Steißbein

Das letzte Stück der Wirbelsäule, welches an das Kreuzbein anschließt, wird als Steißbein bezeichnet. Zwei bis acht miteinander verschmolzene Wirbel machen das Steißbein aus.

Die meisten Menschen verfügen über vier verschmolzene Steißbeinwirbel. Aufgrund seiner speziellen Form wird das Steißbein als Überbleibsel der Schwanzwirbel, die für viele Wirbeltiere typisch sind, angesehen. Über Millionen von Jahren hat sich der Schwanzwirbel zum heutigen Steißbein-Rudiment zurückgebildet. Allerdings ist das Steißbein mehr als ein bloßes Überbleibsel, da es eine wichtige Funktion erfüllt. Verschiedene Muskel und Bänder des Beckens setzen hier an.

Das Steißbein ist das letzte Stück der Wirbelsäule

Mögliche Verletzungen des Steißbeins

Prellungen, Verrenkungen und Brüche des Steißbeins gehören zu den schmerzhaften Verletzungen, welche diese Körperregion betreffen können. Häufig ist ein Sturz die Ursache für derartige Verletzungen, die ebenso als Folge eines Tritts zum Problem werden können. Solche Verletzungen sind so schmerzhaft, dass die betroffenen Patienten nur mit Mühe und unter großen Schmerzen sitzen können. Nur auf einer Hälfte des Beckens zu sitzen, lässt sie das Sitzen überhaupt aushalten. Auch Niesen, Husten, Lachen und weitere Bewegungen, welche eine Bauchmuskelanspannung nach sich ziehen, die sich auf das Steißbein überträgt, sind entsprechend unangenehm.

Ein Ringkissen bietet sich daher zur Entlastung an, damit das Sitzen besser möglich ist, während der Bruch verheilt. Mitunter kann eine Operation erforderlich werden, falls das Steißbein nicht richtig verheilt, daher lange Zeit sehr instabil ist und über einen längeren Zeitraum hinweg zu starken Schmerzen führt. Bei Embryos und Kleinkindern kann es zudem zu einem Tumor am Steißbein kommen. Bandscheibenvorfälle sind hingegen nicht möglich. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich zwischen den Steißbeinwirbeln kein Bandscheibenpuffer befindet, da diese Wirbel fest miteinander verschmolzen sind.

Zusammenfassung

  • Das letzte Stück der Wirbelsäule, welches an das Kreuzbein anschließt, wird als Steißbein bezeichnet.
  • Zwei bis acht miteinander verschmolzene Wirbel machen das Steißbein aus. Die meisten Menschen verfügen über vier verschmolzene Steißbeinwirbel.
  • Aufgrund seiner speziellen Form wird das Steißbein als Überbleibsel der Schwanzwirbel, die für viele Wirbeltiere typisch sind, angesehen.
  • Allerdings ist das Steißbein mehr als ein bloßes Überbleibsel, da es eine wichtige Funktion erfüllt, da hier verschiedene Muskeln und Bänder des Beckens ansetzen.
  • Prellungen, Verrenkungen und Brüche des Steißbeins gehören zu den schmerzhaften Verletzungen, welche diese Körperregion betreffen. Bei Embryos und Kleinkindern kann es zudem zu einem Tumor am Steißbein kommen.
  • Ein schmerzhafter Steißbeinbruch sorgt dafür, dass die Betroffenen nur mit Mühe und unter großen Schmerzen sitzen können. Ein Ringkissen bietet sich daher zur Entlastung beim Sitzen an. Wenn der Bruch nicht korrekt verheilt, kann allerdings eine Operation erforderlich werden.


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