Meditation

Eine Frau bei der Meditation an ihrem ArbeitsplatzJeder Mensch der mit dem Gedanken spielt, sich der Meditation zu widmen, stellt sich zu Beginn die Frage: Was ist Meditation eigentlich?

Nun, auf der einen Seite lässt sich hierfür keine Allgemeingültige Definition finden. Auf der anderen Seite ist es jedoch ganz einfach, denn Meditation ist nicht mehr und nicht weniger als das reine Dasein – ohne Stress, ohne Gedanken und ohne Emotionen.

Dies lässt sich gut mit dem Empfinden von Geschmäckern vergleichen. Man kann versuchen, Worte für einen Geschmack zu finden, was allerdings voraussetzt, dass man auch andere Geschmäcker in die Beschreibung einbezieht. Vollständig mit Worten wiedergeben, lässt sich ein Geschmack jedoch nicht.

Genauso ist es auch bei der Meditation. Man kann versuchen, das Gefühl einer intensiven Meditation wiederzugeben. Wirklich verständlich wird es jedoch erst, wenn man selbst meditative Erfahrungen gesammelt hat. Meditation ist also nicht nur eine Entspannungstechnik, sondern eher eine umfassende Erfahrung.

Allgemeine Fakten zur Meditation

Grundsätzlich beschreibt das Wort „Meditation“ keine spezielle Entspannungstechnik. Hierbei handelt es sich eher um einen Überbegriff für unzählige meditative Verfahren.

Die allgemeine Vorstellung von Meditation ist ein im Schneidersitz befindlicher Mensch, der die Handrücken auf den Knien ablegt und einfach nur dasitzt. Diese Vorstellung ist grundlegend nicht falsch. Meditation umfasst allerdings noch viel mehr, als nur dieses Bild.

Während einer Meditation muss man nicht zwangsläufig im Schneidersitz sitzen und auch die Augen müssen nicht unbedingt geschlossen sein. Hierbei ist jede erdenkliche Ausgangsstellung möglich, wie zum Beispiel im Stehen, auf den Knien oder beim Laufen. Denn Meditation ist sehr individuell.

Meditation findet immer dann statt, wenn jemand bewusst versucht, sich von seinen Gedanken zu lösen. Das ist schon alles. Denn mit den Gedanken kommen die Emotionen. Wenn man also an diesem Punkt ansetzt und die Gedanken zur Seite schiebt, fallen die Emotionen automatisch weg. Was übrig bleibt, ist ein Gefühl von reinem Bewusstsein – ohne zu denken, ohne zu werten und frei von jeglicher emotionalen Wahrnehmung.

Dadurch entsteht während der Meditation auch eine körperliche und seelische Entspannung, obwohl diese meist nicht das Ziel von meditativen Verfahren ist.

Meditation zielt eher auf eine ganz besondere Selbstwahrnehmung ab, während der ein Meditierender alles um sich herum vergisst und einfach nur „da“ ist.

Doch wie lässt sich dieser Zustand erzeugen? Im Folgenden führen wir verschiedene Meditationstechniken auf, die vor allem für Einsteiger geeignet sind, um erste meditative Erfahrungen zu sammeln.

Grundlage der Mediation

Die Grundlage für jede Meditation ist es, sich ein Bewusstsein als stiller Beobachter zu schaffen. Wie bereits erwähnt, ist es das oberste Ziel, die Gedanken so weit wie möglich auszuschalten.

Gerade am Anfang ist dies natürlich nur sehr schwer umzusetzen. Es werden immer wieder Gedanken aufkommen. Diese dürfen auch wahrgenommen, allerdings nicht weiter verfolgt werden.

Während der Meditation sollte man versuchen, jeden Gedanken als stiller Beobachter wahrzunehmen und anschließend wie eine Wolke vorbeiziehen zu lassen.

Die Zeit der Meditation ist wenig ausschlaggebend und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Eine Meditation kann fünf Minuten oder auch mehrere Stunden dauern.

Die Vorbereitung

Eine Gruppe meditiert gemeinsamWer erste Erfahrungen mit der Meditation sammeln möchte, sollte dies in einer angenehmen Umgebung mit möglichst wenig Ablenkungen umsetzen.

Dazu ist es sinnvoll, sich in einen abgeschlossenen Raum zu begeben und alle Lichter zu dimmen oder ganz zu löschen. Darüber hinaus sollten auch alle Fenster geschlossen und andere Geräuschquellen abgestellt werden. Dazu gehört auch, das Telefon und das Smartphone auszuschalten oder in den Flugzeugmodus zu versetzen.

Wenn dass erledigt ist, sucht sich der Meditierende einen bequemen Platz aus und lässt sich dort nieder. Grundsätzlich kann auch in liegender Ausgangsstellung meditiert werden. Aufrecht sitzende Positionen bieten jedoch den Vorteil, dass man nicht Gefahr läuft, während der Meditation einzuschlafen.

Sanfte Melodien können den Entspannungsprozess unterstützen, sind jedoch nicht unbedingt notwendig, um intensive meditative Erfahrungen zu sammeln. Wer sich für Musik entscheidet, sollte jedoch darauf achten, dass in dieser keinerlei Wortlaute vorkommen, da diese den Gedankenfluss anregen.

Meditation mit einer Kerze

Wie bereits erwähnt, müssen die Augen während der Meditation nicht unbedingt geschlossen sein. Bei der Meditation mit Kerzenlicht sollte der gesamte Raum so weit abgedunkelt sein, dass im Sichtfeld nur noch der Kerzenschein erkennbar ist. Eine sitzende Position ist hierbei von Vorteil.

Der Meditierende konzentriert sich währenddessen ausschließlich auf die kleine Flamme und beobachtet, wie diese Flackert und wie sich die Farbe der Flamme von Blau über Gelb zu Orange verschiebt.

Ein Zeichen für eine erfolgreiche Meditation ist es, wenn der Lidschlag zunehmend weniger wird und der Meditierende nur noch ein bis zwei mal pro Minute blinzelt.

Atemmeditation

Während der Atemmeditation versucht der Meditierende, so bewusst wie möglich zu atmen. Er sollte sich darauf konzentrieren, wie die Luft in die Lunge strömt und den Brustkorb aufbläht. Anschließend wird langsam ausgeatmet, wobei sich mit der Zeit ein angenehmes Entspannungsgefühl einstellt.

Für Anfänger kann es hilfreich sein, die Atemzüge zu zählen. Dabei zählt der Meditierende jeden abgeschlossenen Atemzug, bis zehn erreicht sind und beginnt anschließend wieder von vorne. Diese Technik kann sehr hilfreich sein, wenn man am Anfang noch Probleme hat, sich von seinen Gedanken zu lösen.

Meditation mit dem eigenen Herzschlag

Neben dem Atem kann man sich während der Meditation auch auf den eigenen Herzschlag konzentrieren. Eine liegende Position und der Verzicht auf Musik ist hier zu besseren Wahrnehmung sehr sinnvoll.

Der Meditierende konzentriert sich hierbei ausschließlich auf seinen Herzschlag, ohne zu werten, ob dieser zu schnell oder zu langsam ist. Durch die eintretende Entspannung wird sich der Herzschlag nach und nach automatisch verlangsamen und kann sogar Werte von 50 Schlägen pro Minute oder weniger erreichen.


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