Über den Autor

Mein Bandscheibenvorfall (LWS) – eine kleine Geschichte…

Wie? Erstaunt, dass auf dem Foto ein relativ junger Mann ab gebildet ist und keiner der Generation 50+? Ja, ich hab leider meinen Bandscheibenvorfall im zarten Alter von 24 Jaren erlitten (Jahrgang 84) – und ich bin dabei keine Seltenheit. Der Bandscheibenvorfall ist heutzutage nicht nur mehr der “älteren” Generation vorbehalten.

Auf dieser Seite möchte ich kurze meine Geschichte schildern – der Weg von den ersten Schmerzen bis hin zur Diagnose “Bandscheibenvorfall” ist ein langer, vor allem in recht jungen Jahren. An einen Bandscheibenvorfall denkt erstmal keiner, eine MRT-Untersuchung, die Gewissenheit schafft, kam erst 2 Jahre nach den ersten Anzeichen.

Wie fing alles an?
Der erste Termin beim Ortophäden – ein Reinfall

Nach dem ich nun schon ein halbes Jahr Schmerzen und Laufbeschwerden hatte, war ich endlich beim Ortophäden. In jungen Jahren denkt man sich ja immer “ach, das wird schon wieder weggehen”… aber es ging halt nicht weg. Nach dem ich 3 Monate auf einen Termin gewartet hatte,  hatte ich meine 5 Minuten Vorsprechzeit. Fazit: Krankengymnastik und Schmerztabletten. Kein Verdacht auf Bandscheibenvorfall – trotz eindeutiger Symtome, wie ich im Nachhinein festgestellt hatte. (zu beachten ist, dass ich damals ja selber noch nie wirklich von einem Bandscheibenvorfall gehört hatte…) Der Ortophäde meinte, ich könne
sogar mit Fitness weitermachen. Oh man, das tat ich auch. Ich habe Bankdrücken gemacht – was Schlimmeres gibt’s ja kaum für den Rücken. Ich war halt ahnungslos und habe damals noch gelaubt, dass Ärzte grundsätzlich wissen, was sie tun – hatte mit 24 Jahren ja noch keine “Arzt-Erfahrungen”…mittlerweile bin ich auch schlauer.

Also gut – 12 Einheiten Krankengymnastik, die leider nicht gebracht haben. Der Physiotherapueht hatte sich aber schon immer gewundert, dass es nicht besser wird
und schon öfter mal das Thema Bandscheibenvorfall angeschnitten. Er darf natürlich keine Diagnose stellen, aber da würde ich hellhörig und begann mich selbst zu informieren….
Ich hatte zwischenzeitig nochmal einen Termin bei dem o.g. Ortophäden – wie gesagt, es war keine Besserungen eingetroffen. Was tat dieser Ortophäde? Nein, er kam immer noch nicht auf einen Bandscheibenvorfall (Schmerzen, die ins linke Bein ausstrahlen..Hallo????) – sondern wollte mir irgnedwelche IGEL-Leistungen andrehen. Gut, dachte ich mir,  das war’s hier…

Naja, nach der Krankengymnastik wurde zwar nichts besser aber auch nicht schlimmer. Zu dem Zeitpunkt waren Schmerzen und Bewegungssstörung noch akzeptabel. Ich brauche keine Schmerztabletten und an manchen Tagen hatte ich auch fast keine Beschwerden – naja gut, dass man mein Schnürsenkel-Zumachen ein Stechen im Rücken hat, daran gewöhnt man sich. So hab ich leider den Fehler gemacht, erstmal nichts weiter zu unternehmen… ich hatte viel zu tun (Studium) und die Beschwerden waren ja soweit ok.
Aber dann ging es irgendwann nicht mehr so weiter und mir wir auch klar, dass ich so nicht
Jahrelang weiterleben kann…irgendwas stimmt ja nicht.

Ortophäde Nr. 2 – MRT Termin
Mittlerweile wusste ich: Mein braucht einen guten Ortophäden. Ich bekam also einen empfohlen – 3 Monate später der Termin.  Kurze Untersuchungen, Gespräche, Nennung der Symptome – und es kam die einzig vernüpftige Schlussfolgerung: “Ohen MRT kann er da nicht viel sagen”. Also, endlich der MRT-Termin.

MRT – Diagnose Bandscheibenvorfall

Einen MRT Termin bekam ich erstaunlicherweise innerhalb weniger Wochen. Ab in die Röhre und danach noch kruz auf den Befund gewartet. Schon da sprach mich die Radiologen an: “Hui, das ist aber ein heftiger Befund”. Ok, da hatte ich Gewissheit – und war irgendwie erstmal geplättet.

4 Antworten auf Über den Autor

  1. christian.held@hpeprint.com sagt:

    hallo, man du hast ja schon einiges hinter dir. u d das in deinem alter. ich bin 45 und habe auch seit ca. 20 jahren ständig rückenprobleme. jetzt aber der grund meines kommentars: wieso lässt du dich nicht operieren? ich bin vor 2 jahren operiert worden (bandscheibenvorfall). minimalinvasiv. nach 3 tagen schmerzfrei raus aus dem krankenhaus und ruhe. zumindest für ein jahr mal :-) . ganz los wird man das thema nie mehr, aber die op war ein kleiner eingriff und bewahrt dich vor größeren schden (neurologische und orthopädische). alles gute dir und beste gruß aus köln. christian

  2. Kathrin sagt:

    Hallo,

    deine Geschichte gleicht ja fast meiner. Ich bin auch erst 23 Jahre alt und hatte vor ca. 1,5 Wochen meine Bandscheiben OP. Auch ich habe mehrere Monate (durch orthopaedische Fehldiagnosen) mit dem Vorfall gelebt (Sport gemacht etc.). Bis ich als Notfallpatient ein MRT bekam und siehe da: Schwerer Bandscheibenvorfall.
    Ich kann jetzt leider noch nicht so viel zu der Heilung durch OP sagen. Aber eins mit Sicherheit: Die Schmerzen sind weg!
    Ich habe nun 3 Wochen Krankengymnastik und es soll ca. 3 Monate dauern, bis ich wieder komplett alle Sportarten machen kann!
    Ich wuensche Dir eine gute Besserung!

    • Fabian sagt:

      Hallo,
      schon auf traurige Weise erstaunlich: Bekomme viele Zuschriften von Leuten, die noch weit unter 30 sind. Der Bandscheibenvorfall is wohl in unserer Generation weit verbreitet.. :(
      Wie geht es dir jetzt nach der OP? Sind die Schmerzen endgültig weg?
      Gruß, Fabian

  3. Alex sagt:

    Ouha! Und ich dachte immer einen richtigen Bandscheibenvorfall hat man erst dann, wenn man sich nicht mehr bewegen kann. Hatte auch schon öfter die klassischen Ischiasschmerzen – beim Arzt wurde ich mit ‘Stecken Sie sich den Pullover in die Hose, wärmen Sie den Rücken.’ und ‘In Ihrem Alter? Das ist ja komisch’ abgetan. Nachdem ich gestern allerdings vor Schmerzen in den Lendenwirbeln, die bis in die Beine ausstrahlten, keine Sitz- Steh- oder Liegeposition mehr fand, in der es erträglich war werde ich jetzt wohl doch noch mal zum Arzt und auf ein MRT bestehen.

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