Querfortsatz

Die Wirbel verfügen jeweils über zwei Querfortsätze. Diese Fortsätze werden als Querfortsätze bezeichnet, da sie links und rechts an den Wirbel quer zur Seite zeigen. In der Fachsprache der Mediziner sind die Querfortsätze auch als „Processus transversi“ bekannt. Die Knochenfortsätze der Wirbel treten immer paarweise auf. Abhängig von der Höhenlage der Wirbel weisen die Querfortsätze eine unterschiedliche Stärke auf. Wenngleich die Lage sich immer seitlich am Wirbelbogen befindet, werden den Querfortsätzen leicht unterschiedliche Funktionen zugeordnet.

Im Bereich der Brustwirbelsäule gibt es eine gelenkige Verbindung zwischen den Querfortsätzen und den Rippen. Daher können die Querfortsätze hier als Rippen-Wirbel-Gelenke bezeichnet werden. Generell sind die Querfortsätze unerlässlich, da die Bänder und Muskeln sowie die Faszien daran befestigt sind. Somit können die Bänder des Rückens sowie die Rückenmuskulatur auch dank der Querfortsätze ihren Beitrag dazu leisten, die Wirbelsäule zu stützen.

Die ersten sechs Querfortsätze sind im Bereich der Halswirbelsäule anzutreffen. Sie unterscheiden sich von den übrigen Querfortsätzen insofern, als dass sie ein Loch aufweisen. Spätestens ab dem siebten Halswirbel weisen die Querfortsätze bei den meisten Säugetieren kein Loch mehr auf. In der Summe handelt es sich bei diesen Löchern um den sogenannten Querfortsatzkanal. Durch diesen Kanal verlaufen die Vena und Arteria vertebralis sowie der Nervus vertebralis. Dabei handelt es sich um Nerven, Venen und Arterien, die vor allem für die Versorgung des Halses sowie umliegender Körperregionen verantwortlich sind.

Sofern es durch eine Skoliose oder eine Blockierung zu einer Drehung der Querfortsätze kommt, müssen sich die betroffenen Patienten auf starke Schmerzen einstellen. Bedingt durch die Drehung und die nunmehr physiologisch ungünstige Ausrichtung der Querfortsätze können die Spinalnerven komprimiert werden. Diese Einengung der Nerven kann neben Schmerzen im schlimmsten Fall auch Lähmungserscheinungen sowie eine Inkontinenz nach sich ziehen.

Zusammenfassung

  • Die Wirbel verfügen jeweils über zwei Querfortsätze, welche diese Bezeichnung tragen, da die Knochenfortsätze links und rechts an den Wirbel quer zur Seite zeigen.
  • In der Fachsprache der Mediziner sind die Querfortsätze auch als „Processus transversi“ bekannt. Die Knochenfortsätze der Wirbel treten immer paarweise auf.
  • Abhängig von der Höhenlage der Wirbel weisen die Querfortsätze eine unterschiedliche Stärke auf.
  • Im Bereich der Brustwirbelsäule treten die Querfortsätze als Rippen-Wirbel-Gelenke in Erscheinung, da eine gelenkige Verbindung zwischen den Querfortsätzen und den Rippen besteht.
  • Die Querfortsätze erfüllen eine wichtige Aufgabe, da sie als Ansatzpunkt der Bänder und Muskeln sowie Faszien fungieren.
  • Die oberen Querfortsätze weisen im Bereich der Halswirbelsäule jeweils ein Loch auf, damit die Vena und Arteria vertebralis sowie der Nervus vertebralis durch den Querfortsatzkanal, der von diesen Löchern gebildet wird, verlaufen können.
  • Eine Skoliose oder eine Blockierung können zu einer Drehung der Querfortsätze führen, die dann die Spinalnerven komprimieren und entsprechende Nervenschmerzen hervorrufen können.


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