8 Uhr im OP. 9:30 aufgewacht. Schmerzen im Bein komplett weg. Nur Schmerzen an der wunde (logisch die haben da ja auch aufgeschnitten). 12. Uhr Bärenhunger.Fleischpflanzerl mit kartoffelpüree verdrückt. Um 13Uhr zum biseln aufgestanden (mit Schwester) um 17 Uhr alleine aufs Klo :-). Bis Samstag nur immer kurz aufgestanden für Toilette und waschen. Seit Sonntag laufe ich 3 mal am Tag 10 Minuten spazieren. Noch etwas vorsichtig und langsam ber besser als vorher. Darf mich halt die nächsten Wochen nicht bücken oder schwer heben. Ich kann Nachts durchschlafen und mache Tagsüber zwei Kleine Nickerchen. Mein Plan: 3 Wochen den Hintern ganz still halten mit viel spazieren. Dann zur Krankengymnastik. Ab Februar möchte ich wieder mit Sport anfangen und im Juni einen kleinen Minitriathlon machen. Fazit heute nach jahrelanger Leidensgeschichte die jeder mit Bandscheibenvorfall selbst kennt.: Es ist soooooo suuuper keine schmerzen mehr vom kreuz bis in den kleinen Zeh mehr zu haben. Für mich war die OP der richtige Weg . Ich habe wieder Lebensmut nach vorne zu sehen und alle meine angst war unbegründet. Ich persönlich bin der Meinung das der weitere verheilungsverlauf und dafür zu sorgen mich gesund zu halten nur an mir selbst liegt. Einen Muskelaufbau im Stützmuskel braucht jeder…. auch ohne Vorfall…. Es liegt nun an mir selbst so für mich zu sorgen das ich gesund bleibe. Mein Rat an alle: Auf keinen Rat hören sondern nur auf sich selbst hören :-). Jeder geht seinen Weg im Leben selbst.

    • Hallo Tinchen,

      danke für deinen tollen und positiven Erfahrungsbericht, ich denke das hilft hier vielen weiter und ich habe dem auch nichts mehr hinzuzufügen 🙂
      … und dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu: „Mein Rat an alle: Auf keinen Rat hören sondern nur auf sich selbst hören :-).“ KORREKT!!
      Wünsche dir weiterhin Alles Gute!

      Gruß, Fabian

  14. Hallo Fabian,
    als erstes möchte ich Dir ein großes Lob für Deinen tollen Blog aussprechen. Wenige berichten über einen positiven Verlauf, dabei kann gerade das auch Leidensgenossen sehr viel Mut machen sich zu entscheiden.
    Ich selber bin zwar schon fast 42 aber mich hat es Anfang Oktober 2014 mit einem Bandscheibenvorfall erwischt.
    Am Anfang hat der Orthopäde noch geglaubt das ich nur eine BS Vorwölbung habe, da ich Anfangs auch nur extreme Kreuzschmerzen hatte. Er hat mich dann auch erstmal wieder eingerenkt bzw. dadurch waren dann auch gewisse Verspannungen sofort wieder weg. Zusätzlich hat er mir 3 Tage Ruhe verordnet und mich Krank geschrieben. Als Schmerzmittel Iboproven 800, was ich auch gut vertragen habe. Nach 3 Tagen wollte er mich dann wieder sehen. Bin dann zu ihm hin und er wollte mich eigentlich den Rest der Woche auch noch Krank schreiben, weil es ja immer noch nicht weg war und ich ja auch einen Job überwiegend im Sitzen habe.
    Aber da habe ich vielleicht genau falsch entschieden, denn ich wollte wieder arbeiten gehen. Bis dahin hatte ich auch nur Kreuzschmerzen bis hin in die linke Pohelfte.
    An dem dann folgenden Wochenende war dann noch so ein jährliches Verwandschaftstreffen angesagt und da habe ich dann natürlich Bierkisten geschleppt.
    Na ja was soll ich sagen, es musste dann das kommen was kommt, wenn man sich nicht an den Rat vom Arzt hält das man sich schonen soll.
    An dem folgenden Tag konnte ich vor Schmerzen nichts mehr und ich hatte extreme Schmerzen im linken Bein. Ich bin dann auf Krücken gelaufen, da Auftreten garnicht mehr ging.
    Also wieder zum Orthopäden, der mich erstmal noch einmal eingerenkt hatte, danach konnte ich wieder laufen. Direkte Ausfallerscheinungen (Taubheit usw.) hatte ich nicht. Somit natürlich erstmal wieder weiter arbeiten und mit Blick nach Vorne, das wird schon. Aber da die Schmerzen im Sitzen und beim Autofahren nicht zu ertragen waren, bin ich wieder zum Orthopäden. Jetzt war er sich ganz sicher und sprach es dann nach einer erneuten nochmaligen Untersuchung auch aus: Sie haben sich jetzt scheinbar doch einen Bandscheibenvorfall in den Lendenwirbel L4/L5 zu gezogen. Er hat mich dann zum MRT geschickt. Hier wurde das dann auch Anfang November bestätigt. Die Bilder des Vorfalls sind für mich als Leihe auch gut zu erkennen. Leider.
    Der Orthopäde machte mir Mut und sagte ich soll mich von so einem Bandscheibenvorfall nun nicht unterkriegen lassen. Wir versuchen das jetzt Konservativ mit Krankengymnastik, möglichst liegen und auch viel laufen bzw. spazieren. Langes Sitzen möglichst vermeiden.
    Und ich muss sagen es zeigte sich auch schon eine leichte Besserung und Linderung der Schmerzen. Aber wie Du so schön auch in Deinem Blog geschrieben hast, nicht jeder Tag ist gleich. Heute war auch wieder ein besonders schmerzreicher Tag, dabei war in den letzten Tage die Schmerzen schon erträglich gewesen.
    Dieses Auf und Ab nagt natürlich ganz schön an dem Gemüt. Wir Menschen sind auch ungeduldig, am liebsten würden wir eine Pille einwerfen und danach ist dann alles wieder gut. Insofern ist mir heute schon klar, ich will keine 4 Jahre so wie Du mit den Auf und Ab Schmerzen rumlaufen. (Da ziehe ich echt den Hut vor Dir, das Du es solange durchgehalten hast.) Das soll für mich heißen, ich werde es nun noch eine gewisse Zeit mit der Konservativen Methode versuchen, da mir die Krankengymnastik bzw. der und die Physiotherapeut/in die mich betreuen und auch der Orthopäde Mut machen das wir das über den Konservativen Weg in den Griff bekommen und ich wieder Schmerzfrei werde.
    Aber sollte sich nach einem gewissen Zeitraum, den ich im Moment noch nicht definieren möchte, für mich nicht weitere Verbesserungen zeigen, dann werde ich über eine OP ganz ernsthaft nachdenken. Und hier kann ich nur sagen Danke für den tollen Erfahrungsbericht von Dir und den anderen die hier positiv berichtet haben, denn diese Berichte nehmen einem auch die natürliche Ängste vor einer OP.
    Allen wünsche ich hier alles Gute und weiterhin viel Gesundheit oder auch gute Besserung. Auf jeden Fall ist mir heute schon eines ziemlich Bewusst:
    So ein BS ist leider ein langer Prozess bis es einem wieder gut geht und man seine Lebensqualität wieder gesteigert hat.
    Gruß Sven

    • Hi Sven,

      danke für dein Feedback!

      schon 42?! 42 ist doch das neue 30 😉
      Tut mir leid zu hören, dass es dich auch erwischt hat. Aber soweit ich das rauslese, bist du ja auf dem richtigen Weg mit dem Vorfall gut umzugehen.

      Dass ich so lange mit den Schmerzen gelebt habe, lag wohl auch eher an meinem noch recht jungem Alter, als mich der Vorfall erwischt hat. Heute (bin mittlerweile auch 30), wo man weiß, dass der eigene Körper nicht unbesiegbar
      ist, würde ich vermutlich auch schneller handeln. Aber damals hat es mir halt auch komplett an Erfahrungen gefehlt, was Krankeheiten, Ärzte usw. angeht.

