Wie gehts mir so? Nach Bandscheibenvorfall Nr. 2

Wie meinem Beitrag „erneute Bandscheibenvorfall nach OP“ beschrieben habe, hat es mich ja noch mal erwischt, selbe Stelle, noch ’ne Nummer größer, wieder mit Druck auf den Nerv, aber aktuell ohne Schmerzen. Juhu!

Nun ist der erneute Bandscheibenvorfall auch schon wieder ein Jahr her. Demnach ist diese Situation für mich wieder zur Normalität geworden, wobei es immer noch ein kleiner Schock für mich ist, wenn ich ganz nüchtern darüber nachdenke.

Ich neige hier in der Regel nur dazu etwas zu veröffentlichen, wenn es mir schlechter geht, wenn etwas passiert ist. Das wollte ich mal ändern: Trotz dem erneuten Vorfall seit einem Jahr gehts mir „super„. Beschwerden? Ja klar, habe ich. Schmerzen? Seltenst! Also nicht der Rede wert.

Wie lebt es sich denn so?

Nun, mit den Beschwerden durch die Bandscheibe lebe ich ja bereits seit über 10 Jahren. Dass ich mich nicht richtig Bücken kann, alles sehr steif da am Rücken ist, ich immer aufpassen muss, ob ich mich zu sehr belaste (oder zu wenig), langes Sitzen mir nicht bekommt, Langstreckenflüge mir Angst nicht wegen eventueller Flugzeugabstürze, sondern wegen eventueller Verschlimmerungen meiner Bandscheiben machen, ist ein für mich also ein alter Hut.
(sorry für diesen langen Satz, ich hatte auch Probleme ihn zu ende zu führen)

Was mich ehrlich etwas nervt: Die ewige Angst davor, irgendwann wieder chronische Schmerzen zu haben. Natürlich ist diese Angst nicht permanent da, aber sie schlummert unterbewusst. Wenn ich mal wieder zu wenig für meinen Rücken gemacht habe, das Befinden etwas schlechter wird, leichtes Ziehen im Bein sich bemerkbar macht, ja dann ist die Angst natürlich größer.

Natürlich mache ich auch nicht perfekt Tag für Tag meine Rückenübungen. Schon sehr regelmässig, aber man hat halt immer das Gefühl: Man müsse noch mehr machen. Und wenn ich dann doch mal wieder im Büro ein paar Stunden am Stück sitze, ist das schlechte Gewissen auch wieder groß.  (ohne Stehschreibtisch wäre ein Bürojob für mich undenkbar)

Aber gut. Das Leben besteht natürlich auch noch aus anderen Herausforderungen, mit 33 Jahren ist man ja gerade in einer ganz heißen Phase, von daher ist mein Fokus natürlich nicht permanent auf dem Rücken fokussiert. (was auch gut so ist!)
Das soll heißen: Wenn ich hier über meine Gedanken und Sorgen zum Bandscheibenvorfall schreibe, sind diese immer sehr komprimiert und die Quintessenz von Wochen, Monaten. Mein Leben besteht – wie jedes andere Leben – aus vielen Baustellen. Die Bandscheibe ist irgendwie jeden Tag schon präsent, aber wenn ich gerade in beruflich streßigen Situation bin, sind diese eben präsenter.

Das ist auch ein wichtiger Rat an alle mit chronischen Beschwerden: ABLENKUNG! 
Das Leben auf andere Dinge fokussieren. Wenn man sich nur mit der Bandscheibe beschäftigt, sich alles zu dem Thema durchliest, was man finden kann, ja, dann kann’s ja nur schlimmer werden.

Aber gut, die Info ist wohl nichts Neues, und ich weiß auch, wie schwierig das sein kann, wenn die Schmerzen echt heftig sind.

Wie wird es in 10 oder 20 Jahren sein?

Jetzt fange ich ja doch wieder an, hier eher negative Worte zu verlieren, obwohl es mir zur Zeit GUT GEHT. Aber trotzdem: Hin und wieder „poppt“ natürlich auch der Gedanke auf: Wie lange geht diese „schmerzfrei-Nummer“ hier eigentlich noch gut? Was ist denn in 10 Jahren?  Der Körper ändert sich. Irgendwann kann die Bandscheibe dann doch wieder so ungünstig auf den Nerv drücken, dass es mir ins Bein schießt

Ja, das kann alles passieren.
Wenn du auch in so einer Situation bist, bzw. daran denken muss, dann rate ich dir: Laß es einfach! So kitschig es klingen mag: Das Leben ist im JETZT. Und so brutal es klingen mag: Ob du oder ich noch in 10 oder 20 Jahren überhaupt leben, kann niemand garantieren.

Zusammengefasst: Mir gehts gut, die Bandscheibe macht sich bemerkbar, aber ich bin dankbar, dass es aktuell nicht schlimm ist.

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Ein Kommentar “Wie gehts mir so? Nach Bandscheibenvorfall Nr. 2

  1. Hallo Fabian und alle andern,

    ja, das Thema Bandscheibenvorfall ist auch meines. Ich habe nach den ersten Bandscheibenvorfall Anfang 2017 einen weiteren am Ende des Jahres diagnostiziert bekommen + ein Wirbel mit Protrusion. Dh. von 5 Wirbel im Lendenbereich mach mir 3 Wirbel Probleme. Da ich (mittlerweile 70 Jahre jung) bisher sehr gerne Rad gefahren bin (auch etwas längere Touren so 60-100km am Tage) möchte ich mir ein sehr gutes E-Bike kaufen. Nun stellt sich die Frage ein Rad mit sehr guter gefederter Sattelstütze (Teleskop Parallelogramm) oder ein Rad (Tiefeinsteiger) mit Vollfederung (so wie bei vielen M-Bikes) ? Leider gibt es da nur zwei Hersteller die mir bekannt sind wovon das eine ca. 4-5000€ kostet (als Test und Messerad ab ca. 3150€ – was mit genügen würde). Was meint Ihr dazu, welches ist zu empfehlen. Ich möchte hier nicht am falschen sparen und mir weitere Problem mit der Bandscheibe holen? Bitte um eure Meinung und Erfahrungen.

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