Kreuzbein

Das Kreuzbein schließt an die Lendenwirbelsäule an. Während die Wirbel der oberen Wirbelsäule nicht miteinander verwachsen sind, sondern von den dazwischenliegenden Bandscheiben voneinander getrennt werden, besteht das Kreuzbein beim Menschen aus fünf miteinander verwachsenen Wirbeln. Die Verschmelzung der Wirbel liegt nicht von Geburt an vor, sondern nimmt erst im Rahmen der Wachstumsphase ihren Lauf. Vorher besteht ein knorpeliger Verbund zwischen den einzelnen Sakralwirbeln. Die grundlegenden Charakteristika der Wirbel sind auch im Bereich des Kreuzbeins trotz der Wirbelverschmelzung vorhanden.

Das Kreuzbein (S1) folgt nach der Lendenwirbelsäule

In Ausnahmefällen ist der erste Sakralwirbel beweglich. Davon bekommen die betroffenen Personen jedoch meist nichts mit, da ein beweglicher S1-Wirbel nicht zwingend zum Problem werden muss. Das Kreuzbein weist eine Beugung nach hinten auf, die in der Fachsprache als sogenannte Kyphose bezeichnet wird. Zudem besteht eine Verbindung zwischen dem Kreuzbein sowie dem linken und rechten Hüftbein. Zusammen mit dem Hüftbein bildet das Kreuzbein den Beckengürtel. Während Menschen und Pferde über fünf Sakralwirbel verfügen, sind es beim Hund nur drei.

Die Spinalnerven, die in der Kreuzbeinregion aus den Zwischenwirbellöchern austreten, sind für die sensorische und motorische Versorgung der Beine und des Beckens verantwortlich. Im Anschluss an das Kreuzbein schließt sich das Steißbein als Abschluss der Wirbelsäule an. Während Bandscheibenvorfälle am Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein relativ oft zum Problem werden, kann das Kreuzbein ebenso von den folgenden Krankheiten betroffen sein:

  • Morbus Bechterew
  • Ein entzündetes Kreuzbein-Darmgelenk

Bei einigen Menschen kommt es zu einer Verwachsung des fünften Lendenwirbels mit dem Kreuzbein. Dann ist von einer Sakralisation die Rede. Die komplette oder teilweise Verwachsung kann eine Skoliose bedingen. Außerdem kann es zu einer Zwischenwirbellochverengung kommen, die entsprechende neurologische Schädigungen nach sich ziehen kann, da die Nerven durch das engere Zwischenwirbelloch beeinträchtigt werden. Bei einem Kreuzbein, welches eine besonders starke Biegung aufweist, sprechen die Mediziner von einem Sacrum arcuatum.

Zusammenfassung

  • Das Kreuzbein schließt an die Lendenwirbelsäule an.
  • Während die Wirbel der oberen Wirbelsäule nicht miteinander verwachsen sind, sondern von den dazwischenliegenden Bandscheiben voneinander getrennt werden, besteht das Kreuzbein beim Menschen aus fünf miteinander verwachsenen Wirbeln.
  • Die Verschmelzung der Wirbel liegt nicht von Geburt an vor, sondern nimmt erst im Rahmen der Wachstumsphase ihren Lauf. Vorher besteht ein knorpeliger Verbund zwischen den einzelnen Sakralwirbeln.
  • Es besteht eine Verbindung zwischen dem Kreuzbein sowie dem linken und rechten Hüftbein. Zusammen mit dem Hüftbein bildet das Kreuzbein den Beckengürtel.
  • Beim Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein ändert die Wirbelsäule ihre Krümmungsrichtung. Daher treten L5/S1-Bandscheibenvorfälle mit einer gewissen Häufigkeit auf.


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