      Laß mal von dir hören, wie sich bei dir der Vorfall entwickelt, solche Infos helfen andere Besucher weiter..

      Alles Gute!
      Gruß,
      Fabian

  15. Hallo, Eure Kommentare finde ich total spannend. War eigentlich auf der Suche nach Aussagen wann man wieder was im Haushalt nach einer O.P machen kann. Bin selber vor 3 Wochen am sequestrierten Bandscheibenvorfall mit Spinalstenose von 9 mm operiert worden. Die Symtome waren ähnlich wie oben beschrieben. Der erste Vorfall war vor 6 Jahren und wurde konservativ und mit Spritze behandelt. 2Jahre einigermaßen Ruhe gehabt, dann über 4 Jahre stetig schlechter werdend, sodass ich zum Ende hin wie eine 80 jährige mich bewegt habe. Habe aber bis zum Ende noch gearbeitet. Mir viel die Entscheidung nicht schwer mich operieren zu lassen. Schlimmer konnte es nicht kommen eher besser.
    Nach der Op kam der Arzt und erklärte das diese gut verlaufen sei aber da ich eine Anomalie habe. Ich habe zwei L5 Nerven die durch einen Nervenkanal gehen, darum konnten die nur einen kleinen Teil vom Bandscheibengewebe entfernen sonst wäre der Nerv( die Nerven) zu 100% verletzt worden. “ Brave Ärzte!!“
    Hinzu kommt das die beiden dazugehörigen Wirbel dermaßen verschlissen sind, das seine Prognose lautet: Wird nicht von langer Dauer sein, werde über kurz oder lang ein Implantat bekommen.
    Ich war nach der Op schnell wieder fit, bin noch nicht ganz Schmerzfrei aber kein vergleich zu dem vorher. Trete bald auch meine Reha an und so lange langweile ich mich zuhause. Man sieht die Arbeit und man möchte soooo gerne was tun. Leichte Sachen werden auch gemacht aber nach einer halben Stunde ist alles erledigt. Ich bin aber auch eine mit Hummeln im Hintern. Kann mich auch nicht an das nicht sitzen gewöhnen.
    Ablenkung: Mit Hunde spazieren gehen, Stricken im stehen, Kinder ärgern mit Erledigungen im Haushalt.
    ( Fühle mich manchmal wie eine Rabenmutter).
    Ich bin so voller Energie, dass ich nicht weiß wohin damit.
    Lg und gute Besserung an alle Leidensgenossen.

  16. Mein Vater (70jahre) wurde vor ziemlich genau 6 Monaten innerhalb 2 Tagen 2x an der Bandscheibe operiert weil nach der 1.OP beim aufstehen vor Schmerzen geschrien und geweint hat , der Oberarzt meinte dann das das kein Zustand sei und sofort wieder operiert werden solle. Seitdem nimmt mein Vater Unmengen an Schmerzmitteln und Antibiotika seit 5!!! Monaten . Beide Oberschenkel tuen seitdem weh und er tut mir so unendlich leid. Er weint viel und hat keine Lust mehr so zu Leben . 8 Krankenhaus Aufenthalte seitdem haben nix gebracht . Außer das beim letzen mal wieder eine op vorgeschlagen wurde , aber mein Vater war dagegen .
    Ps.: vor der Operation hat er 6 mal PRT Spritzen bekommen gehabt ,wobei die Schmerzen in den Beinen so unerträglich wurden dass er operiert werden musste…tja und seitdem immer noch schmerzen und keiner hilft 🙁

  17. Danke für den Beitrag, Fabian! Du hattest den gleichen Befund wie ich (53). Nur mit dem Unterschied, dass ich zwar vorher schon diagnostizierte BSV hatte, die sich aber außer Rückenschmerzen nicht viel geäußert haben und quasi von alleine vergangen sind. Die L5/S1 Beschwerden wurden morgens beim Umdrehen im Bett ausgelöst.
    Ich musste nicht so lange leiden, nur 2 Wochen, weil ich das Glück hatte einen NC in der Familie zu haben, den ich allerdings nur zufällig fragte, weil ich immer der Meinung war, ein Orthopäde ist für solche Fälle zuständig. Der Orthopäde hatte mir zwar eine Spritze tief an die Nervenwurzel (freihändig) gegeben und der größte Schmerz war zwar momentan weg, aber die Fußheberschwäche wurde stärker.Der NC empfahl dann aufgrund des MRs (sequestrierter Vorfall, Spinalkanalverengung, massive Kompression des Ischiasnerves, Beinschwäche) eine OP und ich vertraute ihm und hatte daher auch keine Angst. Nach 4 Tagen wurde ich operiert und wachte komplett schmerzfrei auf.
    Jetzt ist die OP 3 Wochen her und es geht jeden Tag besser. Laufen ist sowieso OK, stehen wird bald anstrengend und sitzen ist derzeit noch pfui.
    Trotzdem bin ich sehr zufrieden und möchte Ende Mai in Urlaub fahren. Fürs Koffertragen nehme ich mir meinen Mann mit. 🙂 Es soll(te) zwar ein Wanderurlaub werden, aber man wird ja sehen wie fit ich dann bin.
    Nächste Woche fange ich mit Physiotherapie an, lasse auch einen Osteopathen den Rest der WS checken und möchte nach dem Urlaub mit Rückentraining beginnen.
    Wie schon richtig bemerkt, sind die Erfahrungsberichte über schlechtgegangene OPs häufiger und ich weiß nicht was ich gemacht hätte, hätte ich all das VORHER gelesen. Selbst mein Bruder hatte nach der gleichen OP sofort und noch 3 Monate lang Schmerzen (wusste ich auch vorher nicht – wir sprechen nicht so oft miteinander).
    Also, die Entscheidung für eine OP kann ich auch niemandem abnehmen, aber wie sinnvoll ist es denn sich monate- oder jahrelang quälen zu lassen bzw. den Nerv zu quälen?

  18. Hallo Fabian,

    Dir vielen Dank für den positiven Bericht, da findet man einfach viel zu wenig im Web. Auch ich habe mich vor 7 Wochen operieren lassen (l5/S1) und kann nur sagen, dass es die beste Entscheidung war. Nach „nur“ 10 Wochen ständigen heftigen Schmerzen war ich durch mit den Nerven und wollte mein Leben wieder haben. Im BGU in Frankfurt habe ich mich super aufgehoben gefühlt und konnte nach 3 Wochen weitestgehend schmerzfrei in den Urlaub fliegen. Und jetzt: es ziept hin und wieder noch ein bisschen, ich bin noch sehr vorsichtig und steigere die Belastung Stück für Stück. Arbeiten gehe ich wieder voll und uneingeschränkt. Die Angst vor einem Rückfall oder einem erneuten Vorfall wird mich ewig begleiten, das ist vielleicht aber auch gut, denn dann werde ich auch weiterhin was für meinen Rücken tun. Ich würde mich jederzeit wieder für die OP entscheiden!

  19. Hallo Fabian,

    Danke für deinen ausführlichen Bericht.
    Ich bin selber erst 18 Jahre alt und habe vor 1 Monat die Diagnose Bandscheibenvorfall LWS 4/5 (mit Lähmungserscheinungen) bekommen, nach dem ich über 1,5 Jahre Falsch behandelt wurde ist jetzt eine op nicht mehr zu umgehen.
    ich wollte nur ein mal Danke sagen, dass du so offen über deinen Weg geschrieben hast.
    Du hast mir viel Mut für die Op gegeben. !!

  20. Hallo liebe leidensgenossen hatte am 24juni eine op l5 s1 bin 30jahre ich habe seit 12 jahren immer mal wieder einen bandscheiben vorfall gehabt dieser ging aber immer nach 2 monate ca weg. Nun aber ich seit mai 2014 allso 13 monaten starke schmerzen gehabt . Habe3 Prt spritzen bekommen die nichts gebracht haben. Haben 17 Schmerz tabletten jeden tag genommen über Monate bis oxicodon morvium allso war ich ständig voll drauf. Nach ca ein halbes jahr gings mir den etwas besser aber die schmerzen blieben im bein . Kurz über lang habe ich mich dan entschieden zur op in der schön klinik hamburg. Da mein bandscheiben vorfall schon so alt ist war er schon total verkalkt und hart so das die ärzte nur den nerv freilegen konnten. Jetzt 4 tage nach der op habe ich wieder schmerzen im bein. Aber die ärzte sagten auch das es normal sei. Möchte dich ermutigen lass den kopf nicht hängen ich weis wie es sich anfühlt man verliert Lebensqualität aber ich durfte oder darf als überzeugender christ sagen ich habe Kraft gefunden in der Bibel. Allso gib nicht auf ok.

