L5

Die menschliche Wirbelsäule umfasst fünf Lendenwirbel. Sie werden von L1 bis L5 durchnummeriert. Bei dem Lendenwirbel L5 handelt es sich demzufolge um den letzten, fünften Wirbel der Lendenwirbelsäule. In Richtung des Gesäßes schließt das Kreuzbein an diesen Wirbel an. Zwischen dem L5-Wirbel und dem Kreuzbein ändert die Wirbelsäule die Richtung ihrer Krümmung. Dies sorgt dafür, dass die Wirbelsäule an dieser Stelle besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist. Bandscheibenvorfälle im Bereich des fünften Lendenwirbels treten daher deutlich häufiger auf als Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule sowie Bandscheibenvorfälle in der Region der ersten drei Lendenwirbel. Auch der vierte Lendenwirbel ist ähnlich anfällig für Bandscheibenvorfälle wie der fünfte Wirbel der Lendenwirbelsäule.

Sofern die fünfte Nervenwurzel durch einen Bandscheibenvorfall komprimiert wird, ist vom sogenannten L5-Syndrom die Rede. Für die betroffen Patienten bedeutet dies, dass die Schmerzen bis zum äußeren Unterschenkel und in den großen Zeh ausstrahlen. In dieser Körperregion können auch Taubheitsgefühle zum Problem werden. Die Patienten sind oftmals nicht dazu in der Lage, den Fuß sowie den großen Zeh anzuheben. Wenn der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall in der L5-Region besteht, wird der zuständige Arzt dies daher überprüfen. Auch wenn der Fersenstand gar nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, ist dies ein erstes Indiz, dass der Patient vom L5-Syndrom betroffen ist.

Der L5 am Modell der Wirbelsäule

Allerdings kann das L5-Syndrom nicht nur durch einen Bandscheibenvorfall, sondern zum Beispiel auch durch einen Tumor bedingt sein. Daher müssen weitere diagnostische Untersuchung durchgeführt werden, um die genaue Ursache abzuklären. Bandscheibenvorfälle sind als die häufigsten Auslöser für das L5-Syndrom zu nennen. Wenn ein Bandscheibenvorfall das L5-Syndrom bedingt, reicht eine konservative Therapie oftmals aus. Allerdings kann eine Operation erforderlich werden, sofern ausgeprägte Lähmungserscheinungen auftreten. Dann handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der so schnell wie möglich, am besten noch innerhalb von 24 Stunden, zu operieren ist. In der Praxis kommt die Mehrheit der Patienten ohne eine Operation aus.

Zusammenfassung

  • Beim Lendenwirbel L5 handelt es sich um den letzten Wirbel der Lendenwirbelsäule.
  • In Richtung des Gesäßes schließt das Kreuzbein an diesen Wirbel an.
  • Zwischen dem L5-Wirbel und dem Kreuzbein ändert die Wirbelsäule die Richtung ihrer Krümmung, was dafür sorgt, dass die Wirbelsäule an dieser Stelle besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist.
  • Bandscheibenvorfälle im Bereich des fünften Lendenwirbels treten wesentlich häufiger auf als Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule sowie Bandscheibenvorfälle der ersten drei Lendenwirbel, während die L4-Region ähnlich anfällig ist.
  • Sofern die fünfte Nervenwurzel durch einen Bandscheibenvorfall komprimiert wird, ist vom sogenannten L5-Syndrom die Rede.
  • Das L5-Syndrom kann auch von einem Tumor ausgelöst werden, was nur bei sehr wenigen Patienten der Fall ist.
  • Neben Schmerzen, die bis zum äußeren Unterschenkel und in den großen Zeh ausstrahlen, sowie Taubheitsgefühlen in dieser Region geht das L5-Syndrom häufig mit einer Fußheberschwäche einher. Außerdem sind die Patienten oftmals nicht in der Lage, den Fersenstand einzunehmen. Dies ist für den behandelnden Arzt ein erstes Indiz, dass es sich um einen L5-Bandscheibenvorfall handeln könnte.
  • Beim L5-Syndrom reicht eine konservative Therapie oft aus. Eine Operation kann erforderlich werden, falls es zu ausgeprägten Lähmungserscheinungen kommt.


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