Klopfschmerz

Nicht immer geht ein Bandscheibenvorfall mit eindeutigen Symptomen einher. Bevor der behandelnde Arzt jedoch ein CT oder ein MRT anordnet, wird er zunächst verschiedene körperliche Untersuchungen durchführen, um so zu überprüfen, ob der Verdacht eines Bandscheibenvorfalls besteht. Eine solche Untersuchung stellt das Beklopfen der Wirbelsäule dar. Dabei will der Arzt herausfinden, ob der Patient vom sogenannten Klopfschmerz betroffen ist.

Beim Klopfschmerz handelt es sich um eine Art von Schmerz, der, wie es der Name bereits besagt, dann auftritt, wenn eine Körperregion beklopft wird. Klopfschmerz kann demnach nicht nur im Bereich der Wirbelsäule auftreten, sondern spielt auch in der Zahnmedizin eine Rolle. Eine klinische Untersuchung, bei der überprüft wird, ob der Patient von einem Klopfschmerz betroffen ist, dient also der Diagnose. Diese Untersuchung muss meist mit weiteren Diagnoseverfahren kombiniert werden, um endgültig zu bestätigen, von welchem Krankheitsbild der Patient betroffen ist.

Wieso funktioniert der Klopfschmerz-Test?

Indem die jeweilige Körperregion abgeklopft wird, kommt es dort zu einer leichten Erschütterung. Auf diese Erschütterung können die örtlichen Nerven reagieren. Dies spürt der Patient in Form eines Schmerzes, sofern das Gewebe in der Region, welche der Arzt abklopft, bereits von entzündlichen Veränderungen betroffen ist. Diese Art von Veränderungen lassen sich über den Klopfschmerz-Test nicht nur aufspüren, sondern auch präzise lokalisieren.

Sofern der Klopfschmerz-Test bei einem Bandscheibenvorfallpatienten durchgeführt wird, lässt sich klären, auf welcher Höhe sich der Bandscheibenvorfall ungefähr befindet. Das Beklopfen der verschiedenen Abschnitte der Wirbelsäule kann in Form eines Klopfschmerzes allerdings nicht nur auf einen Bandscheibenvorfall, sondern auch auf eine akute oder chronische Nervenwurzelreizung oder -schädigung infolge der folgenden Krankheiten hinweisen:

  • Osteopathie
  • Lyme-Borreliose
  • Hämatome
  • Tumore im Bereich der Knochen
  • Osteitiden

Zusammenfassung

  • Wenn das Beklopfen einer bestimmten Körperregion Schmerzen verursacht, ist von einem Klopfschmerz die Rede.
  • Der Klopfschmerz-Test wird in verschiedenen Bereichen der Medizin inklusive der Zahnmedizin als diagnostisches Tool eingesetzt.
  • Auch bei dem Verdacht eines Bandscheibenvorfalls, bei dem die Patienten unter diffusen Schmerzen leiden, kann der Klopfschmerz-Test zum Einsatz kommen.
  • Wenn das Gewebe bereits entzündlich verändert ist, reagieren die lokalen Nerven auf den Klopfschmerz-Test mit Schmerzen.
  • So lässt sich bei einer Entzündung im Bereich der Wirbelsäule zum Beispiel herausfinden, welcher Abschnitt betroffen ist.
  • Anschließend müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine genau Diagnose stellen zu können.
  • Neben einem Bandscheibenvorfall können auch Knochentumore, Hämatome, Osteopathie oder eine Lyme-Borreliose einen Klopfschmerz im Bereich der Wirbelsäule auslösen, sodass durch weitere Untersuchungen geklärt werden muss, welche dieser möglichen Ursachen tatsächlich für die Schmerzen verantwortlich ist.


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