  21. Hallo Fabian..
    Vielen Dank für deinen tollen Bericht …
    Ich ( 37) bin am 13.7. am BSV LW 5/S1 operiert worden … Seit 27.6. hatte ich extreme Schmerzen über Nacht … Mit Taubheit im li Fuß … Kribbeln und starke Schmerzen in der Wade …
    Ging alles dann sehr schnell MRT und NC … Leider stand sofort fest dass ich um die OP nicht rumkommen werde… Bandscheibenherniation mit nach oben umgeschlagenen Sequester… Fussheberlähmung …
    Nach op ging es relativ schnell gut … Jetzt lieg ich zu Hause und es ist ein auf und ab … Ziehen ist immer noch da … Lähmung auch ( dauert laut NC 3-6 Monate ) ..
    Nä Woche geht’s auf Reha … Ich weiß ich muss Geduld haben und der Nerv muss sich erst beruhigen… Aber manchmal ist es schon sehr frustrierend ( meine Kids müssen jetzt viel übernehmen )… Durch Deinen Blog und den Kommentaren bin ich wieder etwas zuversichtlicher dass es besser wird …aber halt langsam … Hoffe die Angst wird weniger dass die Schmerzen für immer bleiben .. Danke fürs mut geben .. Bin schon wieder etwas motivierter
    LG

  22. Hallo Fabian,

    vielen Dank für deinen ausführlichen und interessanten Bericht! Ich habe ihn zwar erst nach meiner OP entdeckt, finde mich aber großenteils darin wieder. Allerdings bin ich mit 53 „etwas“ älter und habe auch eine andere Vorgeschichte. Ich ärgere mich schon seit Jahren mit einer Bandscheibendegeneration zwischen L5 und S1 in Verbindung mit einem leichten Beckenschiefstand herum. Beides in Kombination bereiteten mir von Zeit zu Zeit schmerzhafte Blockaden, die aber, teils mit Behandlung, immer wieder verschwanden. Ich war auch sportlich nicht ganz untätig (abgesehen von zuletzt ca. einem Jahr, wo ich nicht mehr beim Pilates war). Im Februar diesen Jahres bekam ich bei einer Autofahrt in den Urlaub die typischen Ischias-Schmerzen links vom Gesäß bis in das Bein. Ich führte sie auf mein „altes Leiden“ zurück und unternahm erstmal nichts. Leider wollten sie aber nicht wieder verschwinden und als dann im April wieder die bekannten Rückenschmerzen und Blockaden einsetzten, begab ich mich zu meinem Orthopäden, der das Ganze nach Untersuchung und Röntgenbefund ebenfalls auf die Degeneration zurückführte. Da ich zu dieser Zeit noch keine neurologischen Ausfälle hatte, mache ich ihm daraus auch keinen Vorwurf. Ich bekam eine Spritze und Physiotherapie und war fünf Wochen krank geschrieben. Dann ich ging ich wieder arbeiten und setzte die Physiotherapie, die schon gut angeschlagen hatte, fort. Innerhalb von drei Wochen verschwanden erst die Rücken- und dann auch die Ischias-Schmerzen fast komplett und ich war guter Hoffnung, die Sache hinter mir zu haben, bis eines Mittwochs aus heiterem Himmel der linke Fuß anfing zu schlappen und sich taub anfühlte. Auch die Wade war zeitweise taub und das Bein manchmal irgendwie schwach. Das gefiel mir überhaupt nicht und nach zwei Tagen stand ich beim Orthopäden wieder auf der Matte. Der war leicht erschrocken und besorgt und schickte mich postwendend zum MRT. Da er mich zum „B“-Patienten erklärt hatte und vielleicht auch wegen der Ferienzeit, bekam ich auch gleich am Dienstag darauf einen Termin, bei dem der Radiologe von einem kleinen und einem ziemlich ausgeprägten Bandscheibenvorfall sprach. Montags darauf bestätigte der Orthopäde die Diagnose und sprach von einem Massenprolaps zwischen L4 und L5 mit Ausstülpung nach oben. Die Nerven waren ziemlich eingeklemmt, was die neurologischen Ausfälle erklärte. Er ging davon aus, dass ich um eine OP wohl nicht herumkommen würde und überwies mich zum Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im örtlichen Bethanien-Krankenhaus. Dort wäre ich aber an der falschen Adresse gewesen, wie mir seine Sekretärin erklärte und ich meldete mich in einer an die Klinik angeschlossenen Praxis für Neurochirurgie, über die ich mich im Vorfeld schon schlau gemacht hatte. Dort bekam ich sofort am 26. August einen Termin, wo mir der sehr kompetente und freundliche Neurochirurg, der mich später auch operierte, die Sachlage am Bild in Ruhe erklärte und deutlich machte, dass es bei dem Befund zur OP keine verünftige Alternative gibt. Der OP-Termin wurde für Dienstag, den 1. September festgesetzt. Am Montag zog ich in die Klinik ein und nach einer schlaflosen Nacht kam ich am Dienstag zwischen 10:00 und 11:00 auf den Tisch. Die OP verlief erfolgreich, die Gefühlsstörungen waren sofort verschwunden, aber der Fußheber war nach wie vor beeinträchtigt. Man sagte mir, damit müsse ich Geduld haben und der Nerv bräuchte zur Erholung mindestens so lange, wie er vorhert beeinträchtigt war. Die restlichen Tage in der Klinik entsprechen so ziemlich deinen Erfahrungen und am Samstag durfte ich nach Hause (im Auto fast liegend auf dem Beifahrersitz). Dann folgten zwei Wochen Ruhephase mit täglichen isometrischen Übungen auf der Matte und Elektrotherapie für den Fußheber (wie auch schon in der Klinik), viel Liegen, kurzen Spaziergängen, Sitzen nur auf dem stillen Örtchen und ständig sehr geradem Rücken. Inzwischen habe ich die letzte der darauf folgenden drei Reha-Wochen erreicht, wobei ich auf Anraten der Ärzte keine „richtige“ Reha mache, sondern Krankengymnastik und speziellen Sport in der Physiotherapie. Wie du selbst festgestellt hast, wird bei den Rehas oft gleich zu viel von den Patienten verlangt und sie kommen gleich wieder zurück in die Klinik. Mittlerweile geht es mir, ähnlich wie dir fünf Wochen nach der OP, ganz gut. Wenn ich gut auf meinen Rücken achte, macht er keine Probleme, die Beweglichkeit kommt ganz langsam wieder und der Fußheber ist zu 50 Prozent wiederhergestellt. Ich sitze wieder bis zu 30 Minuten am Stück, Liege nicht mehr so oft und fahre kurze Strecken mit dem Auto. Ich habe lediglich in der Klinik und danach zwei Tage zuhause prophylaktisch Schmerzmittel genommen und seit dem nicht eine einzige Tablette. Nächste Woche werde ich schrittweise mit Wiedereingliederung wieder zu arbeiten anfangen und parallel weiter Krankengymnastik machen. Danach darf ich den alten Schlendrian auf keinen Fall wieder einreißen lassen und werde meine Rumpfmuskulatur kontinuierlich trainieren. Ab Anfang nächsten Jahres geht es wieder zum Tanzen und dann werde ich mir auch wieder einen Präventionskurs suchen. Ich hoffe und wünsche sehr, dass die lieben runden Freunde dahinten im Rücken dann endlich Ruhe geben! Dir und den anderen Leidensgenossinnen und -genossen wünsche ich natürlich dasselbe!

