Lendenwirbelsäule

Die Lendenwirbelsäule wird als LWS abgekürzt. Dabei handelt es sich um den Teil der Wirbelsäule, der sich zwischen der Brustwirbelsäule und dem Kreuzbein befindet. Sie wird auch als lumbale Wirbelsäule bezeichnet. Die meisten Säugetiere verfügen über sechs Lendenwirbel. Bei Hunden und Katzen sind es sogar sieben. Fünf Wirbel machen die Lendenwirbelsäule beim Menschen aus. Sie werden von L1 bis L5 durchnummeriert.

Die Lendenwirbelsäule ist nach vorne gebeugt. Diese Form der Krümmung wird als Lordose bezeichnet. Besonders beim aufrechten Gehen ist die Lendenwirbelsäule hohen Belastungen ausgesetzt. Dies trägt dazu bei, dass dieser Abschnitt der Wirbelsäule besonders häufig von Bandscheibenfällen betroffen ist. Beim Übergang von der Brust- zur Lenden- sowie von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein ändert die Wirbelsäule zudem die Richtung ihrer Krümmung. Dies sorgt zusätzlich für eine höhere Anfälligkeit für Bandscheibenvorfälle.

Die Lendenwirbelsäule (LWS) liegt zwischen der Brustwirbelsäule und dem Kreuzbein

Im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule verläuft das Rückenmark durch die Wirbel. Dies ist im Bereich der Lendenwirbelsäule nicht der Fall. Ab dem ersten oder zweiten Lendenwirbelkanal ist kein Rückenmark mehr, sondern die Cauda Equina anzutreffen. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Spinalnervenwurzeln am unteren Ende des menschlichen Rückenmarks. Bei einem Bandscheibenvorfall können diese Nervenwurzeln komprimiert werden. Dann ist vom sogenannten Nervenwurzelsyndrom die Rede, welches nicht nur Schmerzen im jeweiligen Bereich der Wirbelsäule verursacht. Vielmehr sind die verschiedenen Nerven für die Versorgung des Unterkörpers zuständig.

Ein massiver Bandscheibenvorfall kann daher sogar zu Lähmungserscheinungen im Unterkörper und Inkontinenz führen. Auch Erektionsstörungen sind möglich. Zudem strahlen die Schmerzen häufig vom Gesäß bis in die Füße aus. Bei einer starken Nervenwurzelquetschung ist vom Cauda-Equina-Syndrom die Rede. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Während ein Bandscheibenvorfall meist konservativ, sprich ohne eine Operation therapiert werden kann, wird eine Operation bei solch einem Notfall erforderlich, um dauerhafter Inkontinenz und bleibenden Lähmungen aus dem Weg zu gehen.

Zusammenfassung

  • Die Lendenwirbelsäule wird als LWS abgekürzt und auch als lumbale Wirbelsäule bezeichnet.
  • Bei der Lendenwirbelsäule handelt es sich um den Teil der Wirbelsäule, der sich zwischen der Brustwirbelsäule und dem Kreuzbein befindet.
  • Die meisten Säugetiere verfügen über sechs Lendenwirbel. Bei Hunden und Katzen sind es sieben. Fünf Wirbel machen die Lendenwirbelsäule beim Menschen aus.
  • Die Wirbel der Lendenwirbelsäule werden von L1 bis L5 (oder L6/ L7) durchnummeriert.
  • Während das Rückenmark durch die Wirbel der Hals-, Brust- und oberen Lendenwirbelsäule verläuft, ist ab dem ersten oder zweiten Lendenwirbelkanal kein Rückenmark mehr, sondern die Cauda Equina anzutreffen.
  • Bei der Cauda Equina handelt es sich um eine Ansammlung von Spinalnervenwurzeln am unteren Ende des menschlichen Rückenmarks, die für die Versorgung der unteren Körperhälfte zuständig sind.
  • Bei einem Bandscheibenvorfall werden diese Nervenwurzeln komprimiert, weshalb von einem sogenannten Nervenwurzelsyndrom die Rede ist.
  • Wenn die Nervenwurzeln extrem komprimiert werden, kann dies Lähmungen und Inkontinenz nach sich ziehen. Dann handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der als Cauda-Equina-Syndrom bezeichnet wird. Diese massive Nervenstörung ist operationsbedürftig, um dauerhaften Schädigungen nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen.


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