Rückenschmerzen

Wenn der Rücken schmerzt, ist von Rückenschmerzen die Rede, die auf eine große Vielfalt von möglichen Ursachen zurückzuführen sein können. Von einfachen Verspannungen bis hin zu einem schwerwiegenden Bandscheibenvorfall, der womöglich sogar Lähmungserscheinungen nach sich zieht, sind es die verschiedensten Auslöser, die den Rücken schmerzen lassen. Abhängig vom Krankheitsbild sind die Rückenschmerzen auf strapazierte Bänder, Muskeln oder Verschleißerscheinungen im Bereich der Bandscheiben oder Wirbelsäule zurückzuführen.

Abbildung Rückenschmerzen

Rückenschmerzen – Volkskrankheit Nr. 1

Rückenschmerzen können nur vorrübergehend sein, wie zum Beispiel bei Muskelkater, der sich nach einem harten Umzugstag oder vielen Stunden der Gartenarbeit bemerkbar macht. Während diese Schmerzen nicht von Dauer sind, können Schmerzen im Rücken auch ein chronisches Ausmaß annehmen. Noch dazu kann nicht nur der Rücken schmerzen, sondern die Schmerzen strahlen womöglich auch bis zum Gesäß oder in die Beine aus. Falls die Lendenwirbelsäule schmerzt, ist von Kreuzschmerzen die Rede. Dieses Krankheitsbild wird auch als LWS-Syndrom bezeichnet.

Schmerzt die Brustwirbelsäule, so ist vom BWS-Syndrom die Rede, das auch als Dorsalgie bekannt ist. Unter der sogenannten Dorsalgie sind darüber hinaus auch unspezifische Rückenschmerzen zu verstehen. Falls die Halswirbelsäule schmerzt, bezeichnet man diesen Schmerz als HWS-Syndrom, Cervicalgie oder einfach als Nackenschmerzen. Um Rückenschmerzen aus dem Weg zu gehen oder weiteren Rückenschmerzen zum Beispiel bei Bandscheibenpatienten vorzubeugen, empfiehlt sich eine Stärkung der Rücken- und Rumpfmuskulatur durch gezieltes Training sowie das Erlernen und Anwenden rückenfreundlicher Bewegungsabläufe im Alltags- und Arbeitsleben.

Unterteilung von Rückenschmerzen

Abhängig von der Dauer der Rückenschmerzen werden diese in chronische, subakute und akute Schmerzen eingeteilt. Wer weniger als sechs Wochen von dem Schmerz betroffen ist, hat akute Rückenschmerzen. Eine Dauer von sechs bis zwölf Wochen weist auf subakute Rückenschmerzen hin. Halten die Rückenschmerzen länger an, so haben sie bereits ein chronisches Ausmaß angenommen.

Häufigkeit von Rückenschmerzen

Statistisch gesehen sind es zwischen 25 und 40 Prozent der deutschen Bevölkerung, die zu jedem beliebigen Zeitpunkt unter Rückenschmerzen klagen. 70 Prozent der Menschen hierzulande haben sogar einmal jährlich Rückenschmerzen. Gut 80 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben AN Rückenschmerzen, so dass der Anteil derer, die nie von Rückenschmerzen betroffen sein werden, verschwindend gering ist.

Schmerzen in dem Bereich der Brustwirbelsäule werden nur für die wenigsten Menschen zum Problem. Das sogenannte LWS-Syndrom ist am weitesten verbreitet. Während Atemwegsinfektionen den häufigsten Grund für einen Atembesuch darstellen, sind Rückenschmerzen auf Platz zwei angesiedelt. Menschen zwischen 50 und 70 klagen am häufigsten über Rückenschmerzen. Noch dazu sind 15 Prozent aller Krankheitstage, an denen Arbeitnehmer nicht dazu in der Lage sind, ihrer Arbeit regulär nachzugehen, an Rückenleiden gekoppelt. Auch Kinder können bereits von Rückenschmerzen betroffen sein.

Mögliche Ursachen für Rückenschmerzen

Einfacher Muskelkater kann durchaus der Grund sein, warum das Kreuz schmerzt. Allerdings ist die Liste der schwerwiegenden Ursachen, die Rückenschmerzen nach sich ziehen, leider ausgesprochen lang. Selbst ein Herzinfarkt, eine Entzündung des Nierenbeckens, eine Gallenkolik oder ein entzündetes Rippenfell können den Rücken schmerzen lassen. Stress und psychische Belastungen können Kreuz- und Nackenschmerzen gleichermaßen nach sich ziehen. Folgende Ursachen führen oftmals zu Rückenschmerzen:

  • Bandscheibenvorfall
  • Muskelverspannungen
  • Osteoporose und andere degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Metastasen/ Tumore
  • Wirbelbrüche
  • Gleitwirbel
  • Entzündungskrankheiten im Bereich der Wirbelsäule
  • Blockierungen – zum Beispiel im Bereich der Lendenwirbelsäule

Wie werden Rückenschmerzen behandelt?

Die bevorzugte Therapie bei Rückenschmerzen hängt entscheidend davon ab, auf welche Ursache die Rückenschmerzen zurückzuführen sind. Zudem kann ein und dasselbe Krankheitsbild abhängig von der Schwere unterschiedlich therapiert werden. Nicht jeder Bandscheibenvorfall muss operiert werden, sondern die Therapie mit Schmerzmitteln und Krankengymnastik reicht in vielen Fällen aus. Ebenso gibt es jedoch Bandscheibenvorfälle, bei denen Lähmungserscheinungen auftreten, so dass eine Operation unumgänglich wird. Die folgenden Therapiemöglichkeiten sind bei Rückenschmerzen daher generell gegeben:

  • Medikamentöse Therapie – vor allem Schmerzmittel, aber auch Muskelrelaxantien
  • Physiotherapie
  • Manuelle Therapie
  • Wärmebehandlungen
  • Massagen oder Elektromassagen
  • Autogenes Training
  • Entspannungsübungen
  • Dehnen verkürzter Muskeln
  • Operation

Zusammenfassung

  • Sobald der Rücken schmerzt, ist von Rückenschmerzen die Rede.
  • Während akute Rückenschmerzen nur sechs Wochen anhalten, beträgt die Dauer von subakuten Rückenschmerzen bis zu drei Monate. Halten Rückenschmerzen länger an, dann hat der Schmerz bereits ein chronisches Ausmaß angenommen.
  • Rund 80 Prozent aller Deutschen sind mindestens einmal in ihrem Leben von Rückenschmerzen betroffen, an denen vor allem Menschen über 50 in zunehmenden Maß leiden.
  • Zur Vorbeugung von Rückenschmerzen empfiehlt sich die Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur durch ein gezieltes Training sowie die Anwendung rückenschonender Bewegungsmuster im Alltag.
  • Rückenschmerzen können von einem Bandscheibenvorfall über Wirbelbrüche bis hin zu einer verspannten Muskulatur auf eine große Vielfalt an möglichen Ursachen zurückzuführen sein. Sie sind daher auch das zweithäufigste Leiden, mit dem deutsche Patienten bei ihrem Arzt vorstellig werden.
  • Selbst ein Herzinfarkt sowie andere schwerwiegende Krankheiten können mit Rückenschmerzen als einer möglichen Begleiterscheinung einhergehen.
  • Die Therapiemöglichkeiten (Schmerzmittel, Physiotherapie, Massagen, Wärmebehandlungen, etc.) gestalten sich vielfältig und sollten in Abhängigkeit von der Ursache für die Rückenschmerzen ausgewählt werden.
    Auch Kinder können bereits von Schmerzen im Rücken betroffen sein.


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