    LG Uwe

  23. Hallo Fabian,

    durch Zufall bin ich auf Deinen Bericht gestoßen. Vielen Dank dafür. Ich stehe kurz vor der OP (am 2.11.) und habe Angst. Ausfallerscheinungen habe ich keine, aber extremste Rückenschmerzen, eine Reha hat nichts gebracht, im Gegenteil, es wurd schlimmer, PRT, EDT und diverse Facetteninfilitrationen auch nicht.

  24. Hallo Fabian, super ausführlicher Bericht! Mir wurde vor fünf Tageb einer meiner drei Bandscheibenvorfällen mikroskopisch entfernt. Bin seit heute zuhause und mir garnicht sicher wie ich mich verhalten soll. Du schreibst du hast die erste Zeit 80% liegend verbracht. Ab wann hast du denn angefangen dich wieder frei zu bewegen und wie bist du gelegen? Ich hab immer Angst zu viel oder zu wenig zu machen 🙁 Danke!

  25. Mir hat dein Bericht extrem geholfen.habe morgen den op Termin…34 Jahre…breiter Vorfall mit kompression der nervenwurzel rechts,irritation links. Fussheberschwäche,lähmungserscheinungen..dank deines berichtes gehe ich morgen um einiges entspannter ins kh.

  26. Hallo Fabian,

    ich konnte nach längerem Leidensweg sehr viel mit Deinem Bericht anfangen und er hat mich während meiner ganzen vergangenen Zeit aufgebaut und begleitet. Obwohl bei mir nichts zu überlegen war. Schwerer BSV, konnte nur noch kriechend existieren. Es ging nichts mehr. Nach mehreren Fehldiagnosen (Ischialgie) habe ich nach 10 Tagen Hölle dann endlich die Einweisung ins KH erhalten und sofort Morphium bekommen. Das war ein Segen. Die OP „Minimal invasiv“ ist super gelungen und jetzt 5 Wochen her. Für alle die Angst haben, es ist heut zu Tage kein schwieriger Eingriff mehr wenn es gute Ärzte machen und man braucht keine Angst zu haben. Wir haben jetzt 2016 und selbst Bricht von 2012 oder 2013 entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand. Lediglich bei der Auswahl der Klinik würde ich gut recherchieren.Schmerzen waren sofort weg. Der Verlauf ist 1:1 wie von Dir beschrieben. Danach Disziplin genau wie von Dir beschrieben. Das Thema Langeweile ist dann das einzige was noch stört. Trotzdem alles besser als die brutalen Schmerzen. Jetzt trainiere ich meine „Tiefenmuskulatur“ und weniger die „Strandfigur“. Es lohnt sich hier von einem guten Physio eine Anleitung zu erhalten. Und an alle die im Fitnessstudio mit Kreuzheben und Kniebeugen und ohne Plan an sich herumdocktern kann ich nur warnen. Für mich ist es eine Chance noch mehr als zuvor umzudenken was Sport, Ernährung, Gesundheit und Lebensführung angeht. Wenn man so was mal hinter ich hat, tritt alles in den Hintergrund. Weiterhin alles Gute und nochmals danke für Deinen ausführlichen Bericht.

  27. Hallo,
    Ich bin vor zwei Tagen operiert worden, Vorfall L4/L5 mit Sequester, fussheberschwäche und Ausfall große Zehe. Am ersten Tag nach der OP hatte ich keine Schmerzen mehr, heute Nacht wieder ziemlich stark und jetzt tagsüber kribbelt andauernd der Fuß. Mache mir jetzt Sorgen wegen Nachblutung etc…?!
    Arzt sagt, abwarten bis Montag.
    Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrung damit?
    Und ab wann seid ihr wieder allein Auto gefahren?
    LG Alex

  28. Hallo miteinander,
    gerade habe ich den Bericht von Chris gelesen und es stimmt wirklich was er schreibt. Man braucht keine ANgst mehr vor einer LWS OP haben! Es ist wirklich Alles besser und sicherer geworden.
    Auch ich habe nun endgültig den Termin zur OP! Freitag der 13.05.2016 sollte ein Glückstag sein meinte mein Arzt der operiert.
    Bei mir ist bereits der Nerv so gequetscht, dass ich eine leichte Lähmung sowie eine Fußhebeparese habe. Scheinbar
    habe ich doch zu lange gewartet ca. 1 Jahr.
    Nach der OP bleibe ich ca. 3-5 Tage in der Klinik und nach ca. 14 Tage mache ich eine Anschlussrehabilation. ( Muss mich nur
    noch rumstreiten wo ich da hingehe, denn die KK schreiben das vor.
    Allen die von Schmerzen geplagt sind, sage ich nur, sehr gut überlegen , abwägen, möchte ich oder kann ich mit den
    Schmerzen oder auch der Lähmung im Bein leben, aber auch die konvetionelle Behandlung nicht ausschlagen.
    Nun wünsche ich allen einen schönen Vatertag.
    Ich kann meine n Arzt sowie Klinik nur empfehlen! ( Ich hatte das Vertrauen an den Ärzten in München schon verloren bis ich in diese Klinik gegangen bin. ( Wer wissen möchte wo die Klinik ist oder wie sie heißt , bitte mir ein Mail senden)

    Doris

    • Hallo Doris,

      dein Eintrag ist ja schon a bissl her, mich würde interessieren in welcher Münchner Klinik du die Op hast durchführen lassen. Ich bin für nächste Woche in der Klinik München Süd zur Op angemeldet.

      Vielleicht magst ja antworten.
      Vielen Dank vorab und liebe Grüße
      Waltraud

      • Hallo Waltraud,

        wenn du mir deine E-Mail Adresse gibst, dann kann ich dir die Klinik sowie Adresse geben.

        Wünsche dir viel Glück für die OP, pass auf dich auf und mache nach der OP nur das, was du auch wirklich kannst.

        Liebe Grüße Doris aus München

    • Hallo Doris ,

      ich (54) stöbere gerade wieder mal zum Thema Bandscheiben – OP im Internet. Habe seit Oktober 2016 Schmerzen im linken Bein, seit Februar auch im rechten Bein – Ischiasbeschwerden. MRT + CT : BSV L5/S1 und L4/L5, keinerlei Ausfallerscheinungen, fast keine Rückenschmerzen, kaum Einschränkungen beim Laufen.
      Hauptproblem sind die Schmerzen in der Nacht. Konventionelle Behandlung: KG, PRT usw. haben nichts gebracht, so dass das Problem OP immer bedrohlich näher rückt.

      Natürlich recherchiert man vorher im Internet und bekommt in Foren schon so mache Horrorvision…..
      Brennend interessiert mich, wo du dich operieren lassen hast. Ich tippe mal auf // NAMEN ENTFERNT // ? Endoskopische Operation?
      Man liest auf den Internetseiten der Praxen soviel tolle Sachen, Probleme gibt es scheinbar keine…..nach. 2 Wochen ist beispielsweise Büroarbeit möglich, (Wo gibt es Büros mit Arbeitsplätzen im Liegen)?
      Sieht man sich die Bewertungen auf „jameda“ an frage ich mich ob wirklich alles Sonnenschein ist – nur Top – Bewertungen. Oder sind schlechten Bewertungen einfach „übersehen“.

      Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir mitteilen würdest, wer dich operiert hat.

      Natürlich wünsche ich dir wenig, besser keine Schmerzen.

      Viele Grüße Reiner

  29. Hallo an ALle,

    ich habe meine OP am 13.05. 2016 gut überstaden. Diagnose war Knöcherne Dekompression im Sinne einer
    Foraminotomie LKW 4/5.
    Hatte bereits eine Fußhebeparese.
    Die OP war auch Minimal Invasiv , der Schnitt nur 1.5 cm. Es wurde mit selbstauflösenden Fäden vernäht und verstribt.
    OP war am Freitag und am Montag ging ich wieder nach Hause.
    1. Tag OP Tag konnte fast ohne Schmerzen aufstehen natürlich mit Anleitung.
    2. Tag Frühstück am Tisch und auch wieder öfters gehen.
    3. Tag Entlassung
    Probleme hatte ich beim Treppenlaufen, auch beim Gehen.
    Schmerzmittel Tropfen nehme ich bei Bedarf.
    Leider hat sich mein rechts Bein noch nicht erholt, die Fußhebeparese ist immer noch vorhanden auch der Ischiaschmerz.
    Mit Physo fange ich nun nächste Woche an ( Manuelle Therapie und Heißrolle.)
    Auch habe ich immer noch Probleme mit dem Sitzen , geht nicht so lange.
    Arzt meint , dass sich der Nerv innerhalb einem 1/2 Jahr erholt zu ca. 80 %.
    Ich hatte große ANgst vor der OP , doch ich würde sie immer wieder machen lassen.

