Spinalnerv

Spinalnerven sind in der Fachsprache der Mediziner auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Rückenmarksnerven
  • Nervi spinales
  • E spinal nerves

Hier sieht man wo sich die Spinalnerven befindenDer Name „Spinalnerven“ leitet sich aus dem Lateinischen von „spina,“ was so viel wie „Dorn,“ „Gräte“ oder „Rückgrat“ bedeutet, ab. Spinalnerven entspringen aus dem Rückenmark. Zwischen zwei Wirbeln treten die Nerven paarweise aus dem jeweiligen Wirbelkanal aus. Bei einem gesunden Menschen sind in den meisten Fällen 31 Spinalnervenpaare vorhanden. Die Nerven werden jeweils einem bestimmten Rückenmarkssegment zugeschrieben. Fehlbildungen können zu einer geringen Anzahl an Rückenmarksnervenpaaren beim Menschen führen.

Abhängig davon, auf welcher Höhe die Spinalnerven aus dem Wirbelkanal austreten, werden ihnen unterschiedliche Bezeichnungen zugeordnet. Lumbale Nervenpaare treten im Bereich der Lendenwirbelsäule aus, während Kreuzbeinnerven als sakrale Spinalnerven bezeichnet werden. Sobald der Nerven aus dem jeweiligen Wirbelkanal ausgetreten ist, erfolgt eine Aufspaltung in mehrere Äste. Sie sind dafür zuständig, dass die folgenden Körperregionen sowohl motorisch als auch sensibel versorgt werden:

  • Rückenhaut
  • Rückenmuskulatur
  • Rumpf
  • Extremitäten
  • Eingeweide
  • Hirnhäute

Im Normalfall handelt es sich bei Spinalnerven um sogenannte „gemischte Nerven,“ da sich diese Nerven aus vier unterschiedlichen Arten von Fasern zusammensetzen. Die Unterteilung dieser Faserarten gestaltet sich folgendermaßen:

  • Somatomotorische Fasern, die von der Vorderwurzel ausgehen und für die Skelettmuskulatur angedacht sind
  • Visceromotorische Fasern für die glatten Muskeln in der Brustregion (ausgehend vom Sympathicus) sowie in der Region des Kreuzbeins (Fasern des Parasympathicus)
  • Somatosensible Fasern des Bewegungsapparats und der Haut
  • Viscoresensible Fasern der Eingeweide

Die Benennung der verschiedenen Spinalnerven erfolgt in Abhängigkeit von der jeweiligen Austrittsstelle. Die Aufteilung lässt sich wie folgt veranschaulichen:

  • 8 (zervikale) Spinalnervenpaare der Halswirbelsäule, die von C1 bis C8 durchnummeriert werden
  • 12 (thorakale) Nervenpaare von Th1 bis Th12 im Bereich der Brustwirbelsäule
  • 5 (lumbale) Spinalnervenpaare im Lendenbereich, die von L1 bis L5 nummeriert werden
  • Im Kreuzbeinbereich befinden sich die 5 (sakralen) Nervenpaare – S1 bis S5
  • Meist schließt sich 1 (kokzygeales) Spinalnervenpaar im Steißbeinbereich an – dieses Nervenpaar wird als Co1 abgekürzt

Zusammenfassung

  • Spinalnerven sind in der Fachsprache der Mediziner auch unter folgenden Namen bekannt: Rückenmarksnerven, Nervi spinales sowie als E spinal nerves.
  • Der Name „Spinalnerven“ leitet sich aus dem Lateinischen von „spina,“ was so viel wie „Dorn,“ „Gräte“ oder „Rückgrat“ bedeutet, ab.
  • Spinalnerven entspringen aus dem Rückenmark. Zwischen zwei Wirbeln treten die Nerven paarweise aus dem Wirbelkanal aus. Bei einem gesunden Menschen sind 31 Spinalnervenpaare vorhanden, die jeweils in Anlehnung an ihre Austrittsstelle benannt werden.
  • Sobald der Nerv aus seinem Wirbelkanal ausgetreten ist, erfolgt eine Aufspaltung in mehrere Äste.
  • Spinalnerven sind dafür zuständig, dass die folgenden Körperregionen motorisch und sensibel ausreichend versorgt werden: Rückenhaut, Rückenmuskulatur, Rumpf, Extremitäten, Eingeweide sowie die Hirnhäute.
  • Im Normalfall handelt es sich bei Spinalnerven um sogenannte „gemischte Nerven,“ da sich diese Nerven aus vier unterschiedlichen Arten von Fasern zusammensetzen.

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