Iliosakralgelenksarthrose

Wie es der Name bereits besagt, handelt es sich bei der Iliosakralgelenksarthrose um eine Arthrose, sprich eine Verschleißerkrankung des Iliosakralgelenks. Das Iliosakralgelenk wird in der medizinischen Fachsprache auch als Kreuz-Darmbeingelenk bezeichnet. Die schmerzhaften Folgen einer Iliosakralgelenksarthrose machen sich vor allem beim Gehen bemerkbar. Schließlich werden die Gehbewegungen von der Hüfte zum Becken weitergeleitet, wo dieses Gelenk am Gehvorgang beteiligt ist. Die Schmerzen einer Iliosakralgelenksarthrose sind allerdings nicht nur in der Hüfte zu spüren. Vielmehr können sie bis ins Bein ausstrahlen. Sensibilitätsstörungen im Bereich der Haut können im Zusammenhang mit einer Iliosakralgelenksarthrose ebenso auftreten.

Aus diesem Grund muss eine Differentialdiagnose erfolgen, bei welcher der zuständige Arzt zwischen einer Iliosakralgelenksarthrose und einer Reizung des Ischiasnervs unterscheidet. Denn auch Ischiasschmerzen muten sehr ähnlich wie die Symptome einer Iliosakralgelenksarthrose an. Unglücklicherweise stehen bei einer Arthrose des Kreuz-Darmbeingelenks nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl. Spezielle Schuhe mit weichen Absätzen können jedoch speziell für den Patienten angefertigt werden. Dieses Schuhwerk hilft mit seinen Pufferabsätzen dabei, dass das Gelenk beim Gehen nicht so stark belastet wird, was die Schmerzen mindert. Folgende Therapieansätze können ebenfalls in Erwägung gezogen werden:

  • Massagen
  • Schmerzmittel
  • Physiotherapie/ Krankengymnastik
  • Reizstrom
  • Osteopathie
  • Akupunktur

Eine chirurgische Therapie ist ebenso denkbar. Bei dieser Operation spreizt der Arzt den Gelenkspalt des Iliosakralgelenks, indem er dort ein Implantat einsetzt, welches an eine Art Schraube erinnert. Diese Implantat soll die Bildung einer knöchernen Verbindung anregen, so dass es zu einer Versteifung und der damit verbundenen Schmerzlinderung für den Patienten kommt. Meist werden die konservativen Therapiemöglichkeiten zunächst ausgeschöpft, bevor eine operative Therapie in Betracht gezogen wird. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass mit jedem chirurgischen Eingriff ein gewisses Narkose- und Infektionsrisiko für den Patienten einhergeht, welches mit einem zunehmenden Lebensalter entsprechend zunimmt. Da meist ältere Patienten von einer Iliosakralgelenksarthrose betroffen sind, fällt ihr Narkose- und Infektionsrisiko höher aus.

Zusammenfassung

  • Wie es der Name besagt, handelt es sich bei der Iliosakralgelenksarthrose um eine Arthrose, sprich eine Verschleißerkrankung des Iliosakralgelenks, das auch als Kreuz-Darmbein-Gelenk bekannt ist.
  • Die schmerzhaften Folgen einer Iliosakralgelenksarthrose machen sich vor allem beim Gehen bemerkbar, da das Iliosakralgelenk am Gehvorgang beteiligt ist.
  • Außerdem können die Arthrose-Schmerzen bis ins Bein ausstrahlen.
  • Sensibilitätsstörungen im Bereich der Haut können im Zusammenhang mit einer Iliosakralgelenksarthrose ebenso auftreten.
  • Meist wird eine Iliosakralgelenksarthrose konservativ therapiert, wenngleich eine operative Therapie ebenso denkbar ist.
  • Da Ischiasschmerzen den Symptomen einer Iliosakralgelenksarthrose stark ähneln, muss der zuständige Arzt zunächst die korrekte Diagnose stellen und herausfinden, welche dieser beiden Ursachen für das Schmerzbild verantwortlich ist.


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