    Liebe Grüße Doris aus München

  30. Hallo Zusammen,
    Wollte nur kurz meinen Dank platzieren. Eure Informationen haben mir sehr geholfen. Hab 3 Monate mit Schmerzen gelebt.L5 S1 links. Bin 27 und hab vorgestern endoskopisch mit Tessys in FFM die Dekompression bekommen. Was soll ich sagen, hab keine Schmerzen und bin schon wieder zuhause im heimischen Bett. Ich hatte so Schiss vor der OP , aber es ist alles gut gegangen. Hab auch die schlimmen Berichte im Inet gelesen ,aber im Nachgang muss man halt echt überlegen wer sein Bericht erklärt. Allein mein Chirurge hat in 7 Jahren 2500 LWS OPs gemacht und nur ein paar kleinere Probleme. Klar, probiert es so weit es geht konservativ ,aber lasst euch nicht die Lebensfreude kaputt machen. Lg

    • Hallo Patrick,
      danke für deinen Bericht & gute Besserung.
      So schnell wieder aus dem KH raus? Nicht schlecht 😉
      Gruß, Fabian

  31. Hallo Fabian und ein Hallo an alle Betroffenen.
    Ich (44) finde mich teilweise in der Geschichte von Fabian wieder, was mich auch veranlasst meine Geschichte hier aufzuschreiben .
    Habe im Januar 2015 einen so heftigen Stich im Lendenbereich gehabt, dass mein Mann mich in die Notambulanz bringen mußte. Leider habe ich da nur eine Infusion gegen die Schmerzen bekommen und wurde zum Orthopäden geschickt. Dieser hat an mir rumgerenkt und mir 5 Spritzen verpasst. Es wurde dann auch nach ein paar Tagen besser. Der Sommer verlief dann so lala . Ich hatte immerwieder teils starke Rückenschmerzen im Lendenbereich und war ständig bei der Physiotherapie. Seit Ende November spürte ich dann immermal wieder ein Ziehen im linken Bein teilweise begleitet von Schmerzen in der linken Pohälfte. Da ich viel Sport treibe, hielt ich das für eine Zerrung oder so. Ich muss dazusagen, dass der Orthopäde mich immer schön auf die Ferse und auf Zehenspitzen hat stellen lassen und da dies funktionierte , wurde auch immer ein Bandscheibenvorfall ausgeschlossen. Jedenfalls wurde ich dieses Ziehen im linken Bein nicht mehr los, im Gegenteil. Die Schmerzen in der linken Pohälfte wurden teilweise so stark , dass ich nur noch schlecht laufen konnte. Bücken , Sitzen, Laufen …alles war schmerzhaft. Im April bin ich dann wieder zum Orthopäden und diesmal durfte ich ins MRT, obwohl ich immernoch super auf Ferse und Zehenspitzen stehen konnte! Diagnose Bandscheibenvorfall L4/L5 und L5/S1 mit deutlicher Kompression der S1 Wurzel. War schon ein Schock aber endlich was greifbares. Mit den ganzen Wartezeiten für Termine (MRT, Neurochirugie) und ständiger Krankengymnastik, saß ich Mitte Mai endlich vor meinem Neurochirugen , welcher mir erstmal eine Infiltration (also Spritze direkt an den Nerv damit mal eine Zeitlang Ruhe ist)vorschlug .Jegliche KG hat ja nichts gebracht und Lähmungen hatte ich auch keine, also her damit . Die Option, dass man das dann wiederholen könnte , wenn es ein paar Wochen anhält, gefiel mir gut. Die ersten Tage nach der Spritze waren auch ganz okay aber keinesfalls zufriedenstellend und leider hab ich dann auch keine weitere bekommen, da mein Körper nicht darauf angesprochen hat. Jetzt stand plötzlich die Frage OP im Raum. Indikation nicht zwingend aber bei hohem Leidensdruck schon zu empfehlen und da meine Psyche schon ziemlich blank lag, haben wir uns auf eine Dateline von 6 Wochen geeinigt, in denen ich noch soviel konservative Behandlungen versuche wie möglich. Hab es dann auch mit Osteopathie , Heilpraktiker und Chiropraktiker versucht, doch leider war das alles nur teuer.
    Heute ist Tag 4 nach der OP und ich bin schon wieder daheim .Jubeln kann ich leider noch nicht, ist vielleicht auch noch etwas früh (hätte es aber gern getan, war wohl auch etwas blauäugig was die Schmerzen die eine OP verursacht betrifft).
    OP ist ohne Probleme verlaufen und ich war am OP Tag am Abend schon allein auf Toilette. Der Akutschmerz im linken Bein war auch weg, was ja positiv ist. Natürlich war da schon ein heftiger Schmerz im OP Bereich,was ja normal ist.

    TAG 1. Die Schmerzen am Rücken waren schon besser, nur war da im linken Bein wieder ein komisches Gefühl. Wohl auch klar,der Nerv ist ja noch beleidigt. Aufstehen und kurze Wege funktionierten aber schon gut.

    TAG 2. Das blöde Gefühl im linken Bein war wieder weg, dafür spürte ich am Nachmittag Schmerzen in der rechten Pohälfte. Alles andere wurde besser, also aufstehen und laufen konnte ich immer besser.

    TAG 3. Immernoch der Schmerz in der rechten Hälfte….es nervt. Der NC meinte ,dass das von der Lagerung während der OP kommen kann….Na mal sehen.

    TAG 4. Heute geht’s nach Hause und seit heute Nacht sind auch wieder Schmerzen und Missempfinden im linken Bein zu spüren. Ich bin jetzt daheim und schone mich. Ab dem 8.8. geht’s dann irgendwann auf Reha und ich hoffe,dass mit der Zeit alles gut wird. Zumindest ist das schmerzhafte Ziehen im Bein weg.
    Sorry jetzt hab ich euch ganz schön zugetextet…..

    Viele Grüße und Gute Besserung an Alle
    Susi

  32. Hallo ,bin heute auf deinen Bericht gestossen .bin seid März krank geschrieben WG Bandscheibenvorfall LWS .ich kriege auch PRT Spritzen ,schon die vierte .nach der ersten waren die Schmerzen erträglicher wenn auch längeres gehen nicht möglich ist.aber nach den folgenden Spritzen trat leider keine weitere Besserung ein .mal sehen wie es weitergeht.LG elke

  33. Hallo aus München,

    ja ich habe Euch ja schon einen Bericht geschrieben, nach meiner LWS OP.
    Jetzt sind 13 Wochen um und leider geht es immer schlechter.
    Will hir nicht jammern, doch ich muss einfach mal das loswerden und hier wird man verstanden.
    Also habe mit der Physo im Juni angefangen, nun habe ich 12 x hinter mir und meine Fussparese und Lähmung im rechten
    Bein wird leider immer schlimmer. Habe jetzt auch schon 3 x KGG hinter mir , die heute abgebrochen wurde, da mein Fuss
    immer schwächer wird.
    Neues MRT wurde gemacht und da stellte sich heraus:
    Dass Narbengewebe auf die bereits geschädigte Wurzel oder Nerv drückt L4/5
    Dann kommt noch eine kräftige rechtsparamediane Diskusprotrusion mit Verlagerung der rechten L5 Wurzel und auch Tangierung der L4 Wurzel .
    Wieso ich jetzt nach der OP eine Wölbung habe die auch wieder die Nerven schädigt weiß ich leider auch nicht.
    Aber am Freitag muss ich wieder zu einem Neurochirurgen ( mein Operateur meint nur ich muss Geduld haben)
    Hat von Euch euch auch schon jemand so etwas gehabt.
    Meine Nerven liegen momentan plank, denn ich hatte mir gedacht nach der OP kann ich wieder alles machen.
    Wir hatten im September einen Bergurlaub geplant ,.

    Nun wünsche ich allen Leidgeplagten ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße
    Doris

  34. einen schönen Nachmittag aus München.

    ja nun ist es doch soweit gekommen, jetzt werde ich das 2. Mal operiert.
    Meine Lähmung -Schwäche und Fussparese ist da, die Schwäche wird schlimmer. Nach einem Arztwechsel
    wurde ich nochmals gründlich untersucht, CT wurde auch gemacht!
    Lt. neuem Arzt = Neurochirurg um Wirbelsäulencentrum hat mein Operatuer geschlampt.!
    Wirbelkanal wurde nicht ordentlich alles operiert, ein neuer BSV ist da und die Nerven L5/4 werden stark
    bedrängt oder auch gequetscht. ( War ja vor der 1. OP auch schon)
    Ja jetzt habe ich natürlich eine große Angst, dass wieder etwas schief geht, doch es muss operiert werden.

    OP ist am Montag den 22.08.2016
    nun wünsche ich euch noch einen schönen Tag

    Doris

  35. Hallo zusammen,
    ich möchte Euch gerne meine OP Erfahrung mitteilen. Bin 35 Jahre alt und hab 2010 die Diagnose kleiner Bandscheibenvorfall S1/L5 bekommen. Bis Dezember 2015 konnte ich gut mit dem Vorfall leben (Krankengymnastik, Sport half, so dass ich innerhalb kürzester Zeit -2/3 Wochen wieder fit war). Ab Januar 2016 hatte ich extreme Schmerzen, die zwar variierten von der Staerke, aber fast immer da waren. Ich habe 2-3 Schmerztabletten täglich nehmen müssen. Verschiedene konservative Therapie habe ich monatelang ohne Erfolg ausprobiert. Im Juni wurde ein MRT gemacht mit dem Ergebnis großer Bandscheibenvorfall S1/L5. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Taubheit im Unterschenkel und Ferse, außerdem Kraftverlust im Bein (macht sich bemerkbar wenn man auf einem Bein steht oder im Liegen Bein heben muss), Bücken war nicht möglich, Ischiasschmerzen, Schmerzen stechend und ziehend sowie kribbeln, psychisch sehr reizbar und ausgelaugt, Magenschmerzen durch Schmerztabletten trotz Magenschutztabletten. 2 unabhängige Ärzte haben mir im August zur Op geraten. Die Ärzte haben aber gesagt: sie beseitigen nur die Ursache, der Nerv ist weiterhin beschädigt; dies kann heilen muss aber nicht.
    Vor der Op hatte ich Angst bekommen, im Nachhinein hätte ich das Angebot der Beruhigungsspritze doch genommen, war aber für mich dann zuspät.
    Nach der OP: nach dem Aufwachen hatte ich sehr starke Schmerzen, diese sind nach einer Injektion weggegangen. Mir musste die gesamte Bandscheibe entfert werden, da am Faserring ein großes Loch war, und die Gefahr da war dass der Rest sonst ausläuft. Mein Nerv war stark verschoben und ist beim Entfernen der Bandscheibe auf seinen ursprünglichen Platz zurückgesprungen. Den ersten Tag war ich benommen, so dass ich nicht viel mitbekommen habe. Am 2ten Tag: Die Bandscheibenschmerzen sind weg (ziehen, kribbeln, Ischias), dafür habe ich starke Op Schmerzen, der Nerv gab die ganze Zeit „Stromstöße“ und ich hatte keine Kraft in der Hüfte. Laufen ging. Auf die Toilette gehen auch, auch wenn etwas komisch. Bin etwas depressiv geworden, da der Schmerz immer noch da war. Aber jeden Tag ging es langsam immer besser.
    10 Tage nach der Op: Schmerzen sind etwas zurückgegangen, Belastung der restlichen Wirbelsäule ist stark. Hab immer noch mal ab und zu ziehen. Da es aber unregelmäßig ist und zu unterschiedlichen Zeiten, hoffe ich einfach das der Nerv braucht uum sich zu regenerieren. Schlimm ist auch nichts machen zu dürfen. Beschäftigungen die ablenken tuen gut.
    In 3 Wochen habe ich Reha.
    Ich melde mich nochmal und schreibe wie es war.
    Ps: Danke nochmal für eure Erfahrungsberichte. Das hat mir sehr geholfen.
    Gruss Eve

  36. Hallo an alle , die hier geschrieben haben.
    Wollte mich bedanken für alle Informationen. Waren für mich sehr hilfreich.
    Hatte seit letzem November starke Schmerzen, vor allem in rechten Bein. Konnte nicht sitzen, oder nur kurz. Bücken ging nur bedingt. Ging immer noch arbeiten (Krankenschwester).
    Der Orthopäde meinte es ist keine Bandscheibevorfall, weil er hat mich vor kurzem (2012) zum CT geschickt und da war nur Verwölbung und es kann nicht sein das es sich so schnell verschlechtert hat. KG, Schmerzmittel, Elektrotherapie- brachten nichts. Daraufhin bin ich zu anderem Orthopäde gegangen. Er hatte für mich Zeit und sagte es kann nur Bandschebenvorfall nach meinen Symptomen sein. MRT hat dass bestätigt: schlimme Vorfall mit Nervenstenose. Orthopäde hat mich sofort an Klinikum überwiesen und sich selbst um OP Tetmin gekümmert. Zu dem Zeitpukt war mir schon alles so egal, Hauptsache keine Schmerzen mehr. Ich konnte kaum Abwarten wann es soweit ist. Und kurz davor kamen Angst und Bedenken. Da bin ich auf diesen Forum gestoßen und das Lesen von Berichten hat mir sehr auf psychische Ebene geholfen. OP war am 9.09, sofort nach OP hatte ich keine Schmerzen gespürt, musste weinen vor Erleichterung. 5 Stunden nach OP bin schon aufgestanden. Am 2 Tag wurde mein Fuss leicht taub, der Arzt meinte es ist normal. Am 13.09 wurde Entlassen. Mir ging richtig gut. Hab viel gelaufen, lag dazwischen, hab das Sitzen vermieden. Und dann am 6 Tag nach OP kam den Schreck, meine Wade tat mir sehr weh, so wie Muskelkater, aber viel stärker. Tag darauf war diese typische Nervenschmerz wieder da, genauso stark wie vor OP, nur es hat jetzt auch geschmerzt im Liegen. Ich hatte höllische Angst das es wieder das gleiche ist, war darauf nicht vorbeteitet. Dann las ich das es auch normal ist.
    Hab zu mir selbst gesagt: Nerv ist beleidigt, du musst den beruhigen. Und wie: selbst ruhig werden, mehr liegen, Schmerzmittel, Vitamin B12 Kur, Lavendelöl leicht einmassiert entlang des Ischiasnerves, leichte Dehnübungen und Geduld. Heute geht es mir wieder besser. Und ich bin wieder zuversichtlich das es wircklich GUT wird mit der Zeit. Man muss den Kopf hoch halten, positiv Denken, spielt schon große Rolle (konnte das durch meine Patienten sehen).
    An alle: Gute Besserung und nicht Verzweifeln.
    Liebe Grüße von Mila

    • Hallo Can,

      bei mir geht es jetzt nach 4 Jahren nach der OP leider etwas bergab.
      (den Schritt zur OP bereue ich allerdings nach wie vor nicht). Ich kann nur allen nach einer OP raten, auch jahrelang danach, immer und immer Rückenübungen zu machen, jede Woche, auch wenn irh denkt, dass es nicht mehr nötig ist.

      Ich schreibe dazu demnächst einen aktualisierten Erfahrungs-Bericht.

      Gruß, Fabian

  37. Hallo Fabian, danke einfach für deine Informationen! Danke auch allen anderen! Habe seit 10 Jahren (4. Schwangerschaft mit 39) immer wieder Rückenbeschwerden, Knie, Schienbein, Oberschenkel, Sprunggelenke. Seit einem halben Jahr niemals schmerzfrei außer im Tiefschlaf – mit bestimmten Mittelchen stundenweise erreichbar, es wird immer schlimmer. Inzwischen verursachen Physio, leichte belastungsarme Übungen, Schwimmen (vor allem mein geliebter Schmetterling) noch mehr Beschwerden. Nur noch auf dem Würfel liegen ist gut. Habe einen gut passenden und auch anderweit einsetzbaren Sitzhocker dazu auserkoren, für nur 19,90, in fast allen Farben erhältlich, und Kunstleder sind die anderen ja auch. Nach diesem halben Jahr hat endlich mal jemand ein MRT gemacht, obwohl die Beschwerden schon länger gehen und ich auch immer mal andere Ärzte anstieß – es interessierte niemanden, vermutlich weil ich optisch einen eher fitten Eindruck mache. Die Überbeweglichkeit im Lendenwirbelbereich, die sicher zu den Beschwerden beitrug, sieht immer so gesund aus, wenn der Orthopäde draufguckt. Das MRT hat außer mir noch kein Fachmensch (Termine sonstwann!) gesehen, aber da ich auch entfernt vom Fach bin (Biologin und früher mal Pharmareferentin für solche Erkrankungen) graust es mich. Die Wirbel (seitlicher Gleitwirbel und damit verbundene Verschiebungen weiterer Ebenen) tanzen einen Eiertanz, mehrere Bandscheiben (eigentlich alle im Lendenwirbelbereich) laufen nach hinten weit in den Spinalkanal aus, eine drückt ganz böse auf das Nervenbündel, das völlig in die andere Bildebene abgeglitten ist. Vermutlich ist auch ein 6. LW im Spiel, das Kreuzbein steht fast waagerecht ab wie eine Sprungschanze, was sogar von außen zu sehen ist. Daraus haben diverse Ärzte schon die komischsten Diagnosen abgeleitet, bis hin zu einer angeborenen Hüftdysplasie – schon witzig, wie die bis zum 49. Lebensjahr von jedwedem Arzt übersehen sein worden soll – abgesehen davon, dass dgl. weder bei meinen Großeltern, Eltern noch Kindern vorkam und auch nicht in der Familie meines Mannes. Ich bin entschlossen, da etwas tun zu lassen, mein Problem ist eher, jemanden zu finden, der sich überhaupt traut, das zu empfehlen. Heutzutage, wo wir ja alle nur die Heilung „wollen müssen“ und die Selbstheilungskräfte des Körpers vermutlich noch Jahrzehnte „Aua“ vermitteln. Mein Problem ist eher, dass so viel kaputt ist, dass man alles gar nicht reparieren kann, hoffe auf einen kompetenten Arzt und darauf, dass sich mit der Stabilisierung des neuralgischen Punktes der Rest wieder einrenkt. Drückt mir mal alle die Daumen, dass das was wird, denn meinen Beruf kann ich immer weniger ausführen (Lehrerin), ich stehe die Stunden einfach nicht durch im wahrsten Sinne des Wortes. Schade, denn ich bin als Seiteneinsteigerin seit 2014 gerade gut angekommen an der Schule … Hänge sonst auch völlig in der Luft, keine Rente o.ä. wegen all den Jahren Kindererziehung und Hausbau, die mich wohl meine Gesundheit gekostet haben. So ungesund Sitzen auch sein mag, so weit runtergeraspelt hätte es mich wohl nicht. Aber von wegen, Schwangerschaft ist keine Krankheit … Genauso, wie man empfiehlt, in dieser Zeit keinen Alkohol zu trinken, sollten auch Bauarbeiten tabu sein – das könnte die Bandscheibe kosten! Liebe Grüße und gute Besserung an alle!

    • Danke für deinen ausführlichen Bericht.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Arzt findest. Die gibt es, wenn auch nicht mehr so oft! Gib nicht auf.
      Gruß, Fabian

  38. Oje, du hast ja teils ein paar böse Werbungen auf deiner Site. gut, ich kann das überblicken. Musste das sein, damit di du Site finanzieren kannst?

    • Naja, muss nicht wirklich sein, für die paar Euros konnte ich die Werbung auch runter nehmen.
      Nun ist sie da, und das Entfernen ist mir nun zu aufwändig. Ich denke, es sind nun aber eh alle Nutzer gewohnt, dass Werbung auch im Internet reichlich vorhanden ist. Und wen es dann ganz arg stört, kann ja einfach einen Ad-Blocker installieren..

      • Ja klar, manches ist auch nicht sooo wichtig, von mir geistert auch noch etliches im Netz herum, was nicht mehr ganz wahr ist, aber im Gegensatz zu den Befürchtungen der Datenschützer interessiert es doch kein Schwein. Gezielte Produktwerbung finde ich sogar gut, z.B. Kontaktlinsen – seit mich die Hersteller gefunden haben, stehe ich nie mehr morgens da und habe keine mehr und muss mit der Panzerglasbrille in die Öffentlichkeit ;-). Was habe ich nach so einem Würfel für die Beine gesucht, um wenigstens mal ausnahmsweise schmerzfrei zu sein – meinen hat mir am Ende eine Bekannte über fb empfohlen, die Werbefritzen müssten eigentlich noch mal einen Zahn zulegen 😉 Danke für deine guten Wünsche, Dienstag ist der nächste Termin … ich habe ein gutes Gefühl.

  39. Hallo Can und alle anderen hier,
    leider geht es bei mir bergab nach der 2. OP.
    Gut ich bin nicht mehr die Jüngste 66 Jahre ( doch ich habe immer noch Sport getrieben und alles das was auch jüngere machen.
    Ja das Narbengewebe hat sich bei mir auch sehr stark gebildet und schlängelt sich wieder um die L4/5 und belastet natürlich wieder die Nerven.
    Nun hat man man mir zur Versteifung geraten, doch ich bin dazu nicht bereit.
    Derzeit mache ich wieder Physotherapie aber vor Allem in gehe sehr viel. ( Ich sage immer wieder ich laufe den Schmerzen davon)
    Meine Fussparese ist leicht noch vorhanden, aber auch hier übe ich fleissig.
    Ich lasse mich nicht gehen, doch manchmal bin ich am verzeifeln.
    Liebe Grüße aus München Doris

  40. Hallo Fabian, Danke für deine Erfahrungen mit und nach der BS – OP.
    Bei mir wurde 2012, nach starken Rückenschmerzen und beginnender Lähmung im rechten Fuß und nach ca 6 monatiger, unklarer Behandlung durch den Hausarzt endlich im MRT ein BSV in der LWS 4 und 5 festgestellt. Keine OP von Nöten. 3 Wochen Reha, mit viel Sport und Bewegung. Danach 12 Wochen IRENA, Muskelaufbau. Positiver Nebeneffekt – 12 kg Körpergewicht.
    Dann alle 2 Jahre einen kurzen Rückfall für jeweils 14 Tage, was aber gut mit der Tilscher Infusion zu beheben war.
    Dann im Dezember 2016 wurden die Schmerzen im Rücken von Dauer, ab und an eine Diclac vorm Schlafen gehen.
    Mitte Januar 2017 beginnende leichte Schmerzen im rechten Bein, Fusssohle begann zu kribbeln. Physiotherapie, ohne nennenswertes Ergebnis.
    Dann der 2.2.17, morgens beim Aufstehen. Höllische Schmerzen im hinteren rechten Bein, ähnlich eines Krampfes. Das Knie war nach innen eingeknickt, laufen und sitzen war unmöglich. Also quälte ich mich zum Hausarzt, bekam meine Tilscher Infusion. Nach 30 min durchlaufen in meine Blutbahn die Ernüchterung, keine Besserung. Freitag die gleiche Prozedur, ohne Ergebnis. Das Wochenende darauf – Horror. Nur liegen im Bett oder auf dem Fußboden.
    Montag dann hat mich der Hausarzt ins KH eingewiesen. Im Rettungswagen endlich nach Tagen schmerzfrei, haben mir was gespritzt ähnlich eines Drogenzustandes, so meinten sie.
    Dann die üblichen Untersuchungen in der Notaufnahme, da war ich froh mit dem Rettungswagen angekommen zu sein, so stand mir ein Bett mit Überwachung zu, 4,5 Std im Stuhl hätte ich nicht ausgehalten.
    Am gleichen Abend sofort MRT, Tags drauf Indikation OP oder Therapie. BSV LWS 5.
    Klar die OP, so hat man einen Strohhalm an den man sich festhalten kann. Außerdem habe ich dabei an meine kleine 18 Monatsmaus gedacht, die eine fitte Mama braucht. Kurze Erklärung wie die OP gemacht wird, Minimalinvasiv. Prolaps wird entfernt. Keine Versteifung oder Implantat, wird nicht mehr gemacht.
    Freitag der 10.2.17, 9:40 wurde ich abgeholt zur OP. Was ich noch weiß das ich 2 mal beim Anästhesist in die Maske geatmet habe, und das alles den Eindruck macht „die machen das öfters“.
    Ich hatte mich aber gut aufgehoben gefühlt.
    Um ca 13:15 wachte ich nach 1,5 Std Schlafen nach der OP, wieder auf. Sehr benommen. Juhu, meine Beine und Füße sind zu bewegen. Den Tag bis Samstag morgens hatte ich nur geschlafen. Schmerzmittel 3x am Tag, aber nur in Tablettenform, keine Tilscher.
    Samstag um 8 musste ich schon aufstehen, war etwas mühsam, ein kleines ziepen in der Wunde. Aber es war zum aushalten. Morgentoilette klappte auch. Das Laufen war noch schwer, ab und an ein ziepen in der rechten Wade, Fusssohle wurde auch wieder taub, aber das sollte alles das normale darstellen. Klar, die lange Zeit der Schonhaltung und dann plötzlich wieder bewegen. Am nächsten Tag wurde die Drainage entfernt, es war eine schlimme Vorstellung. Man malt sich die wildesten Bilder im Kopf aus. Ein kurzes Ziehen, ein kleiner Stich und gut war es. Das Wochenende war gut, laufen beschränkte sich nur vom Bett zum Bad. Gegessen wurde im stehen, oder das Bett soweit hochgefahren, das ich mich bequem im Stehen setzen konnte. Dienstag darauf, wurde ich 4 Tage nach der OP entlassen. Sitzen im Auto funktioniert, aber nur ca 30 min. Selber fahren ist noch nicht möglich, da wird das rechte Bein aufgrund der Dauerbelastung kribblig und taub.
    Die erste Woche danach, ich merke das mir viel laufen am Besten tut. Sitzen ab und an auf einem speziellen Arthothesen – Kissen, das ist wie ein härteres Keilkissen, das die Beine nach unten geneigt sind. Toilettensitzerhöhung, was auch eine prima Sache ist.
    Bücken nur sehr bewusst und alles langsam. Keine schnellen Drehbewegungen. Alles eigentlich als hätte man einen Stock im Rücken.
    Bisher läuft es gut, ab und an ein kleines Krampfen im Bein, aber dann laufe ich, und es wird nach einer kurzen Zeit besser. Ibuprofen 600 wird geteilt, brauche ich nur noch morgens und abends.
    Nächste Woche mache ich mit Physiotherapie weiter, leicht, keine Geräte, ich habe ja 6 Wochen Schonzeit.
    Wovor ich Angst habe, das sich Narben im inneren der Wunde bilden oder sich an anderer Stelle ein neuer Prolaps bildet. Oder man einfach in alte Muster zurückfällt.

    Unklar ist, wie es nun beruflich für mich aussehen wird. Habe erst im November eine neue Stelle im KH begonnen. Das wird dann aufgrund starker körperlicher Belastung nicht mehr möglich sein.

  41. Hallo alle zusammen, auch ich habe ein bisschen zu berichten. Bin 56 Jahre, Altenpflegerin und seit Jahren Probleme mit der Wirbelsäule. Im Juni 2015 wurde mit MRT das erste mal ein Bsv l5s1 festgestellt. Mit spritzen und Tabletten ging es mir bald wieder gut und bin auch wieder arbeiten, machte 1 mal die Woche rehasport. Mein damaliger ha meinte, ich sei austherapiert, deshalb rehasport. Daraufhin wechselte ich zu einem anderen Hausarzt, die mich ins MRT schickte. Soweit, so gut. Ich bekam nach und nach öfter schmerzen in der rechten Wade, dachte an Durchblutungsstörungen, bin zur phlebolpgin, sollte ats tragen, ass100 nehmen. Beim rehasport fiel es mir immer öfter schwer, das rechte Bein zu bewegen und zu heben. Schmerzen im Rücken , rechte Gesäßhälfte und Bein wurden schlimmer. Seit 15. 12.2016 bin ich nun krank geschrieben, bin zum nc, MRT , Diagnose wieder bsv l5/s1 11 mm tief, er meinte, konservativ kriegen wir das hin. Also: Tabletten, cortison, pda, Prt, physio, nichts half. Also op. Ich hatte keine Angst vor der op, wollte einfach nur schmerzfrei sein. Am 8.3. op, danach ging es mir gut, wie die anderen auch geschrieben haben, man würde aber auch mit viel Medis vollgepumpt. Am 3. Tag war meine Rechte Wade taub und pelzig, sei aber normal, nerv muss sich beruhigen. Nach 1/12 Wochen wurden die schmerzen in po und Wade wieder schlimmer, ich bräuchte noch etliche schmerztabletten. Beim klammerentfernen sagte ich ihm das alles, worauf er mich gleich ins MRT schickte, weil diese schmerzen nicht mehr sein dürften. Diagnose: rezidivprolaps, sequester , eingeklemmter Nerv, und alles ziemlich tief. 2. op am 29.3. am Anfang das gleiche wie beim ersten Mal, super gut. Physio im kh war super, hat die Punkte gefunden, wurde von Tag zu Tag besser. Nur in der früh ist mein rechter Fuß kurzzeitig eingeschlafen, ab und zu die Wade. Aber viel besser als beim 1. mal. Seit Ostern begann nun wieder das Spiel mit leichtem druckschmerz in po, aber öfter ziehende, brennende schmerzen in der Wade. Und das ganze wechselhaft, Tag zu Tag anders. Ohne Tabletten geht noch nichts, jetzt sind schon 3 Wochen rum. Habe heute nc angerufen, nächste Woche MRT und danach gleich zu ihm. Bin gespannt, was raus kommt, habe jetzt aber auch Angst, sollte er wieder was von op sagen. Habe auch nichts anderes gemacht wie alle hier, viel liegen und laufen, sitzen kann ich nicht lange, merke, wie es dann drückt. Werde euch nächste Woche berichten, was Sache ist. Drückt mir die Daumen, mir langt es langsam. Viele Grüße. Gabi

  42. Wünsche allen einen schönen Nachmittag aus München.
    Auch ich kann wieder ein bisschen berichten.
    Da sich bei mir ja viel Narbengewebe L4/5 gebildet hat, sind die Schmerzen sehr groß, sowie meine Parese im rechten Fuss.
    Habe ja auch durch die beiden OPS ( so erklärte man es mir, eine aktivierte Osteochdrose bekommen, die natürlich auch
    Schmerzen verursacht.
    Jetzt bin ich wieder einem sehr sehr guten Neurochirurgen, der langsam sucht woher die Schmerzen kommen und wie man
    am besten rangeht.
    Jetzt werden bei mir L1/2, L2/3 und L3/4 beidseits in 14 Tagen ambulant in zwei Sitzungen verödet. Wie weit das jetzt
    wirkt kann ich noch nicht sagen.
    Dann meine Fussparese ( Fusshebeschwäche ) ist leider nicht mehr behandelbar, da der Nerv zu lange geschädigt wurde.
    Das macht mir schon sehr viel aus, denn ich habe sehr viel Sport gemacht. und nun kann ich nur noch wenig sportlen.
    Tabletten nehme ich jetzt nur wenn es wirklich sehr schlimm wird. Versuche dann doch durch viel gehen die Schmerzen zu verdrängen.
    So nun habe ich wieder ein bisschen berichtet und wünsche allen alles alles gute mit wenig Schmerzen.

    Liebe Grüße Doris

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.